{"id":106,"date":"2006-06-10T12:14:25","date_gmt":"2006-06-10T11:14:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/iglu-iglu\/"},"modified":"2010-09-23T17:48:17","modified_gmt":"2010-09-23T15:48:17","slug":"iglu-iglu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/iglu-iglu\/","title":{"rendered":"Iglu Iglu"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/iglu.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Goldsieber<br \/>\nAutor: Bruno Cathala und Bruno Faidutti<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 10 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 45-60 Minuten<\/p>\n<p>Auf der Jagd nach Fischen und Polarf\u00fcchsen \u00fcberqueren die Inuit weite Eisfl\u00e4chen. Gefahr droht aber nicht nur von m\u00e4chtigen Eisb\u00e4ren, auch das Eis selbst ist t\u00fcckisch. Eben noch fester Grund, schmilzt es rasch. So l\u00f6st sich nach und nach die eben noch riesige Eisfl\u00e4che auf und die Schollen treiben wie kleine Inseln \u00fcber den Spielplan. Es geh\u00f6rt eine Menge Umsicht und Gl\u00fcck dazu, die ertragreichsten Jagdgr\u00fcnde zu finden und zugleich gen\u00fcgend Schollen f\u00fcr die eigene Sippe zu besetzen.<\/p>\n<p>Jeder der Mitspieler erh\u00e4lt drei Inuit (f\u00fcnf bei zwei Spielern) sowie zwei Iglus in seiner Farbe, die sehr sch\u00f6n aus Holz gearbeitet sind. Im Spiel verteilen die Spieler Aktionspunkte auf Ihre Inuit um Eisschollen zu besetzen und Tiere zu jagen. Da aber in jedem Zug das Eis taut, entstehen durch das Schmelzen und Treiben der Schollen unterschiedlich gro\u00dfe Inseln. Au\u00dferdem kommen im Spiel immer neue Tiere hinzu, die es zu jagen gilt.<\/p>\n<p>Bei Spielende erhalten die Spieler Siegpunkte, wenn Sie auf einer Insel am st\u00e4rksten vertreten sind. Au\u00dferdem gibt es Siegpunkte f\u00fcr die erlegte Beute.<\/p>\n<p>Das Spielfeld besteht zu Beginn des Spiels aus 56 Eisschollen, lediglich die Mitte des Spielplans und die vier Eckfelder sind nicht vom Eis bedeckt. Die Inuit betreten das Spielfeld nur von den Au\u00dfenseiten. Der Zug eines Spielers besteht aus zwei Teilen:<\/p>\n<ul>\n<li>eine Scholle Schmelzen lassen und Ausf\u00fchren des Ereignisses<\/li>\n<li>3 Aktionspunkte f\u00fcr das Bewegen, Jagen und Bauen einsetzen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Teile m\u00fcssen in dieser Reihenfolge ausgef\u00fchrt werden. Zun\u00e4chst mu\u00df also eine Eisscholle geschmolzen lassen werden. Dazu nimmt der Spieler eines der anfangs verdeckt ausgelegten Schollenpl\u00e4ttchen, welches au\u00dferdem an Wasser angrenzt, vom Plan. Nun darf er die Unterseite der Scholle betrachten, denn diese zeigt das sofort oder sp\u00e4ter auszuf\u00fchrende Ereignis. Sofort auszuf\u00fchrende Ereignisse sind besonders markiert. Diese Ereignisse sind z.B. das Entdecken neuer Jagdgr\u00fcnde oder die M\u00f6glichkeit, mit einer Scholle eine Meeresstr\u00f6mung zu nutzen und so ihre Position auf dem Plan zu \u00e4ndern, doch dazu unten mehr. Lediglich der Eisb\u00e4r kann sich sp\u00e4ter als gef\u00e4hrlich