Nov 03

Innovation und Neuheitenflut

Matthias Nagy,  2012      

Etwa eine Woche vor der Spiel in Essen hat Piatnik eine Pressemitteilung rausgeschickt, welche mir eine Schauer über den Rücken steigen lies. Zu wissen, dass dies von einem Presseservice rausgegangen ist, beruhigte mich nur zum Teil hatte ich doch mit solchen Pressevertreibern gute Erfahrungen gemacht, was die Verbreitung von Meldungen betraf, aber auch schlechte was andere Aspekte des Jobs betraf. Zumindest steht Piatnik über der Meldung, also steht der Verlag auch zu dem was er sagt.

Wer zuerst auch mal lesen möchte: Hier geht es lang.

Nun muss ich einfach meinen Senf dazu schreiben. Und das fängt schon mit der Überschrift an. Es geht um Nachhaltigkeit statt Neuheitenflut. Piatnik bringt halt keine Neuheiten zu Essen, sondern vertieft das was sie schon in Nürnberg gezeigt hat. Mein erster Gedanke ist, das sei ihnen gelassen. Damit sind sie nicht der einzige Verlag. Sich mit solch einer Meldung gegen die andere große Meldung zu stellen, das Essen schon wieder einen Rekord an Neuheiten aufgestellt hat mag wirken.

Das diese Flut aber nicht auf den Schultern einiger Verlage ruht sondern, vor allem auch mit der Masse an Verlagen zusammenhängt sei mal dahin gestellt. Die Zahl der Verlage die im gesamten Jahr 2012 etwa ein oder zwei oder drei Neuheiten rausgebracht haben liegt bei geschätzt 90% der Messe.

Werfen wir einen Blick auf die Webseite von Piatnik und da auf die Zahl der Neuheiten nur in diesem Jahr. Ich habe mal alle Spiele, welche zwar als neu deklariert sind aber für die Piatnik nur den Vertrieb übernimmt abgezogen. Also nur die Spiele die ein gelbes Dreieck unten rechts haben. Ergebnis: 11 Familienspiele und 2 Kinderspiele. Mit den rausgerechneten Spielen käme ich auf 51 Spiele. Da müssen wir zum Glück noch nicht von einer Neuheitenflut sprechen, wenn ich die Worte des Verlags richtig interpretiere.

Natürlich hat der Verlag recht, wenn es darum geht, dass in der Masse an Spielen es schwer ist die Spiele zu pflegen und daraus Dauerbrenner zu machen wie Catan, Carcassonne, 6 nimmt!, Bohnanza, Zug um Zug oder das eigene Activity. Solche Spiele gibt es in der Tat nicht oft. Aber ich würde unterstellen wollen das alle Verlage auf der Suche nach diesen Spielen sind und jedes Jahr aufs neue hoffen es gefunden zu haben. Kleine Verlage versuchen es mit einem Spiel im Jahr, die Größeren können sich auch mehrere Kandidaten leisten und so auch mehr Marktsegment besetzen.

Aber der Vogel wurde dann im dritten Absatz abgeschossen. Ich muss das zitieren um es festzuhalten.

Der Druck, Innovationen zu produzieren, führe außerdem nicht automatisch dazu, dass auch wirklich Innovatives entstehe. Vielmehr würden häufig bekannte Konzepte neu aufgepeppt und als vermeintlich innovativ beworben. „Da wird dann die 100. Version eines historischen Strategiespiels als Neuheit angepriesen“, bedauert Piatnik.

Nun wird mir hoffentlich jeder Spieler zustimmen, das sehr wohl viel innovatives in den letztes 10 Jahren erschienen ist. Oft auch gerade durch einfaches verbinden und verknüpfen Ich würde sogar soweit gehen das die überwiegend größere Zahl an neuen Spielen für Strategiespieler Innovativ ist. Die Spieler verlangen das. Die Natur tut in der Evolution nicht viel anderes und hat damit so manche Masse an Innovativen Kreaturen rausgebracht.

Ich will natürlich nicht abstreiten, dass es dies nicht auch in den anderen Bereichen der Spiele gibt wie den Kommunikationsspielen oder Kinderspielen. Aber den Strategiespielen dies abzustreiten, weil diese nicht zum eigenen Verlagsrepertoire gehören ist schon etwas hochnäsig. Gerade im Vielspielerbereich gibt es Innovationen, die dann auch in die normalen Familienspiele überschlagen.

