{"id":1194,"date":"2009-11-28T15:26:41","date_gmt":"2009-11-28T13:26:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=1194"},"modified":"2010-09-23T18:02:17","modified_gmt":"2010-09-23T16:02:17","slug":"the-isle-of-doctor-necreaux","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/the-isle-of-doctor-necreaux\/","title":{"rendered":"The Isle of Doctor Necreaux"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/necreaux.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Alderac Entertainment Group<br \/>\nAutor: Jonathan Leistiko<br \/>\nSpieleranzahl: 1-5<br \/>\nAlter: ab 14 Jahre<br \/>\nSpieldauer: ca. 60 Minuten<\/p>\n<p>Bald ist es wieder soweit: Die Zeit der schlechten Filme, die traditionsgem\u00e4\u00df zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester laufen. Ich hoffe, dass \u201eKampf um die 5. Galaxie\u201c wiederholt wird, denn das ist einer meiner Lieblingskultfilme. Kein Film dieses Genres ist The Isle of Dr. Necreaux, aber es k\u00f6nnte einer sein: Dr. Necreaux hat sich auf einer Insel verschanzt, faszinierende Monster und Fallen entworfen und h\u00e4lt die besten Wissenschaftler der Welt gefangen. Die Spieler m\u00fcssen diese befreien, bevor eine Bombe explodiert und alles auf der Insel t\u00f6tet. Alltagsgesch\u00e4ft also.<br \/>\nPassenderweise ist das Spiel ein kooperatives Spiel. Und weil es davon noch zu wenig gibt, ein kleines, lustiges Absacker-Koop. Oder sollte es zumindest sein (dazu sp\u00e4ter mehr). Alles Wesentliche im Spiel passiert mittels Karten. Irgendwo im Kartendeck versteckt sind Wissenschaftler und Fluchtm\u00f6glichkeit. Die gilt es zu finden, bevor das Spiel um ist. Es muss also ein Kartenstapel (fast) durchgespielt werden. Dazu steht dem Spieler der wichtigste und interessanteste Mechanismus des Spieles zur Verf\u00fcgung: Die Entscheidung ob sie ruhen wollen (und Schaden regenerieren) oder ob sie Suchen wollen und falls letzteres, wie schnell. Die Geschwindigkeit ist tats\u00e4chlich eine coole Idee: Die Spieler entscheiden wie viele Karten sie umdrehen wollen: Mehr Karten und sie finden die Wissenschaftler schneller (und sie m\u00fcssen flott sein, denn die Zeit ist knapp bemessen), aber da die Karten \u00fcberwiegend schlecht sind, bedeuten mehr Karten auch mehr Unheil (Fallen, Monster, Ereignisse) und wenn sich die Spieler \u00fcbernehmen, sterben sie, bevor sie eine Chance haben sich zu regenerieren. Dieses Risiko-Element ist frisch und interessant. Die andere Entscheidungsm\u00f6glichkeit ist der Einsatz der Sonderf\u00e4higkeiten: Jeder Charakter (und davon gibt es viele, von denen die meisten pro Partie nicht zum Einsatz kommen) hat einige und die Kombination der genutzten F\u00e4higkeiten kann \u00fcber Sieg oder Niederlage entscheiden. Allerdings entscheidet vor allem auch der Kartenstapel \u00fcber den Erfolg der Spieler: Kommen viele Gegenst\u00e4nde werden die Spieler doppelt belohnt: Zum einen mit zus\u00e4tzlichen F\u00e4higkeiten (auch wenn die Gegenst\u00e4nde erst durch ein besiegtes Monster verdient werden m\u00fcssen) und zum anderen passiert daf\u00fcr eben nichts Negatives. Pech beim Ziehen kann kaum ausgeglichen werden.<br \/>\nDie Atmosph\u00e4re stimmt; Waffen, Fallen und Monster sind abwechslungsreich und witzig beschrieben. Und so k\u00f6nnte Doctor Nexreauxs Insel ein gutes Zwischendurchspiel sein. Doch leider tr\u00fcben einige Punkte das Vergn\u00fcgen: Zum einen haben die Karten sehr viel Text. Und es sind viele Karten, Damit muss sehr viel gelesen werden. Das kann erm\u00fcden, ist aber tolerabel. Dann sorgen die Effekte von Karten und Sonderf\u00e4higkeiten f\u00fcr eine Tonne Regelunklarheiten \u2013 Hier fehlt klar eine FAQ-Liste in den Regeln. Es ist z.B. nicht mal erkl\u00e4rt, was eine \u201enatural 6\u201c ist (eine 6 die geworfen wird, also nicht durch Boni verbessert werden kann) und so m\u00fcssen sich die Spieler auf einige Diskussionen einstelle: Kann ich das tun? Funktioniert jenes?. Zum Gl\u00fcck ist es ja ein kooperatives Spiel, so dass niemand durch falsche Regelauslegungen benachteiligt wird. Drittens muss bei den meisten Fallen auf die Geschwindigkeit gew\u00fcrfelt werden. Das ist durchaus thematisch und klingt auch sinnvoll. Nur m\u00fcssen die Spieler normalerweise mit Geschwindigkeiten durch die G\u00e4nge d\u00fcsen, die jenseits des normalen W\u00fcrfels liegen. Und damit sind diese W\u00fcrfe entweder automatisch gewonnen oder automatisch verloren, was irgendwie sinnentleert ist. Und schlimmer noch: viele F\u00e4higkeiten ad absurdem f\u00fchrt. Hier h\u00e4tte der Verlag noch klar Hand anlegen m\u00fcssen.<br \/>\nDoch trotz all dieser Punkte und trotz des hohen Gl\u00fccksfaktors und trotz des vielen W\u00fcrfelns war ich bei meinen Partien stets blendend unterhalten \u2013 etwa 30 Minuten lang. Dann beginnt es etwas repetitiv zu werden. Und leider dauert das Spiel dann \u2013 bei erfolgreichen Spielern zumindest \u2013 noch mindestens 30 Minuten mehr. Und am Ende will man es nur noch hinter sich haben, denn das Spiel bietet dann zu wenig Abwechslung und das ganze Gew\u00fcrfel und Geziehe und Gelese und Regeldiskutiere und Nicht-auf-Geschwindigkeit-Gew\u00fcrfel beginnt gewaltig zu nerven. Das ist Schade und h\u00e4tte nicht sein m\u00fcssen. Ein erfahrenerer Verlag h\u00e4tte aus The Isle of Docotr Necreaux ein Kleinod gemacht.<br \/>\nSo ist es leider nur eine vertane Chance.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Alderac Entertainment Group Autor: Jonathan Leistiko Spieleranzahl: 1-5 Alter: ab 14 Jahre Spieldauer: ca. 60 Minuten Bald ist es wieder soweit: Die Zeit der schlechten Filme, die traditionsgem\u00e4\u00df zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester laufen. Ich hoffe, dass \u201eKampf um die 5. Galaxie\u201c wiederholt wird, denn das ist einer meiner Lieblingskultfilme. 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