{"id":16764,"date":"2017-10-02T00:01:25","date_gmt":"2017-10-01T22:01:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=16764"},"modified":"2017-10-03T11:17:22","modified_gmt":"2017-10-03T09:17:22","slug":"das-fundament-der-ewigkeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/das-fundament-der-ewigkeit\/","title":{"rendered":"Das Fundament der Ewigkeit"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/dasfundamentderewigkeit.png\" align=\"left\" hspace=\"10\" \/>Verlag:\u00a0Kosmos<br \/>\nAutor:\u00a0Michael Rieneck<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 12 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 90 Minuten<\/p>\n<p>Ob Spiele Spa\u00df machen oder nicht ist subjektiv, klar! Manche Spiele aber spalten die Spielegemeinde mehr als andere. <em>Das Fundament der Ewigkeit<\/em> ist ein solches Spiel. Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, weiter als f\u00fcr die meisten Spiele.<\/p>\n<p>Was unumstritten ist:<\/p>\n<p><em>Das Fundament der Ewigkeit<\/em> ist das dritte Spiel zur S\u00e4ulen-der-Erde-Trilogie und wie die Vorg\u00e4nger ist es toll von Michael Menzel illustriert. Der Spielplan ist so sch\u00f6n, dass man ihn bei Kosmos anscheinend nicht mit spielrelevanten Dingen f\u00fcllen wollte &#8211; die Kartenstapel werden <em>neben<\/em> den Spielplan gelegt und die eigentlich sehr wichtige Aktionsleiste wurde in geschrumpfter Form in eine Ecke des Spielplanes verbannt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16779 alignright\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3603905_md-300x250.jpg\" alt=\"Das Fundament der Ewigkeit\" width=\"300\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3603905_md-300x250.jpg 300w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3603905_md-150x125.jpg 150w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3603905_md-370x309.jpg 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3603905_md-270x225.jpg 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3603905_md.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><em>Das kleine Dreieck rechts unten ist der Teil, auf dem gespielt wird. <\/em><\/p>\n<p>Es wird mittlerweile viel \u00fcber \u201einklusives Spielen\u201c geredet, also Spiele so zu gestalten, dass m\u00f6glichst viele Leute an einem Spiel zumindest potentiell teilhaben k\u00f6nnen. Das ist hier nicht gelungen. Neben der kleinen und fummeligen Leiste, sind vor allem die Farbt\u00f6ne der W\u00fcrfel schwer zu unterscheiden \u2013 auch f\u00fcr Nicht-Farbenblinde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-16780\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3748524_md-225x300.jpg\" alt=\"Das Fundament der Ewigkeit\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3748524_md-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3748524_md-113x150.jpg 113w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3748524_md-370x493.jpg 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3748524_md-270x360.jpg 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/pic3748524_md.jpg 375w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><em>Selbst auf dem Bild d\u00fcrfte es schwer fallen alle braunen und lila W\u00fcrfel voneinander zu unterscheiden<\/em><\/p>\n<p>Auch d\u00fcrfte kaum einer argumentieren, dass das Fundament besonders thematisch w\u00e4re &#8211; insbesondere im Vergleich zu den beiden Vorg\u00e4ngern. Die