Und was wird dann als eigene Qualität vorgestellt? Zum Beispiel ein „pfiffiges Förderspiel für Kinder“: Bei Biotrio geht es um das bekannte „Drei gewinnt-Prinzip“. Oder Absolutely English, wo anhand von Quizfragen die Sprachkenntnisse vertieft werden. Halt in Englisch. Ich habe diese Spiele nicht gespielt und müsste mir das näher ansehen, aber wirklich innovativ klingt erst mal beides nicht.

Unterm Strich ging es wohl um Aufmerksamkeit für den Verlag. Das was Pressemitteilungen in den meisten Fällen erreichen sollen. Ich weiß nicht ob es in der Breite für Piatnik in der Form gereicht hat, hier sind sie zumindest gelandet, wenn auch nicht in der Form die vielleicht gewünscht war.

Matthias Nagy

Autor: Matthias Nagy

Spieler für alles rund um Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Rollenspiele - und Vater. Lebt in Berlin-Friedenau.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
Twitter








Okt 20

Wette verloren, Glück gehabt

Jürgen Karla,  2012      

20121020-224000.jpg

Am Donnerstag war es soweit, die Messe hat Ihre Tore geöffnet. Zuvor waren schon einige Hypes fabriziert und die ein oder andere Sau durch’s Dorf getrieben worden.
Ich konnte dies in diesem Jahr mit einem gewissen Abstand nachverfolgen, da ich aufgrund der beruflichen Einbindung diesmal quasi keine Vorbereitungen treffen konnte. Ich war daher froh über einige Tips für Kickstarter-Aktionen, Vorbestellungen, etc. Einige davon habe ich genutzt, andere nicht.
Eine Möglichkeit zur Vorbestellung, die ich genutzt habe, war bei Fragor Games für die Neuheit Spellbound. Beeindruckende Zahlen sind da vorab durchs Netz gegeistert. Aufgrund einer glücklichen Fügung durfte ich mein Spiel auch schon am Mittwoch in Empfang nehmen. Kurz später kam eine Diskussion über den Verrücktheitsgrad der Szene auf. Es ging um Vor-der-Messe-Regelesen, Akzeptanz des Prototypenstatus einiger Neuheiten und ähnliche Themen. Und es ging um die ewige Jagd nach der Neuheit. Diesen Drang, immer das eine neue, herausragende Spiel im Bestand zu haben.
Und irgendwann war daraus eine Wette geboren. Mein Einsatz: Spellbound.
So habe ich noch am Abend mein Exemplar bei eBay eingestellt. Laufzeit drei Tage (damit ich mir notfalls am Sonntag noch ein weiteres Exemplar auf der Messe hätte kaufen können). Meine These: es gibt tatsächlich Enthusiasten, die bereit sind, für ein unbekanntes Spiel, zu dem marketingwirksam ein paar wenige Infos gestreut wurden, den dreifachen Neupreis zu zahlen. Gesagt getan, 180,- € lautete also die Ansage bei eBay.

Und jetzt ist die Aktion gerade einige Minuten verstrichen. Und ich habe mit meiner These daneben gelegen. Glück gehabt, denn jetzt darf ich mein (!) Spiel endlich auspöppeln. Und sowieso behalten. Und ich kann festhalten, die Szene ist doch nicht so – äh, wie habe ich oben geschrieben? – enthusiastisch, wie ich gedacht habe. Und das ist doch positiv. Dieses Positive hat jedoch auch eine Kehrseite, zeigt sich damit doch, wie klein unser erlauchtes Grüppchen von intensiven Brettspielern doch ist. Eigentlich schade, wenn man sieht, wie glücklich dieser Zeitvertreib doch machen kann.

