{"id":15047,"date":"2014-11-07T15:31:03","date_gmt":"2014-11-07T13:31:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=15047"},"modified":"2014-11-07T15:33:21","modified_gmt":"2014-11-07T13:33:21","slug":"koryo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/koryo\/","title":{"rendered":"Koryo"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/koryo.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Moonster Games \/ Asmodee<br \/>\nAutor: Gun-Hee Kim<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 14 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 10 (zu zweit) bis etwa 30 Minuten (zu viert mit den Herren\u00a0 J. und F. am Tisch)<\/p>\n<p>Drei Asiatische uund ein Europ\u00e4ischer Verlag sind auf der Schachtelr\u00fcckseite angegeben. Gedruckt wurde das Spiel in Belgien. Spielen tut es &#8220;in einer anachronistischen Steampunkwelt, verwurzelt im Gro\u00dfkorea des 10. Jahrhundert&#8221;. <em>Koryo<\/em> ist also eine ziemlich v\u00f6lkerverbindende Angelegenheit. Und das ist gut so, denn Freunde macht man sich bei dem Spiel nicht unbedingt.<\/p>\n<p>Ob &#8220;anachronistisch&#8221; hin oder &#8220;Gro\u00dfkorea&#8221; her: Eigentlich geht es um das Sammeln von Karten. Die meisten Karten haben eine Nummer zwischen (inkl.) 1 und 9, die einerseits aussagt, wie oft die Karte im Spiel ist und gleichzeitig wie viel eine Mehrheit dieser Kartensorte bei Spielende wert ist. Eine 1 sorgt also f\u00fcr einen sicheren Punkt, bei den Neunen braucht man schon ein paar mehr, um auf Nummer sicher zu gehen (also die Mehrheit zu halten), daf\u00fcr gibt es dann auch schon 9 Punkte. Was in etwa ziemlich genau das Neunfache ist.<\/p>\n<p>Damit nun nicht alle nur Neunen und Achten sammeln gibt es einen Kniff, der fast typische, asiatische Spieleschule ist: Jeder Kartentyp hat eine Eigenschaft, die man nutzen kann, wenn man von der jeweiligen Sorte die Mehrheit h\u00e4lt, <strong>wenn man dran<\/strong> ist. Da die Mehrheit w\u00e4hrend eines Zuges durchaus mehrfach wechseln kann, k\u00f6nnen durchaus auch mehrere Spieler von derselben Eigenschaft profitieren, was eine interessante Dynamik ergibt (wie wir Rezensenten es nennen, wenn ein Spiel Spa\u00df macht). Geschickterweise sind Karten, die am Ende wenig Punkte bringen, w\u00e4hrend des Spieles potentiell st\u00e4rker und umgekehrt. Hinzu kommen noch ein paar Sonderkarten, die besonders destruktiv sind, aber auch dem Ausspielenden Minuspunkte bescheren. Und dann ist da noch die Sache mit dem Ausspiel- und Handlimit&#8230;<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Besonderheit ist\u00a0 dass die Spieler jede Runde eine v\u00f6llig neue Kartenhand bekommen, wobei die Kartenhand von Runde zu Runde schrumpft. Ausspielen d\u00fcrfen die Spieler nur Karten gleichen Types (z.B. nur Vierer) und entscheiden m\u00fcssen sich die Spieler, ohne dass sie w\u00fcssten, was die anderen gew\u00e4hlt haben. Die gespielten Karten wandern in die Auslage, die aber ein bestimmtes (von Runde zu Runde ansteigendes) Limit nicht \u00fcberschreiten darf. Auch das stoppt mich am Anfang schon auf die Endwertung zu spielen, denn eine gro\u00dfe Anzahl Neunen (der einzige Typ, der keine F\u00e4higkeit hat) blockiert meine Auslage f\u00fcr praktischere Dinge.<\/p>\n<p>Wo so viel gezogen und blind geboten wird und wo man sich gegenseitig Mehrheiten wegnimmt oder gar (mit den Sonderkarten) Karten bei anderen abwirft, da darf ein h\u00f6herer Gl\u00fccksfaktor nicht \u00fcberraschen. Frusttoleranz sollte man auch mitbringen, denn wenn es nicht l\u00e4uft, l\u00e4uft es nicht. Ich habe noch keine Partie zu dritt oder zu viert erlebt, wo nicht mindestens ein Spieler bereits bei Halbzeit kein Bein mehr auf dem Boden bekam &#8211; zum Gl\u00fcck ist das Spiel kurz! Meistens war es ein Anf\u00e4nger, denn man kann schon einiges falsch machen (z.B. auf die falschen Mehrheiten setzen oder den richtigen Zeitpunkt f\u00fcr die destruktiven Karten verpassen oder sich in Klein-Kleins zu verzetteln). Manchmal lief es aber auch einfach nicht, weil die gezogenen Karten nie zur Auslage passten. Das muss man abk\u00f6nnen. Eine gute Idee ist \u00fcbrigens Koryo zu viert als <a href=\"http:\/\/boardgamegeek.com\/thread\/1208103\/team-play\">Partnervariante <\/a>zu spielen &#8211; so gef\u00e4llt es mir fast noch besser als regul\u00e4r, denn der erw\u00e4hnte Gl\u00fccks- und Frustfaktor ist abgemindert.<\/p>\n<p><em>Koryo<\/em> ist ein etwas l\u00e4ngerer Absacker, aber ein guter. Ich muss aber auch loswerden, dass \u00dcbersichten f\u00fcr die Kartenf\u00e4higkeiten fehlen. Zwar sind Symbole auf den Karten drauf, aber die sind a) unten, so dass man sie beim Ausw\u00e4hlen nicht sieht und b) alles andere als selbsterkl\u00e4rend und c) viel zu klein. Comicfans m\u00f6gen es mir verzeihen, aber mehr Ikonographie und weniger anachronistischen Steampunk w\u00e4re hier mehr gewesen. So wie es im Gro\u00dfkorea des 10. Jahrhundert ja auch der Fall war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Moonster Games \/ Asmodee Autor: Gun-Hee Kim Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 14 Jahre Spieldauer: 10 (zu zweit) bis etwa 30 Minuten (zu viert mit den Herren\u00a0 J. und F. am Tisch) Drei Asiatische uund ein Europ\u00e4ischer Verlag sind auf der Schachtelr\u00fcckseite angegeben. Gedruckt wurde das Spiel in Belgien. 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