{"id":16758,"date":"2017-10-03T21:31:45","date_gmt":"2017-10-03T19:31:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=16758"},"modified":"2017-10-04T08:41:18","modified_gmt":"2017-10-04T06:41:18","slug":"mechs-vs-minions","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/mechs-vs-minions\/","title":{"rendered":"Mechs vs. Minions"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/mechsminions.png\" align=\"left\" hspace=\"10\" \/>Verlag:\u00a0Riot Games<br \/>\nAutoren:\u00a0Chris Cantrell, Rick Ernst, Stone Librande, Prashant Saraswat, Nathan Tiras (und wohl noch mehr &#8211; In der Anleitung liest man von einem <em>zehn<\/em>k\u00f6pfigen Designteam)<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 14 Jahre<br \/>\nSpieldauer: Je nach Szenario 40-90 Minuten<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Kaufen!!!<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich sollte diese Rezension nur aus diesem einen Wort bestehen, da alles weitere genaugenommen \u00fcberfl\u00fcssig ist. Aber mir ist wohl bewusst, dass mir nicht jeder einfach so blind folgt und einige Querulanten erst \u00fcberzeugt werden wollen. Auch weil das Spiel 70\u20ac kostet und so.<\/p>\n<p>Als erstes: Normalerweise liegt meine Schmerzgrenze bei Spielen bei 50\u20ac und ich gehe nur in Ausnahmef\u00e4lle dar\u00fcber hinaus. Aber ganz ehrlich: F\u00fcr das Spielmaterial alleine sind 70\u20ac <strong><em>geschenkt<\/em><\/strong>. Ein bisschen kenne ich mich schon mit Preiskalkulation aus und alleine f\u00fcr die Menge an Miniaturen k\u00f6nnte man guten Gewissens auch den doppelten Preis bezahlen. Zumal auch das restliche Material top ist: Das mehrstufige Schachtelinlay ist durchdacht, jede Figur hat seinen Platz. Karten und Pappteile sind von hoher Qualit\u00e4t. Kleinigkeiten wie Missionen in einzelnen Umschl\u00e4gen oder ein passend gefertigtes Stundenglas lassen auch den gr\u00f6\u00dften Spieleconnoisseur laut aufseufzen. Auch die \u00dcbersichten und Spielertableaus sind intuitiv gestaltet, alles ist absolut durchdacht. Ich kenne kaum ein Spiel dem man so sehr anmerkt, dass es ein Liebhaberprodukt ist, wie <em>Mechs vs Minions<\/em>. Die Jungs von Riot Games wissen was sie tun!<\/p>\n<p>Aber wegen des Materials kaufen die wenigsten Leute Spiele. Auch spielerisch muss ein Titel etwas taugen, sonst nutzen all die sch\u00f6nen Miniaturen nichts. Und auch hier merkt man <em>Mechs\u00a0 vs. Minions<\/em> an, dass ein erfahrenes Team dahintersteckt (zwar mit Computerspielen erfahren, aber zumindest wissen sie, worauf es ankommt).<\/p>\n<p>Wie oben schon anklang ist <em>Mechs vs Minions<\/em> szenariobasiert. Dabei wird \u00fcber die Szenarien hinweg eine kleine Rahmenstory pr\u00e4sentiert und es kommen auch nach und nach weitere Elemente dazu. Einmal darf <em>Legacy<\/em>-m\u00e4ssig sogar eine Extrakiste ge\u00f6ffnet werden. Allerdings wird nichts dauerhaft geklebt oder zerst\u00f6rt &#8211; im Gegenteil, alles ist so markiert, dass man f\u00fcr jedes Szenario problemlos den Status Quo wieder herstellen kann und so kann man auch weiterspielen, wenn man alle Szenarien gel\u00f6st hat. Was alleine schon eine Weilchen dauert, auch wenn man aufgrund der Neugier, wie es wohl weitergeht, Schwierigkeiten hat, einen Spieleabend zu beenden.<\/p>\n<p>\u201eGel\u00f6st\u201c ist auch das richtige Stichwort, denn <em>Mechs vs. Minions<\/em> ist kooperativ. Aber \u201egel\u00f6st\u201c ist gleichzeitig auch ein bisschen falsch, denn es gibt keinen Weg, den man finden muss, sondern mehr eine allgemeine Strategie, die man hoffentlich mit Erfolg f\u00e4hrt &#8211; \u00e4hnlich wie es bei Dungeon Crawlern \u00e1 la <em>Descent<\/em> keinen L\u00f6sungsweg gibt.