{"id":16581,"date":"2017-07-27T00:13:03","date_gmt":"2017-07-26T22:13:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=16581"},"modified":"2017-07-27T09:55:43","modified_gmt":"2017-07-27T07:55:43","slug":"dogs-of-war","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/dogs-of-war\/","title":{"rendered":"Dogs of War"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/dogsofwar.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\" \/>Verlag: Cool Mini Or Not \/ Asmodee<br \/>\nAutor: Paolo Mori<br \/>\nSpieleranzahl: 3-5 (eigentlich 4-5)<br \/>\nAlter: ab 14 Jahre<br \/>\nSpieldauer: ca. 75-90 Minuten<\/p>\n<p>Wir reisen zur\u00fcck in das Jahr 2014, das Jahr, in dem es noch kein Nintendo Switch gab oder Pokemon Go und als sich noch niemand vorstellen konnte, dass Trump tats\u00e4chlich einmal der Pr\u00e4sident der vereinigten Staaten werden w\u00fcrde (genau genommen, kann ich mir das heute noch nicht vorstellen). Es war eine naivere Zeit damals. Und <em>Cool Mini or Not<\/em> war noch ein eher unbekannterer Verlag, der noch keine Trilliarden bei Kickstarter umsetzte. Damals brachte eben dieser Verlag eben jenes <em>Dogs of War<\/em> heraus, \u00fcber welches ich jetzt zu berichten gedenke! Ja, so war das damals.<\/p>\n<p>Wenn man die Schachtel und das Material und den Titel sieht, dann sieht man ein typisches<em> Cool Mini or Not<\/em> &#8211; Spiel: Gro\u00dfe, fein modelierte Plastikfiguren, ein dickes Regelheft, viel Material, sch\u00f6n gestaltet, offensichtlich ein Kriegsthema\u2026<\/p>\n<p>Wenn man dann die Regel in die Hand nimmt, stellt man fest, dass sie ca. 80% Hintergrundgeschichte und nur zu 20% Regeln enth\u00e4lt. Und das<em> Dogs of War<\/em> eher ein kniziam\u00e4\u00dfiges Punktetauziehen ist, als ein episches Schlachtenspiel. Das ist nichts schlechtes &#8211; um mal die Wertung vorwergzunehmen, gef\u00e4llt mir <em>Dogs of Wa<\/em>r tats\u00e4chlich sehr &#8211; aber es verschleiert die Zielgruppe schon etwas. Das k\u00f6nnte durchaus ein Grund sein warum <em>Dogs of War<\/em> nach meinem Gef\u00fchl in Deutschland etwas untergegangen ist &#8211; die Zielgruppe erkennt es nicht als potentielles Kaufobjekt, die vom Titel und Aufmachung angesprochene Gruppe dagegen erwartet eher etwas anderes.<\/p>\n<p>Wenn ich \u201ekniziam\u00e4\u00dfig\u201c als Attribut verwende, dann ganz bewusst: Das grunds\u00e4tzliche Spielprinzip erinnert an<em> Schotten Totten<\/em>: Man legt an eine Seite an eine Schlacht Karten an, und die Seite mit der h\u00f6heren Kartensumme gewinnt. Doch was bei <em>Schotten Totten<\/em> bereits das ganze Spiel ist, ist hier nur die Spitze des Eisberges: Es f\u00e4ngt damit an, dass immer drei Schlachten gleichzeitig geschlagen werden und wo ich mich engagiere ist mir erst einmal freigestellt &#8211; nur darf ich mich nicht auf beiden Seiten derselben Schlacht engagieren. Dass letzteres tats\u00e4chlich eine Einschr\u00e4nkung ist, liegt darin begr\u00fcndet, dass einen der Ausgang der Schlacht nur partiell tangiert: Zum einen bekommt man unabh\u00e4ngig vom Ausgang eine Sofortbelohnung. Zum anderen sind einem die eigentlichen Konkurrenten der Schlacht (6 Familien) erst einmal egal. Eine Schlacht zu gewinnen gibt einem erst einmal schlicht ein paar Siegpunkte &#8211; und zwar je mehr, desto mehr Gegner es gab (viel Feind, viel Ehr!), so sind leichte Siege gegen eine Familie, f\u00fcr die sich niemand interessiert zwar leicht, aber bringen einem auch nichts (kein Feind, kein Siegpunkt!). Zudem gibt es noch eine weitere Belohnung f\u00fcr denjenigen unter den Siegern, der die meisten Figuren in die Schlacht geschickt hat. Da das Setzen der Figuren zum einen beschr\u00e4nkt und zum anderen teuer ist, eine sch\u00f6ne kleine Schlacht, innerhalb der Schlacht!