{"id":14876,"date":"2014-07-08T11:40:32","date_gmt":"2014-07-08T09:40:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=14876"},"modified":"2014-07-08T11:40:32","modified_gmt":"2014-07-08T09:40:32","slug":"sanssouci","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/sanssouci\/","title":{"rendered":"Sanssouci"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/sanssouci.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Ravensburger<br \/>\nAutor: Michael Kiesling<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 8 Jahre<br \/>\nSpieldauer: ca. 45 Minuten<\/p>\n<p>Ein Spiel wie <em>Sanssouci<\/em> stellt einen Rezensenten vor kleinere Probleme: Wie f\u00e4ngt man an? \u00dcber das Thema geht es schon mal nicht, denn trotz netter Gartengraphik ist <em>Sanssouci<\/em> ein im Kern abstraktes Legespiel. Ein abstraktes Legespiel hei\u00dft hier sogar \u201esehr abstrakter Mechanismus, der gar nicht leicht zu erkl\u00e4ren ist, schon gar nicht in einer Rezi\u201c. Das Problem beim Mechanismus ist, dass die Spieler einerseits Handkarten spielen, um Pl\u00e4ttchen aus der Auslage zu nehmen, um diese Pl\u00e4ttchen in ihren Garten zu legen, um die entsprechende Pl\u00e4ttchenkategorie zu werten, aber das alles nicht ganz so einfach ist: Die Pl\u00e4ttchen liegen nicht irgendwo, sondern auf Farbfeldern. Der Ort, wo ich ein Pl\u00e4ttchen hinlegen kann, wird nicht nur von der Pl\u00e4ttchensorte (Spalte) sondern auch von eben diesen Farbfeldern (Reihe) bestimmt. Ich werte nicht immer nur die gelegten Pl\u00e4ttchen, sondern baue manchmal einen Weg zu einer anderen Kategorie (die Wertungssteine m\u00fcssen nur in ihrer jeweiligen Spalte enden, sie k\u00f6nnen aber \u00fcber Nachbarfelder gehen. Aber nicht \u00fcber noch unbesetzte Felder. Sonst w\u00fcrde der Umweg keinen Sinn machen). Und manchmal nicht einmal das: Ist ein Feld bereits besetzt, kann ich das Pl\u00e4ttchen irgendwo in derselben Reihe oder Spalte anlegen \u2013 aber so, dass der Wertungsstein dort nicht stehen bleiben kann. Dennoch eine sinnvolle Aktion, einmal weil es f\u00fcr das l\u00fcckenlose F\u00fcllen von Reihen\/Spalten Punkte gibt und eben weil man dadurch Wege f\u00fcr Wertungssteine schafft. Das ist dabei selbst dann nicht ganz intuitiv, wenn der Spielplan vor einem liegt und daher ist die erste Partie immer eine Kennenlernpartie: Was kann ich machen? Was wenn die Karte nicht passt? Was wenn das Pl\u00e4ttchen nicht passt? Die Einstiegsh\u00fcrde mag nicht ganz zu einem Familienspiel passen.<\/p>\n<p>Wenn Thema und Mechanismus sich einer lustigen Beschreibung versperren, hilft oft der Gang \u00fcber die Emotionen: Was passiert beim Spiel? Nun, alle spielen mehr oder minder vor sich hin (vom gelegentlichen Pl\u00e4ttchen, das weggeschnappt wird, einmal abgesehen). Die Emotionen sind: \u201eSchaffe ich es noch?\u201c, \u201eNein. Mist\u201c und \u201eIch habs geschafft!\u201c. Damit geh\u00f6rt das Spiel f\u00fcr mich irgendwie in dieselbe Kategorie wie <em>Don Quixote<\/em> oder <em>Take it easy<\/em> \u2013 und das obwohl die Spieler gar nicht alle dieselben Pl\u00e4ttchen zur Verf\u00fcgung haben. Aber: all diese Spiele leben vom Nebeneinanderher-Puzzlen und von der Frage, ob Fortuna einem das richtige Pl\u00e4ttchen schenkt. <em>Sanssouci<\/em> ist dabei etwas sperriger, aber nach einer Partie wollten eigentlich fast alle Testgruppen noch eine zweite sofort nachfolgen lassen. Insofern sei dem Spiel verziehen, dass man dar\u00fcber keine originelle Rezension verfassen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Ravensburger Autor: Michael Kiesling Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 8 Jahre Spieldauer: ca. 45 Minuten Ein Spiel wie Sanssouci stellt einen Rezensenten vor kleinere Probleme: Wie f\u00e4ngt man an? \u00dcber das Thema geht es schon mal nicht, denn trotz netter Gartengraphik ist Sanssouci ein im Kern abstraktes Legespiel. 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