herausstellen, n\u00e4mlich dann, wenn er einen eigenen Inuit angreift. Doch langsam:<\/p>\n<p>Nachdem das durch die Scholle vorgegebene Ereignis ausgef\u00fchrt wurde, kann der Spieler drei Aktionspunkte auf seine Figuren verteilen. Eine Figur eine Scholle weiter zu bewegen kostet einen Punkt, das \u00dcberqueren einer Wasserfl\u00e4che kostet wie der Bau eines Iglus neben einem eigenen Inuit alle drei zur Verf\u00fcgung stehenden Punkte. Das Jagen von Beute kostet so viele Punkte wie auf dem Tiermarkern angegeben.<\/p>\n<p>Doch welche Ereignisse k\u00f6nnen denn nun auf die Inuit hereinbrechen?<\/p>\n<ul>\n<li>Werden neue Jagdgr\u00fcnde gefunden, so werden die entsprechenden Tiermarken vom verdeckten Stapel gezogen und offen auf dem Spielplan ausgelegt. Auf den Tiermarken ist die Zahl der zur Jagd notwendigen Aktionspunkte vermerkt.<\/li>\n<li>Eine Str\u00f6mung darf sofort zum Verschieben eines beliebigen Schollenpl\u00e4ttchen genutzt werden, wobei durch einen schlauen Mechanismus auch gleichzeitig Inuit, Iglus oder Tiermarken mit verschoben werden d\u00fcrfen.<\/li>\n<li>Der Gletscher zeigt an, da\u00df auf diesem Feld das Eis nicht schmilzt. Au\u00dferdem tauchen hier wertvolle Tiermarken als Beute auf.<\/li>\n<li>Zieht der Spieler das Tauwetter, so kann er im sp\u00e4teren Verlauf eine zus\u00e4tzliche Eisscholle schmelzen lassen.<\/li>\n<li>Ein Ausdauerpl\u00e4ttchen erh\u00f6ht sp\u00e4ter einmalig die verf\u00fcgbaren Aktionspunkte.<\/li>\n<li>Der Speer kann sp\u00e4ter bei der Eisb\u00e4renjagd hilfreich sein.<\/li>\n<li>Die Tierwanderung erlaubt das Verschieben von Tiermarkern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Spiel endet, wenn ein Spieler im ersten Teil seines Zuges keine Scholle mehr schmelzen lassen kann. Dann erhalten die Spieler Siegpunkte f\u00fcr Jagdbeute (den aufgedruckten Wert auf den Tiermarken) sowie besetzte Inseln aus Eisschollen. Dies sind Felder aus einer oder mehreren zusammenliegenden Eisschollen. Der st\u00e4rkste Spieler erh\u00e4lt die Gr\u00f6\u00dfe der Insel als Siegpunkte und der zweitst\u00e4rkste Spieler die H\u00e4lfte dieses Wertes. Zur Berechnung der St\u00e4rke z\u00e4hlt ein Inuit den Wert 1 und ein Iglu den Wert 2.<\/p>\n<p>Jetzt erwarten Sie noch zwei Dinge von mir: Eine abschlie\u00dfende Bewertung und die Vermittlung des Spielgef\u00fchls. Beginnen wir mit dem zweitgenannten. Die beiden Brunos haben sich hier wirklich ein sehr feines Spiel ausgedacht. Die Mechanismen bieten eine sehr fein vernetzte Mischung von M\u00f6glichkeiten. Aus jeder Situation kann etwas gemacht werden. Wenn ich mir selber schon nicht nutzen kann, dann \u00e4rgere ich z.B. meine Mitspieler. Man mu\u00df also durchaus auch Einstecken k\u00f6nnen bei diesem Spiel, was sicherlich auch ein Grund f\u00fcr die hohe Altersangabe auf der Schachtel ist (ab 10 Jahren). In unseren Partien hat sich gezeigt, da\u00df der richtige Moment, sich mit einem (ja sehr wichtigen) Iglu sesshaft zu machen, nicht auf Anhieb gefunden wird. Wird zu fr\u00fch gesetzt, schmilzt das Eis um einen herum schnell weg &#8211; den lieben Mitspielern sei Dank. Wird zu sp\u00e4t gesetzt, bleiben vielleicht nur noch kleine Inseln \u00fcbrig. Au\u00dferdem kann ja dann in dieser Runde nichts anderes mehr gemacht werden. Auch das Bewegen der Tiermarken hilft, den anderen ein Schnippchen zu schlagen.