{"id":16126,"date":"2016-10-21T17:19:28","date_gmt":"2016-10-21T15:19:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=16126"},"modified":"2016-10-21T17:19:28","modified_gmt":"2016-10-21T15:19:28","slug":"stone-age-junior","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/stone-age-junior\/","title":{"rendered":"Stone Age Junior"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/stoneagejunior.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Hans im Gl\u00fcck<br \/>\nAutor: Marco Teubner<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 5 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 15 Minuten so in etwa<\/p>\n<p>Ich gebe zu, ich war schon sehr gespannt darauf, wie es Marco Teubner geschafft hat, das Worker Placement des gro\u00dfen <em>Stone Age<\/em> f\u00fcr ein Kinderspiel aufzuarbeiten. Nun, das Ergebnis ist etwas antiklimatisch: Gar nicht; <em>Stone Age Junior<\/em> hat au\u00dfer dem Setting nichts mit <em>Stone Age<\/em> Senior zu tun. Gewisserma\u00dfen sind beide kurz nach der Geburt getrennte Wege gegangen (Ich hoffe diese Metapher ist bei einem Kinderspiel nicht zu negativ). <em>Hier bitte einen Witz \u00fcber \u201eBranding im Steinzeitalter\u201c einf\u00fcgen.<\/em> Ansonsten bin ich durch mit diesem Thema und gehe zum eigentlichen Teil der Rezi \u00fcber. Der ist vermutlich wichtiger, wenn auch nicht unbedingt weniger besserwisserisch.<\/p>\n<p>Was machten Kinder in der Steinzeit denn so? Dar\u00fcber werden die Kinder in der Jetztzeit mit einer sehr vorlesenswerten Geschichte aufgekl\u00e4rt (Lob!). Die Zusammenfassung lautet: Krams sammeln und den Eltern bringen, die daraus H\u00fctten bauen. Hunde ersetzen fehlende Objekte (Ich dachte erst, die Hunde werden geschlachtet und aus den Innereien werden dann die W\u00e4nde geformt, aber anscheinend ziehen die klugen Tiere alleine los, um irgendwo das fehlende Objekt zu besorgen. Ist vermutlich besser so. Wobei ich nicht sicher bin, ob man den Kindern das Prinzip \u201evom Laster gefallen\u201c wirklich schon ab 5 beibringen sollte &#8211; jedenfalls w\u00fcsste ich schon gerne, wo die Hunde Elfenbein herbekommen, das gar nicht auf dem Spielplan liegt!).<\/p>\n<p>Und das ist auch so das, was die Kinder in <em>Stone Age<\/em> machen: Dinge sammeln und die dann auf dem H\u00fcttentauschfeld gegen H\u00fctten tauschen. Dabei stehen drei H\u00fctten zur Auswahl und die unterscheiden sich nicht. Dass man dennoch die Wahl hat liegt daran, dass die H\u00fctten unterschiedliche Kombinationen an Dingen ben\u00f6tigen. Hunde dienen dabei als Joker (ja, das hatte ich schon erw\u00e4hnt). Die verwendeten Dinge werden recycelt, was gut ist, denn das Angebot ist arg begrenzt. Und H\u00fctten sind wichtig, denn irgendwo muss man ja schlafen. Au\u00dferdem gewinnt, wer drei davon gebaut hat. Auch einen Tauschplatz gibt es, schlie\u00dflich muss man Kinder ja fr\u00fchzeitig auf die Standardgeb\u00e4ude der modernen Eurogames vorbereiten.<\/p>\n<p>Mein ungesunder Zynismus sollte nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass all dies zuckers\u00fc\u00df umgesetzt ist: Tolle Graphik, Material wie im Kaufmannsladen. Au\u00dferdem habe ich noch gar nicht erw\u00e4hnt, wie man eigentlich setzt und das muss ich, denn hier liegt das eigentliche Spiel:<\/p>\n<p>Vor dem setzen dreht man einen verdeckten Bewegungschip um. Und der sagt einem wo es hingeht: Je nach Aufdruck eine feste Felderanzahl vor oder direkt auf ein bestimmtes Feld. Dort macht man, was es da zu tun gibt (Ressource nehmen, tauschen, Hund <del>schlachten<\/del> nehmen, H\u00fctte bauen). Das ist am Anfang nat\u00fcrlich reine Gl\u00fcckssache, aber da die Chips regelm\u00e4\u00dfig verdeckt werden (und dann auch immer zwei vertauscht werden), wandelt sich das Ziehen von der Gl\u00fccks- zur Merksache. Merkspiele sind Kinderfreundlich. Und das merkt man bald, zumindest wenn man mit Kindern spielt.<\/p>\n<p><em>Stone Age Junior<\/em> wurde Kinderspiel des Jahres und schlug das von Erwachsenen-Webseiten favorisierte <em>Leo muss zum Friseur<\/em>. Und das zu Recht. Beides sind gute Spiele, beide arbeiten mit verdeckten Pl\u00e4ttchen, die man sich merken muss. Aber bei Leo bestimmt der Gl\u00fccksfaktor den Schwierigkeitsgrad. Es kann einfach sein, dass man mit Gl\u00fcck gewinnt &#8211; ich habe sogar schon beim ersten Durchlauf gewonnen. Und da fehlt bei einem kooperativen Spiel dann ein wenig die Herausforderung. <em>Stone Age Junior<\/em> dagegen ist immer spannend. Und das liegt an der unglaublichen Ausgewogenheit. Da man st\u00e4ndig Krams ansammelt, kommt man fr\u00fcher oder sp\u00e4ter dem Spielende n\u00e4her- und bislang waren alle Partien spannend bis zum Schluss. Die Spieldauer ist perfekt eingestellt: K\u00fcrzer und es w\u00e4re reine Gl\u00fcckssache und der Pl\u00e4ttchenmechanismus k\u00e4me nicht zum tragen. L\u00e4nger und das Spiel w\u00e4re zumindest f\u00fcr die mitspielenden Erwachsenen zu repetitiv und zudem w\u00e4re st\u00e4ndig alles abgegrast. So wie es ist, endet es wie es soll. Und diese Rezi nimmt sich daran ein Beispiel!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Hans im Gl\u00fcck Autor: Marco Teubner Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 5 Jahre Spieldauer: 15 Minuten so in etwa Ich gebe zu, ich war schon sehr gespannt darauf, wie es Marco Teubner geschafft hat, das Worker Placement des gro\u00dfen Stone Age f\u00fcr ein Kinderspiel aufzuarbeiten. 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