{"id":15836,"date":"2016-03-08T14:01:06","date_gmt":"2016-03-08T12:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=15836"},"modified":"2016-03-13T12:04:27","modified_gmt":"2016-03-13T10:04:27","slug":"the-battle-at-kembles-cascade","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/the-battle-at-kembles-cascade\/","title":{"rendered":"The Battle at Kemble&#8217;s Cascade"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/thebattle.jpg\" alt=\"\" align=\"left\" hspace=\"10\" \/>Verlag:\u00a0Z-Man Games (Vertrieb: Asmodee)<br \/>\nAutoren:\u00a0Anders und Olle Tyrland<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 14 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 75-120 Minuten (mit den falschen Mitspielern auch gerne 180 Minuten und l\u00e4nger)<\/p>\n<p>River Raid, Xenon II Megablast, Apidya, Blood Money, 1942, Uridium, Katakis, Gradius.<\/p>\n<p>Keine Ahnung worum es geht? Dann lesen Sie sich doch lieber eine andere Rezension durch. Da gibt es eine Menge hier auf der Seite! Wenn Sir nicht mindestens drei der oben stehenden Begriffe geistig mit einem Computerspiel verkn\u00fcpfen k\u00f6nnen, dann ist auch <em>Kemble&#8217;s Cascade<\/em> f\u00fcr Sie nicht weiter interessant. Denn<em> The Battle of Kemble&#8217;s Cascade<\/em> ist eine Hommage an die klassischen Shoot&#8217;em Ups, bei der man mit einem Raumschiff (oder profanem Flugzeug) Computergegner abballert. Und die Umsetzung auf&#8217;s Brett geschieht mit so viel Liebe, dass man mit jeder Regel, mit jedem Spielplanteil unweigerlich seufzt. Selbst die Schachtel verspr\u00fcht bereits so viel Charme, dass Retrogamer diese zielsicher aus einem Stapel von 20 Spielen und mehr ziehen und fragen: \u201eK\u00f6nnen wir das hier spielen? Das sieht toll aus!\u201c<br \/>\nUnd ja, es sieht toll aus! Jeder Spieler bekommt einen kleinen Raumj\u00e4ger, der Spielplan besteht aus Karten, die Pixelasteroiden oder -raumschiffe oder sonstige Strukturen zeigen, die Punkteleiste ist als Highscoreliste aufgemacht und nat\u00fcrlich d\u00fcrfen auch Karten mit \u201ePower Ups\u201c nicht fehlen. Wer in der \u00c4ra der Shoot&#8217;em Ups aufgewachsen ist, f\u00fchlt sich, als w\u00e4re er nach jahrelanger Wanderung wieder zu Hause angekommen.<\/p>\n<p>Auch spielerisch orientiert sich <em>Kemble\u00b4s Cascade<\/em> an den Vorbildern: Jede Runde \u201escrollt\u201c das Spielgeschehen weiter, das hei\u00dft die unterste Reihe der Kartenauslage (auf der gespielt wird) wird entfernt und oben entsteht eine neue. Ganz am Ende kommt der Obermotz, der nicht weggescrollt wird. Ziel sind viele Punkte, die man in erster Linie durch das Abknallen der Gegner erzielt, die aber zur\u00fcckschie\u00dfen. Zwischendurch kann man Power Ups einsammeln oder sein Schiff aufr\u00fcsten. Zu oft getroffen, wird man zerst\u00f6rt und muss wieder von drau\u00dfen reinziehen &#8211; man hat aber zum Gl\u00fcck unendliche viele Leben, allerdings bekommen alle nicht abgeschossenen Spieler Punkte, wenn jemand draufgeht. Das ist alles super witzig und macht wirklich Laune.<\/p>\n<p>Und doch\u2026 Man merkt genau dem Moment, in dem die Autoren es aufgegeben haben zu versuchen die Dynamik eines Echtzeitactionspieles auf ein statisches, rundenbasiertes Spiel zu \u00fcbertragen. Abgesehen von der Zugreihenfolge (und den Z\u00fcgen der anderen) ist jede Runde vollkommen deterministisch und dadurch kann theoretisch jeder Zug bis ins kleinste optimal ausgerechnet werden. Und das kann bei ehrgeizigen Spielern dauern, insbesondere wenn auf dem Spielplan viel los ist. Dadurch zieht sich eine Partie durchaus mal &#8211; insbesondere zu f\u00fcnft ist man auch mal \u00fcber drei Stunden dabei und das ist selbst l\u00e4nger als der l\u00e4ngste <em>Blood Money<\/em> &#8211; Level (*) und deutlich \u00fcber dem, was das Spiel bei aller Liebe zum Thema spielerisch zu bieten hat.<br \/>\nEin weiteres Problem sind die Regeln: Nicht nur gibt es aufgrund der vielen netten Details eben auch viele Elemente, die man lernen muss (und die z.T. f\u00fcr Regelfragen sorgen), auch die Grundregeln sind nicht optimal erkl\u00e4rt. Selbst Vielspieler hatten eine ganze Partie \u00fcber Probleme die Ausweichregeln zu verstehen, die sehr abstrakt daherkommen und gerade der Zielgruppe &#8211; computerbegeisterte Wenigspieler &#8211; schwer fallen d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Mein gr\u00f6\u00dftes Problem ist aber das \u201eFriendly Fire\u201c. Man kann sich gegenseitig abschie\u00dfen und das wird durchaus gef\u00f6rdert vom Spiel &#8211; aber das kann frustrieren, macht die Angelegenheit noch einmal unberechenbarer und zieht das Spiel weiter in die L\u00e4nge. Oft ist das Abschie\u00dfen eines anderen Spielers einfach die beste Option und da sind wir dann auch wieder beim \u201eBlack Fleet- Syndrom\u201c: Ich schade jemanden, weil es mir passt, nicht weil der etwas daf\u00fcr kann. Gerade in Vollbesetzung nervt das gegenseitige Abschie\u00dfen nur noch. Zum Gl\u00fcck gibt es die Option das \u201eFriendly Fire\u201c auf \u201eOff\u201c zu stellen, wie wir Fachleute sagen.<\/p>\n<p>Ich will hier keinen allzu negativen Eindruck hinterlassen, denn die Idee ist toll und die Umsetzung ist sicherlich nicht schlecht &#8211; eben so gut, wie die Autoren es hinbekommen haben. Ich hoffe, dass andere Autoren die Ideen aufgreifen und die Mechanismen optimieren &#8211; denn das Spiel macht Laune. Es ist nur zu lang. Und zu fizzelig. Und man optimiert eben vor sich hin, statt mit Reaktionen zu gl\u00e4nzen. Anders gesagt: <em>The Battle at Kemble\u00b4s Cascade<\/em><br \/>\nist eine sehr gelungene <em>Hommage<\/em>. Es ist aber leider nur ein mittelpr\u00e4chtiges <em>Spiel<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n* Hat irgendjemand eigentlich mal einen Blood Money Level ohne Cheat Modus geschafft?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag:\u00a0Z-Man Games (Vertrieb: Asmodee) Autoren:\u00a0Anders und Olle Tyrland Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 14 Jahre Spieldauer: 75-120 Minuten (mit den falschen Mitspielern auch gerne 180 Minuten und l\u00e4nger) River Raid, Xenon II Megablast, Apidya, Blood Money, 1942, Uridium, Katakis, Gradius. Keine Ahnung worum es geht? Dann lesen Sie sich doch lieber eine andere Rezension durch. 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