vier beteiligten L\u00e4nder England, Niederlande, Spanien und Frankreich, k\u00f6nnten auch A, B, C und D hei\u00dfen: Der einzige Unterschied zwischen ihnen sind welche zwei Waren dort verkauft werden k\u00f6nnen (Es gibt 4 verschiedene Waren, jede Kombination aus 2 Waren kommt einmal vor). Au\u00dferdem ist jedem Land ein Personendeck zugeordnet, das jedoch funktionell identisch ist. Es w\u00e4re deutlich thematischer gewesen, wenn die Personenkarten irgendetwas mit ihrem Land zu tun h\u00e4tten. Einzig und allein die vier Ereignisse sind marginal unterschiedlich, aber da die meisten sich darauf beschr\u00e4nken einen \u201eArbeiter\u201c zu blockieren, f\u00fchlen sich 90% der Ereignisse gleich an. Ein Eintauchen in die Welt des Buches wird so nicht erzeugt.<\/p>\n<p>Bislang bin ich noch nicht auf den Mechanismus eingegangen, aber um zu verstehen, warum das Spiel polarisiert, ist ein gewisses Grundverst\u00e4ndnis n\u00f6tig. Also: Darum geht es:<\/p>\n<p>Um Siegpunkte.<\/p>\n<p>Kleiner Scherz!<\/p>\n<p>Jede Runde ist zweigeteilt: Am Anfang der Runde aktiviert man alle angeheuerten Personen. Viele Personen bedeuten viele Handlungen. Eventuell darf man seine Religion wechseln, wenn der eigene Religionswechselw\u00fcrfel, der jede Runde runterz\u00e4hlt, bei 0 angekommen ist. Im zweiten Teil der Runde heuern alle Spieler eine Person an und d\u00fcrfen diese auch gleich nutzen. Zum Anheuern ist ein W\u00fcrfel n\u00f6tig, der farbcodiert f\u00fcr das Land steht, aus dem diese Person kommt. Die Zahl auf dem W\u00fcrfel gibt an, wie lange die Person bei einem bleibt. Da der eigene W\u00fcrfelvorrat begrenzt ist, schr\u00e4nken gro\u00dfe Zahlen auf eingesetzten W\u00fcrfeln mehr ein, sorgen daf\u00fcr aber auch f\u00fcr eine l\u00e4ngere Bindung und mehr Aktionen mit einer potentiell starken Figur. Au\u00dferdem bestimmt der Wert des W\u00fcrfels den Wert des Handelshauses, das der Spieler in dem Land unterh\u00e4lt. Der ist deshalb wichtig, weil mit jeder Figur auch Religionssteine ins Land kommen. F\u00fcr vier Steine ist Platz in dem Land, gibt es dann eine Mehrheit f\u00fcr Protestanten oder Katholiken, bekommt die entsprechende Seite Siegpunkte in H\u00f6he des Wertes ihres Handelshauses (deswegen darf man am Anfang einiger Runden die Religion wechseln), w\u00e4hrend die unterlegende Seite ihre H\u00e4user abrei\u00dfen muss. Das wiederrum bedeutet, dass dort nichts verkauft werden darf, bis wieder eine Person aus dem Land angeheuert wurde.<\/p>\n<p>Die Personen selbst beschaffen in erster Linie Waren, manche erlauben aber auch den Verkauf einer Ware, W\u00fcrfelmanagement, das Manipulieren der Religionssteine oder verschenken einfach Siegpunkte. Zus\u00e4tzlich darf man in seinem Zug noch die Aktionsleiste nutzen, meistens um Waren zu bekommen oder gegen Siegpunkte zu verkaufen. Die Zugoptionen werden hier durch die ungenutzten W\u00fcrfel bestimmt.<\/p>\n<p>Unstrittig ist wieder, dass es sich bei <em>Das Fundament der Ewigkeit<\/em> um ein W\u00fcrfelmanagementspiel handelt. Das ergibt sich ja schon aus der obigen Beschreibung! Was das mit dem Spiel macht, dar\u00fcber scheiden sich die Geister!