<\/p>\n<p>Die Familien selbst sind wie erw\u00e4hnt keinem Spieler direkt zugeordnet. Je nach Schlachtengl\u00fcck steigen und fallen aber deren \u201eAktienkurse\u201c im Laufe des Spieles und endet dann irgendwo zwischen 7 (unwahrscheinlich) und \u201e-1\u201c (SIC!) Siegpunkten f\u00fcr jede \u201eAktie\u201c, die ein Spieler bei Spielende von der Familie h\u00e4lt. Die Spieler beginnen mit zwei Aktien an einer Familie und bekommen w\u00e4hrend des Spieles durch Belohnungen neue dazu.<\/p>\n<p>All die Belohnungen, Streitpunkte (Schlacht gewinnen oder verlieren, Mehrheitenregel bei den Gewinnern), Einschr\u00e4nkungen (Begrenzte Anzahl an Aktionen, begrenzte Anzahl an Einheiten, begrenzter Platz auf jeder Seite der Schlacht, man muss sich pro Schlacht f\u00fcr eine Seite entscheiden) und Variablen (Geld, Siegpunkte, Kartenst\u00e4rken, Sonderkarten, Anzahl Aktionen, Aktien) sind gerade so gut austariert, dass das Spiel zwar einfach und klar bleibt, die Entscheidungen aber selten trivial sind und man immer abw\u00e4gen muss. Jeder Einsatz muss genau \u00fcberlegt werden (lohnen sich die Kosten f\u00fcr den potentiellen Ertrag? Bleibe ich handlungsf\u00e4hig, wenn die anderen meine Pl\u00e4ne durchkreuzen?), jeder Einsatzort stellt die Weichen f\u00fcr den weiteren Spielverlauf und schr\u00e4nkt gleichzeitig meine M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Rest der Runde ein. Mit anderen Worte: Jede Entscheidung ist wichtig.<\/p>\n<p>\u201eKniziam\u00e4\u00dfig\u201c bezieht sich damit auf die goldene Zeit des Mathematikers, als Spiele wie <em>Ra<\/em> oder<em> Euphrat und Tigris<\/em> erschienen sind und in deren Tradition auch <em>Dogs of War<\/em> passt. Wer die klassische 90er Jahre Zeit der Euros mochte, dem sei <em>Dogs of War<\/em> durchaus auch ans Herz gelegt &#8211; Zumindest wenn man es abkann, dass es durchaus auch mal fies, dreckig und gemein zugeht, dass das Schlachtengl\u00fcck sich manchmal einfach gegen einen wendet, wenn die Mitspieler sich willk\u00fcrlich entscheiden, immer die falschen zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Allerdings merkt man dem Spiel auch an, dass es eines der fr\u00fcheren Werke des Verlages ist: Zwar ist das Material wirklich aufsehend erregend \u00fcberproduziert, aber die &#8220;Usability&#8221; bleibt dabei gelegentlich auf der Strecke &#8211; Die Schrift auf den Aktionskarten ist schwer lesbar, die Wappen nicht immer leicht zu unterscheiden. Statt einer mehrseitigen Hintergrundgeschichte w\u00e4ren einige Klarstellungen (insbesondere bez\u00fcglich der Aktionskarten) in der Anleitung sinnvoller gewesen. Vor allem aber: Zu dritt funktioniert das Spiel nicht richtig. Zu viert ist oft zu wenig los, erst \u00a0zu f\u00fcnft spielen die <em>Dogs of War<\/em> ihre St\u00e4rke aus. Das aber tun sie f\u00fcrwahr wirklich!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><em><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B014FWO83I\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=spielbar-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B014FWO83I&amp;linkId=4732da146a0037c200f425aebcabb51e\">Amazon-Partnerlink f\u00fcr Dogs of War<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Cool Mini Or Not \/ Asmodee Autor: Paolo Mori Spieleranzahl: 3-5 (eigentlich 4-5) Alter: ab 14 Jahre Spieldauer: ca. 75-90 Minuten Wir reisen zur\u00fcck in das Jahr 2014, das Jahr, in dem es noch kein Nintendo Switch gab oder Pokemon Go und als sich noch niemand vorstellen konnte, dass Trump tats\u00e4chlich einmal der Pr\u00e4sident [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":66,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-16581","page","type-page","status-publish","hentry"],"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16581","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16581"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16581\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16594,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16581\/revisions\/16594"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/66"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16581"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}