{"id":1055,"date":"2009-09-15T15:46:42","date_gmt":"2009-09-15T13:46:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=1055"},"modified":"2010-09-23T18:01:41","modified_gmt":"2010-09-23T16:01:41","slug":"sector-41","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/sector-41\/","title":{"rendered":"Sector 41"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/sector41.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Scimitar Games<br \/>\nAutoren: Michael Lachtanski und Dave Long<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 8 Jahre<br \/>\nSpieldauer: 60-90 Minuten<\/p>\n<p>Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar geschickt. Das kommt vor. Diesmal wollte einer der Autoren aber sicher gehen, dass ich die Rezi ja auch erst nach einer ausreichenden Anzahl an Partien verfasse. Er wusste schon warum!<\/p>\n<p>Bei Sector 41 geht es darum, mit seinen Erkundungsraumschiffen \u00fcber eine zuf\u00e4llige Auslage an Pl\u00e4ttchen zu ziehen und Scheiben mit Glynium (romulanisch f\u00fcr \u201eSiegpunkte\u201c) einzusammeln. Diese Pl\u00e4ttchen m\u00fcssen aber erst erkundet, also aufgedeckt werden. Und jedes Pl\u00e4ttchen zeigt eines von 22 verschiedenen Weltraumph\u00e4nomenen und jedes Ph\u00e4nomen hat eine andere Wirkung auf das Raumschiff: Sonnenst\u00fcrme bewegen es, W\u00fcstenplaneten blockieren es und schwarze L\u00f6cher zerst\u00f6ren es gar. Und das sind erst drei Pl\u00e4ttchen. Die meisten sorgen f\u00fcr irgendeine Art von Bewegung und schubsen das kleine Erkundungsschiff hin und her, bis es irgendwann auf einem Pl\u00e4ttchen landet, wo keine Bewegung mehr stattfindet oder m\u00f6glich ist.<br \/>\nHat es dann irgendwann einen Planeten mit Glynium erreicht (und vorher gefunden \u2013 wie gesagt sind am Anfang alle Pl\u00e4ttchen verdeckt), muss noch die R\u00fcckreise angetreten werden. Und die muss \u00fcber offene Pl\u00e4ttchen gehen, denn wer Glynium transportiert darf damit nicht in unbekannte Gebiete fahren. Eine sch\u00f6ne Regel, um Gl\u00fccksritter in ihre Schranken zu weisen. <\/p>\n<p>Als Start- und vor allem Zielpunkt fungieren die Mutterschiffe der Spieler, die sich nur an einer Kante der Spielfl\u00e4che aufhalten d\u00fcrfen, die Pl\u00e4ttchen selbst also nicht betreten k\u00f6nnen. Daf\u00fcr haben sie noch einen Spezialtrick drauf: Sie k\u00f6nnen die Pl\u00e4ttchenspalte oberhalb ihres Schiffes um ein Pl\u00e4ttchen nach oben verschieben \u2013 das oberste Pl\u00e4ttchen landet dann in der untersten Reihe, also direkt vor dem Mutterschiff. Die Verschiebeaktion bringt zwar potentielles Glynium in der Regel dichter zum Gegner (es sei denn, es liegt in der letzten Reihe), dient aber in erster Linie dazu, Kettenz\u00fcge vorzubereiten: H\u00e4tte mich vorher der Sonnenwind neben meinem Erkundungsraumschiff in ein Asteroidenfeld gef\u00fchrt, so zeigt er nach der Verschiebung auf einem Pulsar, mit dem mein Explorer direkt \u00fcber einen Leitstrahl (ein weiteres Pl\u00e4ttchen) zum Mutterschiff bugsiert wird. <\/p>\n<p>Von solchen Z\u00fcgen lebt das Spiel, aber ein solcher Zug wird bei der ersten Partie noch kaum gelingen. Zwar reicht es v\u00f6llig aus, wenn man Neulingen die Pl\u00e4ttchen in dem Moment erkl\u00e4rt, wo sie erstmals auftreten, aber um die Verschiebeaktion und die Wirkungsgeflechte der Pl\u00e4ttchen untereinander nutzen zu k\u00f6nnen, sollte man jedem Pl\u00e4ttchen dessen Funktion sofort zuordnen k\u00f6nnen. Und dazu sind mehrere Partien n\u00f6tig. Die Graphik auf den Pl\u00e4ttchen sieht zwar wirklich gut aus (anders als das Cover, das eher wirkt wie gewollt, aber nicht gekonnt), l\u00e4sst aber nicht intuitiv auf die Funktion schlie\u00dfen. Und das erschwert das Hineinkommen in die erste Partie.<\/p>\n<p>An diesem Punkt muss ich sagen, dass mir Sector 41 wirklich gut gef\u00e4llt. Das \u00fcberrascht mich nicht wirklich, denn ich liebe diese Spiele, bei denen man den besten Zug suchen muss. Expedition von Wolfgang Kramer ist hier der Primus \u2013 Sector 41 ist regeltechnisch weniger elegant, erlaubt daf\u00fcr aber noch mehr \u00dcberraschungen. Allerdings ist es auch brutaler, denn gegnerische Raumschiffe k\u00f6nnen zur\u00fcck zum Mutterschiff geschickt werden. Und das erh\u00f6ht die Einstiegsh\u00fcrde noch etwas und auch die Spieldauer. Und gerade die liegt in Vollbesetzung doch etwas \u00fcber der Zeit, die ich f\u00fcr so ein Spiel einplanen m\u00f6chte. Damit die Zeit \u00fcberhaupt im Rahmen bleibt, gibt es noch zwei Kunstgriffe: Zum einen eine neutrale Figur, die am Anfang beim Aufdecken der Pl\u00e4ttchen hilft und am Ende Pl\u00e4ttchen aus dem Spiel nimmt. Zum anderen eine Schlagverbotsregel, die so abstrakt ist und mit dem Holzhammer aufgesetzt wirkt, dass sich mir ihr Sinn (und die korrekte Interpretation) erst bei einem Schreibwechsel mit den Autoren erschloss. \u00dcberhaupt ist die Regel sehr kompakt geworden. Zwar steht alles Wichtige drin, aber der eine oder andere kl\u00e4rende Satz h\u00e4tte nicht geschadet. Und einige Formulierungen sind doch sehr umst\u00e4ndlich geraten. <\/p>\n<p>Wem das alles nicht abschreckt, der findet ein durchaus interessantes und letztlich recht abstraktes Denkspiel vor. Es muss etwas Zeit in einige \u00dcbungspartien investiert werden, aber dann wird man schnell Gefallen an den m\u00f6glichen Kettenz\u00fcge und Kombinationsm\u00f6glichkeiten finden. Der Gl\u00fccksfaktor ist vorhanden, st\u00f6rt aber nicht. W\u00e4re die Spieldauer etwas k\u00fcrzer und das eine oder andere Detail eleganter gel\u00f6st, h\u00e4tte ich eine ganz gro\u00dfe Empfehlung geben k\u00f6nnen. Aber auch so zeigt der Daumen klar nach oben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Scimitar Games Autoren: Michael Lachtanski und Dave Long Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 8 Jahre Spieldauer: 60-90 Minuten Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar geschickt. Das kommt vor. 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