<\/p>\n<p>Ansonsten hat es mit <em>Descent<\/em> aber nichts gemein, denn man k\u00e4mpft nicht gegen Monster, sondern mit seinen Mechs gegen die Minions. Erstere sind unzerst\u00f6rbare Killermaschinen, letztere sind ziemlich ungef\u00e4hrlich. Es sind nur sehr, sehr viele. Meistens st\u00f6ren sie nur, aber ignoriert werden k\u00f6nnen sich dennoch nicht, da sie das Missionsziel gef\u00e4hrden oder etwa direkt eine Niederlage erzeugen, wenn sie bestimmte Felder erreichen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sind die Mechs zwar deutlich besser bewaffnet, m\u00fcssen aber programmiert werden.<\/p>\n<p>Und der Programmierungsmechanismus ist schlicht genial! Erstens ist es gut, dass es ihn \u00fcberhaupt gibt, denn er sorgt daf\u00fcr, dass jeder in erster Linie mit seinem Mech besch\u00e4ftigt ist. Dadurch entfallen gro\u00dfe Diskussionen und \u201eQuarterbacking\u201c einfach mal. Zweitens sorgt er f\u00fcr einen interessanten Spannungsbogen, denn man programmiert pro Runde nur eine (zu zweit oder zu dritt manchmal auch zwei) Karte, die aber liegenbleibt, bis sie mal \u201e\u00fcberprogrammiert\u201c wird. Das hei\u00dft, man beginnt recht langsam und unbeweglich, wird aber immer mobiler. Aber da man noch nicht wei\u00df, was man in f\u00fcnf Runden f\u00fcr eine Karte bekommt oder f\u00fcr eine Bewegung ben\u00f6tigt, muss man immer improvisieren. Das erinnert sehr an <em>Robo Rally<\/em>, man ist aber den Handkarten weniger ausgeliefert. Tats\u00e4chlich halte ich &#8211; und das sage ich als gro\u00dfer Robo Rally-Fan der ersten Stunde &#8211; das System von <em>Mechs vs Minions<\/em> dem von <em>Robo Rally<\/em> f\u00fcr \u00fcberlegen. Jedenfalls liegt es auch an diesem Programmiermechanismus dass dieses Spiel, sich nicht wie ein Dungeon Crawler, aber auch nicht wie ein &#8220;herk\u00f6mmliches&#8221; Co-Op spielt.<\/p>\n<p>Weiterhin sorgt die Programmierungsroutine f\u00fcr ein tolles Balancing der verschiedenen Spielerzahlen: Da immer dieselbe Kartenanzahl vergeben wird, bekommt man zu zweit mehr Karten als zu viert. Das bedeutet aber auch, dass man besser und schneller planen kann. Mit anderen Worten: Zwar sind zu zweit weniger Mechs unterwegs (n\u00e4mlich 2) als zu viert (n\u00e4mlich 4), die sind aber viel beweglicher und schaffen in ihren Z\u00fcgen deutlich mehr weg.<\/p>\n<p>Damit ist <em>Mechs vs Minions<\/em> in allen Besetzungen gleich herausfordernd. Die Szenarien sind vom Schwierigkeitsgrad her m.E. genau richtig: Nicht zu frustrierend, nicht zu einfach, alles Ausg\u00e4nge waren immer knapp. Wirklich schiefe Partien habe ich bislang noch keine erlebt. Auch sind die Szenarien unterschiedlich genug, dass man durchaus mehrere am St\u00fcck spielen kann (gen\u00fcgend Zeit vorausgesetzt).<\/p>\n<p>Wen ich bis jetzt nicht motivieren konnte: Die letzten beiden Spiele, die mich \u00e4hnlich begeistert und gefesselt haben, waren <em>Pandemic Legacy<\/em> und <em>Descent 2nd Edition<\/em>. Auch hier habe ich schon 4 oder 5 Stunden am St\u00fcck gespielt, bin ins Bett gegangen und habe beim Aufwachen gedacht, dass ich gerne weiter spielen w\u00fcrde. Ein gr\u00f6\u00dferes Lob gibt es f\u00fcr ein Spiel kaum.<\/p>\n<p>Also Leute, kaufen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B01M28M8TV\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=spielbar-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B01M28M8TV&amp;linkId=08ce8f6a0eba4422cc4b562653b61468\">Amazon-Partnerlink zu <em>Mechs vs. Minions<\/em>. <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag:\u00a0Riot Games Autoren:\u00a0Chris Cantrell, Rick Ernst, Stone Librande, Prashant Saraswat, Nathan Tiras (und wohl noch mehr &#8211; In der Anleitung liest man von einem zehnk\u00f6pfigen Designteam) Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 14 Jahre Spieldauer: Je nach Szenario 40-90 Minuten Kaufen!!! 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