<\/p>\n<p>Zwei Punkte sind glaube ich f\u00fcr die Polarisierung verantwortlich: Erstens ist das Spiel rein taktisch statt strategisch. Man ist in seinem Zug sehr abh\u00e4ngig von den ausliegenden Personen und zu einem gewissen Grad vom eigenen W\u00fcrfelergebnis (dazu gleich mehr). Man lebt m.E. von der Hand in den Mund. Die Religionssteine k\u00f6nnten f\u00fcr eine gewisse langfristige Planung sorgen, aber in der Praxis h\u00e4ngt der Erfolg sehr von den Mitspielern ab &#8211; insbesondere wenn diese Personen kontrollieren, welche die Steine manipulieren k\u00f6nnen. Auch kann der Religionsw\u00fcrfel selbst f\u00fcr Frust sorgen: Wer hier hoch w\u00fcrfelt ist weniger flexibel, als wer niedrig w\u00fcrfelt. Es bleibt zwar die Option f\u00fcr 3 Siegpunkte den direkt auf 0 zu stellen, aber das macht nur bei entsprechend hohen Handelsh\u00e4usern Sinn. Wer niedrig w\u00fcrfelt, ist hier klar im Vorteil.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16765 alignright\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/thumbnail_IMG_20170929_175308-169x300.jpg\" alt=\"Das Fundament der Ewigkeit\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/thumbnail_IMG_20170929_175308-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/thumbnail_IMG_20170929_175308-84x150.jpg 84w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/thumbnail_IMG_20170929_175308-394x700.jpg 394w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/thumbnail_IMG_20170929_175308-370x658.jpg 370w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/thumbnail_IMG_20170929_175308-270x480.jpg 270w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/thumbnail_IMG_20170929_175308-281x500.jpg 281w, https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/thumbnail_IMG_20170929_175308.jpg 560w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><em><a href=\"http:\/\/beeple.de\/?p=2802\" target=\"blank\">Der Buchh\u00e4ndler schenkt mir was zum Lesen, aber ich br\u00e4uchte eigentlich Schutzpl\u00e4ttchen!<\/a><\/em><\/p>\n<p>Nun mag man einwenden, dass das Fundament eben ein W\u00fcrfelspiel ist &#8211; aber daf\u00fcr ist mir pers\u00f6nlich der Aufwand zu hoch. Die Z\u00fcge k\u00f6nnen schon ein bisschen dauern, denn die optimale Punktausbeute herauszukitzeln ist nicht trivial, da viele Variablen ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen. Wer sowas mag, der mag \u00fcber den Gl\u00fccksfaktor eher hinwegsehen und findet durchaus auch gen\u00fcgend Bet\u00e4tigungsm\u00f6glichkeiten. Zumindest wenn auch ein paar Optionen im W\u00fcrfelpool liegen und damit sind wir bei Punkt 2:<\/p>\n<p>Es gibt prinzipiell die Taktik niedrige W\u00fcrfel zu benutzen, um flexibel zu bleiben oder hohe W\u00fcrfel, um wertvolle Handelsh\u00e4user zu bauen und Personen l\u00e4nger nutzen zu k\u00f6nnen. Manchmal wird man durch einen hohen oder niedrigen Wurf auch in die eine oder andere Richtung gezwungen. Aber selbst wenn man ausgewogen w\u00fcrfelt ist dies eine merkw\u00fcrdige Wahl:<\/p>\n<p>Wer niedrige Zahlen benutzt hat einen hohen Durchlauf an Personen und vor allem immer ausreichend W\u00fcrfel im Pool, um flexibel zu sein. Aber nach wie vor ist er davon abh\u00e4ngig, was an Personenkarten nachkommt und ob sie zu seinem Besitzstand passt, also ob er z.B. eigene Waren verkaufen kann oder ob Religionen zu seinem Gusto abgewickelt werden. Generell ist man aber flexibler und kann auf Ungeplantes besser reagieren. Nur: Potentiell sind nicht so viele Punkte m\u00f6glich wie mit einer guten Kombi aus Personen mit hohen Werten.