P.S.: Dass ich von der Ausbildung her Wirtschaftswissenschaftler bin, zeigte sich wenige Sekunden vor Ablauf des Angebots bei eBay. Da kam ein Preisvorschlag über 130,- rein. Da musste ich denn doch schon überlegen. Glücklicherweise zu lange, so dass das Angebot schon abgelaufen war…

Autor: Jürgen Karla

Hat diese Webseite seit dem Jahr 2000 aufgebaut. Spielt liebend gerne alles mögliche - mit der Einschränkung von albernen Partyspielen vielleicht. Kümmert sich neben dieser Seite auch um spieleumfrage.de. Arbeitet im Hochschulbereich.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr








Sep 30

Extra für dich und mich und alle

Matthias Nagy,  2012      

Mit der Spiel in Essen, die in etwas mehr als zwei Wochen auf uns einbricht, gibt es wieder die Diskussionen, die es jedes Jahr aufs Neue gibt. Zu diesen Diskussionen gehört die Masse an Spielen die auf uns einbricht, die Not wirklich die Neuigkeiten zu kaufen oder vielleicht doch lieber die Ramschartikel, die letztes Jahr noch Neuheiten waren und natürlich die Diskussion um die kleinen Goddies, die die Verlage für ihre Spiele anbieten.

Gerade bei den Goodies versteh ich jeden der sagt, dass er darauf verzichten kann, aber eine Diskussion darum geht mir auf den Zeiger. Da gibt es die Vertreter, die der Meinung sind, dass Spiele auch ohne solche Extras vollständig sein sollten, sonst ist es ein schlechtes Spiel.
Ich gehöre zu den Vertretern, die die kleinen Goodies und Extras lieben. Für mich hat sich nie die Frage gestellt ob das nötig ist. In vielen Fällen sind es kleine Erweiterungen, welche das Spiel bereichern oder verändern können. Und in den meisten Fällen ist es auch einen Stärke von dem Spiel wenn es solche Extras verarbeiten kann. Wenn es also mit und ohne funktioniert.

Als positives Beispiel möchte ich mit Carcassonne loslegen. Unabhängig von der Verwässerung durch inzwischen viel zu viele Erweiterungen von sehr schwankender Qualität, ist kein Zweifel das die Idee mit dem Fluss in 2001 eine gute war. Nicht jede Erweiterung muss eine große sein und gerade Carcassonne verträgt das Erweitern um nur ein paar Plättchen, seien es zwölf wie beim Fluss oder sechs wie bei den Kornkreisen. Vor allem die neuen Regeln die sich hiermit einführen lassen zeigen wie flexibel das Spiel ist. Ein dickes Plus.

Ein weiteres positives Beispiel ist Fresko. Das Spiel wird schon mit drei kleinen Erweiterungen ausgeliefert. Für Familien ist das Grundspiel genau richtig und für die Vielspieler können es alle drei Erweiterungen sein. Aber besser sind noch die kleinen Erweiterungen der ersten Erweiterungsschachtel. Mit allen zu spielen bläht das Spiel auf, aber mit nur einer von denen zu spielen schiebt das Spiel in verschiedene Richtungen, je nachdem ob es mehr Glücksmomente sein sollen wie der Brunnen oder die Spieltiefe erhöht werden soll wie mit den Gläsern. Jedes Element ist eine Minierweiterung. Und diese Vielfältigkeit ist eine Stärke. Das hat nichts mit Vollständigkeit zu tun.

Natürlich fällt mir auch ein weiteres gemischtes Beispiel ein. Nicht weil es von der Idee her nicht läuft, sondern weil das Element nicht so toll ist. Asara ist schon während der Entwicklung mit verschiedenen Ecken entwickelt worden und die vier die am Ende im Spiel gelandet sind machen das Spiel sehr rund, aber die einzige Erweiterung mit dem Djinni ist für mich nicht bereichernd. Das liegt aber wieder nur an der Konkreten Ausgestaltung nicht an dem System. Grundsätzlich finde ich die Idee gut und hätte mir gewünscht, das Ravensburger noch mehr Ecken als Bonus nachgeschoben hätte.

Wenn ein Spiel solche Variationen anbietet und auch aushält, dann ist das in meinen Augen eine Stärke. Und gerade wenn nicht alle Erweiterungen auf einmal gespielt werden müssen sondern zwischen diesen gewählt werden können ist das ein Qualitätszeichen. Spiele werden zum Glück nicht von den Verlagen nach diesem Aspekt ausgewählt aber viele Spiele die gut sind haben dieses Element. Selbst Le Havre hat neue Sondergebäude rausgebracht.

