{"id":15771,"date":"2016-01-18T23:06:46","date_gmt":"2016-01-18T21:06:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=15771"},"modified":"2016-01-18T23:06:46","modified_gmt":"2016-01-18T21:06:46","slug":"star-wars-risiko","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/star-wars-risiko\/","title":{"rendered":"Star Wars Risiko"},"content":{"rendered":"<p>Verlag: Hasbro<br \/>\nAutor: Ohne Autorenangabe<br \/>\nSpieleranzahl: 2 (4 Spieler k\u00f6nnen in zwei Teams spielen, was aber kaum Mehrwert bietet)<br \/>\nAlter: ab 10 Jahren<br \/>\nSpieldauer: 20-30 Minuten<\/p>\n<p>Eine meiner Lieblingswerbekampagnen war f\u00fcr das J\u00fcdische Museum in Berlin: \u201eNicht das was sie erwarten!\u201c. Denselben Spruch k\u00f6nnte man auch auf <em>Star Wars Risiko<\/em> anwenden, denn anderes, als man vielleicht erwartet, hat das Spiel nichts, aber auch gar nichts, mit <em>Risiko<\/em> zu tun.<br \/>\nMit Star Wars aber schon: Wir befinden uns in der Endsequenz von <em>Die R\u00fcckkehr der Jedi Ritter<\/em>. Der Todesstern bedroht die Rebellenflotte. Die Rebellen versuchen auf Endor den Schildgenerator des Todessterns auszuschalten, damit sie diesen kaputt machen k\u00f6nnen. Und nebenbei k\u00e4mpft Darth Vader mit Luke Skywalker (\u00fcbrigens sein Sohn).<br \/>\nEin Spieler \u00fcbernimmt nun die dunkle Seite der Macht, der andere die helle. Das Imperium versucht alle Raumschiffe der Rebellen zu zerst\u00f6ren. Die wiederum m\u00fcssen den Schildgenerator ausschalten und k\u00f6nnen dann den Todesstern angreifen &#8211; ein erfolgreicher Angriff reicht dann bereits zum Sieg. Allerdings sollten die Rebellen bereits vorher gegen die Tie-Fighters des Imperiums vorgehen, denn nicht nur ist Angriff die beste Verteidigung, Angriff ist bei diesem Spiel die <em>einzige<\/em> Verteidigung. Wer angreift w\u00fcrfelt pro Angreifer mit einem W\u00fcrfel (maximal mit 5) und entfernt dann je nach Ergebnis Einheiten: Tie-Fighter und X-Wings gehen bereits mit einer 3 (und h\u00f6her), f\u00fcr B-Wings muss es schon eine 5 sein. Und der Sternzerst\u00f6rer des Imperium und der Millenium Falcon der Rebellen m\u00fcssen gleich mehrmals getroffen werden (mit F\u00fcnfen und Sechsen). Nur der Todesstern hat einen Sonderangriff &#8211; Zwei W\u00fcrfel und eine 5 oder 6 zerst\u00f6rt das gesamte Ziel. Allerdings ist sein Einsatz anfangs begrenzt. Die verteidigenden Einheiten haben in keinen dieser F\u00e4lle irgendetwas zu melden.<\/p>\n<p>Zwar ist das Ziel des Imperiums das Vernichten der gesamten Flotte (denn dann kann der Rebell den Todesstern ja nicht mehr vernichten), aber dennoch sollte er Endor nicht komplett vernachl\u00e4ssigen. Hier kann er dem Rebellen das w\u00fcrfelgesteuerte Fortkommen erschweren. Ohne gelegentliche Bremse reicht ihm die Zeit einfach nicht.<br \/>\nUnd der Kampf zwischen Darth und Luke? Der ist nur ein Nebenschauplatz und theoretisch kann man den komplett ignorieren. Praktisch lohnt sich ein Einsatz hier doch, denn mit einem Sieg \u201eseines\u201c K\u00e4mpfers bekommt man eine Menge Bonusaktionen, welche die Waagschale schon gewaltig ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Abgesehen von diesen Bonusaktionen sind die Spieler abwechselnd an der Reihe und spielen eine Karte &#8211; und zwar eine, die sie bei Rundendbeginn bereits \u201eprogrammieren\u201c mussten. So eine Karte zeigt zwei oder drei m\u00f6gliche Aktionen. Die sind so flexibel, dass man improvisieren kann, aber so eingeschr\u00e4nkt, dass man deren Einsatz durchaus planen muss. Nach drei dieser Karten und etwaigen Bonusaktionen beginnt eine neue Runde.<\/p>\n<p>Wer sich jetzt richtig gut auskennt, der wird vielleicht erkannt haben, dass <em>Star Wars Risiko<\/em> eine abgespeckte Version des Sammlerst\u00fcckes <em>Queens Gambit<\/em> ist &#8211; das einzige Gute, dass <em>Episode 1<\/em> jemals hervorgebracht haben soll (Ich selbst kenne es auch nur aus Rezensionen). Wer sich nicht auskennt, dem sei gesagt, dass <em>Star Wars Risiko<\/em> ordentlich Laune macht, auch wenn der Gl\u00fccksfaktor einen Gutteil der Partien entscheidet. Aber das Tempo stimmt einfach: Vom ersten Zug an ist immer etwas los, st\u00e4ndig qu\u00e4lt die Entscheidung welches Feuer man vernachl\u00e4ssigen muss, worauf man sich konzentrieren sollte. Jeder W\u00fcrfelwurf ist sorgt f\u00fcr Emotionen auf der einen oder anderen Seite und dennoch h\u00e4ngt es niemals an dem einen Wurf, sondern an immer an einer falschen Priorit\u00e4tenliste oder schlechtem Timing. W\u00fcrde das Spiel eine Stunde dauern, dann w\u00e4re das Geschehen dennoch zu lang. Eine halbe Stunde ist aber perfekt gef\u00fcllt. Ich h\u00e4tte das Spiel sogar bei meinem letzten Sylvester lobend erw\u00e4hnt, aber da dachte ich aufgrund von Regelfehlern noch, das Imperium w\u00e4re benachteiligt. Mittlerweile hat sich das gekl\u00e4rt (ein Fehler lag bei mir, der andere an einer sehr ung\u00fcnstigen Oder-Und-Konstruktion im Regeltext). <em>Star Wars Risiko<\/em> ist damit eine ganz gro\u00dfe positive \u00dcberraschung: Es ist schnell, es ist regeltechnisch leicht, es ist spannend und es ist Star Wars &#8211; was will man mehr? Ich habe es jedenfalls in den letzten<em> drei Wochen<\/em> h\u00e4ufiger gespielt als jedes andere Spiel in den letzten <em>zwei Monaten<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Hasbro Autor: Ohne Autorenangabe Spieleranzahl: 2 (4 Spieler k\u00f6nnen in zwei Teams spielen, was aber kaum Mehrwert bietet) Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: 20-30 Minuten Eine meiner Lieblingswerbekampagnen war f\u00fcr das J\u00fcdische Museum in Berlin: \u201eNicht das was sie erwarten!\u201c. 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