<\/p>\n<p>Wer passende Personen hat, kann mit hohen W\u00fcrfeln auf den Personen viele Punkte holen (insbesondere \u00fcber Religionskriege, aber auch \u00fcber Kombis die Ein-und Verkauf in der ersten Phase der Runde erm\u00f6glichen). Nur ist man dann nicht besonders flexibel. Das Spiel kann an einem vorbeilaufen, wenn nur Dinge ausliegen, die man nicht braucht oder nicht nutzen will. Wenn man Pech hat und zweimal gute Karten hoch eingekauft hat und dann hoch w\u00fcrfelt, kann man schnell vom Spiel gespielt werden. Also niedrigere W\u00fcrfel nehmen? Wie gesagt w\u00e4re das eine veritable Taktik, aber in zwei von drei Partien hat zweimal jemand gewonnen, der eher hohe W\u00fcrfel genommen hat. Potentiell lauern da mehr Siegpunkte, aber es muss eben passen. Tats\u00e4chlich hat wohl auch der Autor gemerkt, dass hoher W\u00fcrfel lukrativer sind und eine Strafe eingebaut, die f\u00e4llig wird, wenn mangels W\u00fcrfel gar keine Person mehr frei ist. Doch diese Situation entsteht kaum gewollt, wodurch sich der Eindruck verst\u00e4rkt, man ist dem Schicksal ausgeliefert. Auch wenn die Weichen f\u00fcr diesen Schicksalsschlag schon viel fr\u00fcher gestellt wurden.<\/p>\n<p>Unterm Strich eine merkw\u00fcrdige Wahl: Mehr Spielspa\u00df aber potentiell geringere Siegchancen oder gr\u00f6\u00dfere Siegchancen und potentiell weniger Spielspa\u00df? Je nachdem wie die Spielgruppe diese Wahl trifft, wird das Fundament eher positiv oder eher negativ\u2026.Hey, was ist das? Beeple-Kollege Carsten Pinnow von <a href=\"http:\/\/www.angespielt.de\/allgemein\/start\" target=\"blank\">angespielt <\/a>dr\u00e4ngt sich einfach so\u00a0 in meine Rezi! Was er wohl will?<\/p>\n<p><em>Halt, stop, Auszeit! :)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Lieber Peer, Du steigerst Dich da gerade in eine Interpretation hinein, die ich so nicht stehen lassen m\u00f6chte. Zugegeben, auch ich habe selten eine derartige Meinungsverschiedenheit erlebt, vielleicht bei Chaos-Spielen wie <\/em>Munchkin<em> und dergleichen. Aber hier geht es nicht mehr nur um das &#8220;gefallen&#8221;, sondern offenbar bereits um das &#8220;erleben&#8221;. Denn wie ich ein Spiel erlebe, h\u00e4ngt auch von meiner Erwartungshaltung ab, von meiner Stimmung zu Beginn, und wie dies vom Spielmechanismus und meinen Mitspielern reflektiert wird. Schau Dir doch mal die beiden Vorg\u00e4nger, <\/em>Die S\u00e4ulen der Erde<em> und <\/em>Die Tore der Welt<em> an: Sie unterscheiden sich deutlich voneinander und spielen sich sehr unterschiedlich, und<\/em> Das Fundament der Ewigkeit<em> f\u00fchrt dieses Prinzip konsequent weiter. So etwas finde ich generell schon mal viel besser, als denselben Mechanismus zu recyceln und f\u00fcr eine Lizenz einfach nur mit neuen Illustrationen oder Karten auszustatten, wie dies beispielsweise bei den <\/em>Hobbit<em>-Spielen von Kosmos der Fall war.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Und damit w\u00e4ren wir beim ersten Punkt: Kann es sein, dass Du vom Fundament eher ein herk\u00f6mmliches Workerplacement erwartet hattest? Ein strategisches Spiel, bei dem man an einer bestimmten Planung basteln kann, ohne die Mitspieler zu sehr ber\u00fccksichtigen zu m\u00fcssen? Das ist <\/em>Das Fundament der Ewigkeit<em> n\u00e4mlich tats\u00e4chlich nicht, denn abgesehen vom Management der (eigenen) W\u00fcrfel und Karten m\u00fcssen die Gesamtsituationen ber\u00fccksichtigt werden, d.h. Religionssituationen der Mitspieler und L\u00e4nder. Mit Auge, Vorahnung und etwas Geschick l\u00e4sst sich meist ziemlich viel beeinflussen, und auch vorab \u00fcberlegen. Langeweile? Nur solange man noch nicht wei\u00df, was man tut. Die Tiefe, die Das Fundament durch seine enorme Varibilit\u00e4t erreicht, bietet kein W\u00fcrfelspiel mit derart geringem Aufwand. Welche Vorgehensweise sinnvoll ist und welche Handlungsm\u00f6glichkeiten Du hast, ist von Zug zu Zug verschieden. Auf einem erarbeiteten Industriemaschinerie-Vorteil ausruhen? Fehlanzeige.