Für mich stellt sich die Frage gar nicht ob ein Spiel nur mit den Goodies vollständig ist. Ich spiele viele Spiele der Abwechslung wegen und ich spiele auch gerne gute Spiele mit Abwechslung. Diese Extras gehören dazu. Sie müssen nicht exklusiv sein und sie können auch gerne eine kleine Spende kosten. Sie sollten halt zugänglich sein. Für alle.

Matthias Nagy

Autor: Matthias Nagy

Spieler für alles rund um Gesellschaftsspiele, Kartenspiele, Rollenspiele - und Vater. Lebt in Berlin-Friedenau.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
Twitter








Nov 26

Persönlicher Messerückblick

Jürgen Karla,  2011      

Die diesjährige Messe begann in diesem Jahr für mich bereits am Mittwoch. Erstmalig war spielbar.com nämlich als Presse(ähnliches Produkt) akkreditiert. Und? Wie war das, schon einen Tag früher in die Hallen zu dürfen? Ernüchtert muss ich leider feststellen: Das hat in diesem Jahr gar nicht so viel gebracht wie erhofft. Wesentliches Ergebnis des Besuchs am Mittwoch waren die Photos, die unter http://flickr.com/photos/spielbarcom zu finden sind. Die meisten davon zeigen die Spiele, wie sie in der Neuheitenschau im Obergeschoss präsentiert wurden. Auf einzelne Spiele werde ich im folgenden eingehen. Zunächst aber zurück zum Mittwoch. Meine Hoffnung, neben bereits vereinbarten Terminen mit Verlagen auch noch spontan weitere Gespräche führen zu können – insbesondere mit ausländischen Verlagen, die noch auf keiner Liste aufgetaucht waren – hat sich zerschlagen. Das lag daran, dass die meisten Verlagsvertreter noch bangend auf dem Hof standen, um Ausschau nach ihren Spielen zu halten. Die Quote der just-in-time gelieferten Spiele war erstaunlich hoch, einige Verlage hatten gar am Donnerstag früh die Lieferung ihrer Spiele noch ausstehend. Die logistische Leistung seitens der Produzenten kann ich aus beruflicher Perspektive nur loben. Diese Mengen in solch kurzer Zeit zu handhaben ist außergewöhnlich. Soviel des Lobes. Für unsere Berichterstattung blieb es demzufolge bei den vorab vereinbarten Gesprächen. Im kommenden Jahr wird dies – da bin ich sehr sicher – aber auch wieder anders werden. Eine Sache wird sich sicher auch im kommenden Jahr nicht ändern: Am Mittwoch herrscht noch ein Verkaufsverbot, d.h. man kann tatsächlich erst ab Donnerstag seine Schätzchen abholen.

Der Friedhelm Merz Verlag hat zwischenzeitlich seinen Schlussbericht der Messe veröffentlicht. Demnach waren in diesem Jahr wieder erstaunliche 147.000 Besucher auf der internationalen Leitmesse für Gesellschaftsspiele. Wer sich die Neuheitenlisten, z.B. auf www.spielbox.de oder für das iPad portiert auch hier bei uns auf der Seite, angeschaut hat, der bekam bereits bei der Messeplanung einen kleinen Schrecken: über 750 Neuheiten. Wie soll man die nur alle spielen? Und vor allem: Wer soll die kaufen können? Mit 810 Ausstellern aus 34 Nationen wurde ausdrücklich unterstrichen, dass die Spiel´11 wirklich DIE Leitmesse der Branche ist. Fast die Hälfte der Stände wurde von ausländischen Verlagen betrieben. Peer hat dazu ja auch schon ein paar Gedanken formuliert und eine Zukunftsprognose abgegeben. Aus den Gesprächen mit Verlegern war dennoch in diesem Jahr – fast durchgehend – eine ökonomische Zufriedenheit abzulesen: Die Verkäufe liefen gut, es wurden viele geschäftliche Vereinbarungen getroffen und die gesteckten Ziele für den Messeauftritt wurden vielerorts erreicht. Das stimmt uns Spieler positiv für kommende Spieleneuheiten (wer denkt nicht schon heute an die kommenden Messen?).