<\/p>\n<p>Nun zum ersten Punkt. Hier flie\u00dfen f\u00fcr mich immer mehrere Dinge ein. Die wichtigsten Punkte: Hat das Spiel Spa\u00df gemacht, wurde es immer wieder hervorgeholt, hat es auch unterschiedlichen Spielernaturen gefallen? Alle drei Punkte kann ich ganz klar bejahen. Insbesondere im Familienkreis (also bei eher lockerer Runde) konnte das Spiel gewinnen. Aber auch unsere Vielspieler konnten der Sache ihren Reiz abgewinnen, dort wurde aber nicht so h\u00e4ufig nach einer Wiederholung geschrien. Sie ahnen es, hier kommt auch noch Kritik: Und diese betrifft ausschlie\u00dflich das Material. Wundersch\u00f6n sind die beiliegenden Spielfiguren. Auch die beiliegenden Spielhilfen k\u00f6nnen nicht ausreichend stark gelobt werden. Bei der Masse an unterschiedlichen Ereignissen war jeder meiner Mitspieler froh um diese \u00dcbersichten. Aber was hat Goldsieber sich nur mit dem gesamten Pappmaterial gedacht? Keine Frage, gerade die Papierkosten sind in der Vergangenheit stark angestiegen, so da\u00df es durchaus Sinn macht, hier einmal nach Alternativen zu schauen. Bei Iglu Iglu ging das aber v\u00f6llig daneben: Angefangen mit der Schachtel, welche ein anderes Format (wenige Millimeter, aber \u00e4rgerlich) aufweist als die gesamte bisherige Reihe &#8211; und die bestach im Regal gerade durch ihr einheitliches Design! Weiter geht es mit dem Spielplan, der in der Mitte einen wahren Krater von Falz zeigt. Kein Wunder, da\u00df es hier zu Str\u00f6mungen kommt, da flie\u00dft das ganze Wasser ja direkt ab. Am schlechtesten sind allerdings die Pappstanzteile (Schollen, Tiermarker) gelungen. Diese weisen nicht nur erhebliche Stanzreste auf, sondern sie l\u00f6sen sich nach einigen Spielen auch ganz kr\u00e4ftig auf. (Ja, wir behandeln unser Spielmaterial sehr pfleglich und vorsichtig.) Auch einer der Autoren, Bruno Faidutti, hat dies bereits im spielbox.de-Forum bemerkt. Hoffen wir f\u00fcr die Zukunft, da\u00df Goldsieber ganz schnell zu den alten Produzenten zur\u00fcckkehrt.<\/p>\n<p>Alles in allem bleibt festzuhalten: Iglu Iglu mu\u00df sich in der Reihe der sehr guten Goldsieber-Spiele nicht verstecken und es bleibt zu hoffen, da\u00df mit Iglu Iglu auch ein wirtschaftlicher Erfolg f\u00fcr den Verlag zu verbuchen ist, damit die Premiummarke Goldsieber weitere Spiele auf diesem Niveau anbieten kann. Tragen Sie dazu bei! Wie? Ganz einfach: Iglu Iglu kaufen &#8211; das Spiel ist es wert!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Goldsieber Autor: Bruno Cathala und Bruno Faidutti Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 10 Jahre Spieldauer: 45-60 Minuten Auf der Jagd nach Fischen und Polarf\u00fcchsen \u00fcberqueren die Inuit weite Eisfl\u00e4chen. 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