{"id":1004,"date":"2009-08-16T07:13:31","date_gmt":"2009-08-16T05:13:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/?page_id=1004"},"modified":"2010-09-23T18:10:19","modified_gmt":"2010-09-23T16:10:19","slug":"via-romana","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/rezensionen\/via-romana\/","title":{"rendered":"Via Romana"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.spielbar.com\/wordpress\/wp-content\/reviews\/viaromana.jpg\" align=\"left\" hspace=\"10\"\/>Verlag: Goldsieber Spiele<br \/>\nAutor: Christian Fiore und Knut Happel<br \/>\nSpieleranzahl: 2-4<br \/>\nAlter: ab 8 Jahre<br \/>\nSpieldauer: ca. 45 Minuten<\/p>\n<p>Innerhalb von 10 Jahren hat es Goldsieber geschafft vom Szeneprimus zum Au\u00dfenseiter zu werden. Ende der 90er Jahren wurden die Goldsieber-Neuheiten von allen beachtet und herbeigesehnt. Dann kam ein sehr schlingernder Ver\u00f6ffentlichungskurs und der m\u00fcndete in einem Verlagskonzept, welches  man mit \u201eFiore\/Happel machen Familienspiele\u201c umschreiben k\u00f6nnte. Die Szene nimmt den F\u00fcrther Verlag kaum noch zur Kenntnis, geh\u00f6rt aber auch  nicht zur Zielgruppe. Verpasst sie was? <\/p>\n<p>Mit Via Romana liegt (wenn ich mich nicht verz\u00e4hlt habe) das f\u00fcnfte Spiel des Autorenpaares vor. Und es geht nach Pecunia non olet wieder nach Rom, diesmal werden aber keine Kloh\u00e4user, sondern Stra\u00dfen gebaut.  Der Grundmechanismus ist simpel: Bis zu drei Karten spielen und damit Stra\u00dfenabschnitte (\u201eMeilensteine\u201c) platzieren. Ist eine Stra\u00dfe voll, darf sich der Spieler, der die meisten Bauabschnitte fertig gestellt hat, einen Siegpunktmarker aus einer der beiden verbundenen St\u00e4dte nehmen \u2013 die Siegpunktmarker nehmen im Wert ab, insofern ist die Auswahl nicht unwichtig. Sind alle Stra\u00dfen fertig gestellt, gibt es noch ein paar Bonuspunkte. Insbesondere kann man auch Kastelle in St\u00e4dten bauen, die zum einen zur Stra\u00dfenmehrheit jeder Stra\u00dfe mitz\u00e4hlen, zum anderen bei Spielende so viele Siegpunkte z\u00e4hlen, wie der h\u00f6chste Marker da anzeigt. D.h., wo man ein Kastell hat, will man eigentlich nicht werten. Und irgendwie doch, denn man hat ja immer eine Mehrheit.<\/p>\n<p>Wo das Spiel f\u00fcr ein Familienspiel zu technisch geworden ist, ist beim Karteneinsatz \u2013 5 M\u00f6glichkeiten gibt es, eine oder zwei Karten einzusetzen, um zu bauen. Dabei spielt mal die Farbe eine Rolle, mal muss auch das Symbol stimmen, mal darf man nur angrenzend an andere Steine bauen, mal irgendwo. Bei einer Bauweise gibt es einen Bonusstein obendrauf. Damit sind es zwar 5 Regeln, aber sie sind absolut unintuitiv und sorgten immer f\u00fcr Nachfragen: Darf ich mit dieser Karte da bauen? Brauche ich zwei gleichfarbige Karten? Wenn ich den 1+1-Zug machen m\u00f6chte (einen Stein bauen und den  Bonusstein bekommen), was muss ich daf\u00fcr tun? Zwar wurde das vom Verlag erkannt und es gibt \u00dcbersichtskarten f\u00fcr die Spieler, aber versteht man die Symbolik nur, wenn man die Regel auswendig kann, was irgendwie an der Sache vorbei geht. Die Regeln sind auch insofern wichtig, als dass es im Wesentlichen darum geht, mit seinen drei Karten m\u00f6glichst viel zu erreichen \u2013 m\u00f6glichst eine Wertung zu erzwingen, denn bei Gleichstand gewinnt der Zugspieler. Gegen Ende einer Partie wird das Spiel zudem sehr un\u00fcbersichtlich und kann auch in eine Rechnerei ausarten. Nicht gerade familienspielfreundlich. Spielerisch kann man die Taktik in der Frage: \u201eKann ich irgendwo eine Wertung erzwingen? Ja \u2013 dann mache ich das. Nein? Wie kann ich meine Karten effizient nutzen?\u201c<\/p>\n<p>Auf der Suche nach Testrunden winkten viele meiner Testspieler ab: \u201eKenn ich schon! Ist ganz OK, muss ich aber nicht wieder spielen.\u201c Wirklich negativ hat sich keiner ge\u00e4u\u00dfert. Es hat sich aber auch keiner wirklich euphorisch ge\u00e4u\u00dfert. Es funktioniert.  Man kann es spielen. Man muss es nicht. Es ist OK, ich muss es aber nicht wieder spielen\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verlag: Goldsieber Spiele Autor: Christian Fiore und Knut Happel Spieleranzahl: 2-4 Alter: ab 8 Jahre Spieldauer: ca. 45 Minuten Innerhalb von 10 Jahren hat es Goldsieber geschafft vom Szeneprimus zum Au\u00dfenseiter zu werden. Ende der 90er Jahren wurden die Goldsieber-Neuheiten von allen beachtet und herbeigesehnt. 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