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Bei so viel Abwechslung finde ich es auch v\u00f6llig normal, dass mal besonders viele interessante Karten zur Auswahl stehen, und mal keine. Oder dass die W\u00fcrfelwerte nur Schrott anbieten, oder man sich kaum zwischen zwei tollen Optionen entscheiden muss. Derartige Situationen gibt es aber in vielen Spielen, und sei es nur durch ungl\u00fcckliche Zeitpunkte bestimmter Ereignisse, die nicht alle Beteiligten gleicherma\u00dfen treffen. Entscheidend ist letztlich, was man daraus macht. Kleinere Korrekturen kann man meist prima \u00fcber die Aktionsleiste steuern, wie beispielsweise auch das Neuwerfen des Religionsw\u00fcrfels. Und wenn sich abzeichnet, dass ein Spieler deutlich in F\u00fchrung geht, weil er mit guten Kombinationen von Charakteren und W\u00fcrfeln erfolgreich war, dann l\u00e4sst sich dagegen auch etwas tun. Dies zu koordinieren erfordert dann aber schon etwas Erfahrung, sodass auch auf Kenner-\/Vielspieler hier langfristig Herausforderungen warten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Dass man immer wieder mal Fehler macht und dies erst hinterher merkt, st\u00f6rt mich nicht. Klar, wer nur niedrige W\u00fcrfelwerte verwendet, hat deutlich weniger Aktionen zur Verf\u00fcgung, und wer nur hohe benutzt, ist extrem unflexibel und geht ein hohes Risiko ein. Doch den optimalen Mittelweg zu finden, unter Ber\u00fccksichtigung der Charaktere, Religionsmehrheiten etc., ist nicht immer leicht. Ich empfinde dies jedoch als spannende und immer wieder neue Herausforderung, nicht als B\u00fcrde. Schlie\u00dflich spiele ich ja um Spa\u00df zu haben, nicht um unbedingt gewinnen zu m\u00fcssen. Daher w\u00fcrde ich <\/em>Das Fundament der Ewigkeit<em> auch jederzeit anderen Strategiekloppern vorziehen, bei denen vorher klar ist, dass Neulinge keine Chance haben. Ich gebe allerdings zu, dass ich nach der ersten Partie noch skeptisch war. Da hatte ich aber wahrscheinlich auch nicht richtig zugeh\u00f6rt -und nicht gewu\u00dft, wie leicht man seine Konfession \u00e4ndern kann. :)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><em>Carsten (Atheist)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B01MT5FK27\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=spielbar-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B01MT5FK27&amp;linkId=36468a6fe7e06d3f84dfcb1542fca589\">Amazon &#8211; Partnerlink zu <em>Das Fundament der Ewigkeit<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag:\u00a0Kosmos Autor:\u00a0Michael Rieneck Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 12 Jahre Spieldauer: 90 Minuten Ob Spiele Spa\u00df machen oder nicht ist subjektiv, klar! Manche Spiele aber spalten die Spielegemeinde mehr als andere. Das Fundament der Ewigkeit ist ein solches Spiel. Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, weiter als f\u00fcr die meisten Spiele. 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