Zunächst aber zu dem, was in den Tagen nach der Messe die Foren (z.b. auf http://www.spielbox.de) beherrscht: “Wie fandest Du dieses Spiel?” und “Wie kam denn jenes bei Dir an?”
Also auf zu meiner persönlichen und völlig subjektiven Messerückschau.

Beginnen möchte ich dabei mit einer Revision einer von mir auf der Messe gegebenen Antwort. Die lautete sinngemäß: „Ein Highlight, welches alle anderen Spiele in den Schatten stellt, habe ich nicht gefunden.“
Heute würde ich anders formulieren: Es gab so viele hervorragende Spiele, dass es schwer fällt, unter diesen einen Überflieger eindeutig auszumachen. Einen ersten Hinweis wird sicherlich die am morgigen Sonntag, 27. November, startende http://www.spieleumfrage.de geben, aber zum Zeitpunkt, wo ich diese Zeilen schreibe, vier Wochen nach der Messe, muss ich ganz klar sagen: Da sind einige klasse Spiele dabei. Gehen wir mal ins Detail und starten mit einem kleinen Video der Beute:

So, genug Bewegtbilder. Wie lauten denn die Einzelurteile?

Moeraki Kemu
Spiel 2011
war so ein Kandidat, der im Vorlauf der Messe mit wunderschöner Grafik und tollem Material auf sich aufmerksam gemacht hat. Nichts desto trotz kann das Spiel auch als erstes Beispiel für unser diesjähriges Einkaufsverhalten herhalten. Trotz sehr vieler positiver Aspekte und wirklich einer sehr freundlichen Beratung am Stand hat es dieses Spiel nicht in unseren Einkaufskorb geschafft. Dies zeigt, wie hoch die Latte für die diesjährigen Neuheiten lag.

Revolver
ist ein Kartenspiel für zwei Mitspieler, welches ich vor der Messe thematisch zunächst einmal als uninteressant eingestuft hatte. Die Einbettung in den Wilden Westen ist für Europäer halt nicht soo spannend. Da beim Verlag aber gerade ein Tisch inkl. Erklärbär frei war, haben wir uns zu einer Partie hinreißen lassen. Und was soll ich sagen: Klasse. In den bisherigen Partien waren zwar die Extreme dominierend – mal hat “der Gute” nicht den Hauch einer Chance, mal “der Böse” – aber es hat doch immer wieder Spaß gemacht – auch, weil eine Partie so flott gespielt ist.

Helvetia
Spiel 2011
hingegen stand schon vorher als Einkauf fest. Allein die Thematik war für uns Grund, dieses Spiel zu kaufen. Eine erste Partie steht leider noch aus, denn auf der Messe schaffen wir es üblicherweise selten bis in die großen Stände in den Hallen 12, 11 und 10.

Quarriors!
Viel ist schon über dieses Spiel geschrieben worden. Es war wohl einer der Hypes auf der diesjährigen Messe. Wir haben mittlerweile einige Partien hinter uns. Dabei ist das Spiel wirklich sehr gut angekommen. Aber ganz ehrlich: Das ist in Wirklichkeit ein reines 2-Personen-Spiel, oder?

Hetrix
Spiel 2011
spielt in der Liga von Take it Easy mit. Es geht um das passende Auslegen von Plättchen und hat uns ausgesprochen gut gefallen! Ich denke sogar, dass man hierbei mit unterschiedlichsten Legestrategien erfolgreich sein kann – zumindest unsere bisherigen Partien deuten dies an.

Splits
ist einer der unterschätzten Kandidaten. Ein hervorragendes 2-Personen-Spiel, welches bestens in die Gipf-Reihe gepasst hätte.

Kulami
erfüllt diesen Anspruch ebenfalls! Ein 2-Personen-Spiel der Extraklasse.

Air Show
Spiel 2011
War eines der ganz wenigen Spiele, welches wir schon am Mittwoch einkaufen konnten. Und auch das nur mit sehr gutem Zureden auf Spanisch. Anscheinend war der Druck durch die Hallen-Security wirklich groß. Auch hier steht allerdings eine erste Partie noch aus.

Pax
von Irongames hat uns ebenfalls sehr gut gefallen. In den bisherigen Partien hatten wir dabei unterschiedlichste Spielkonstellationen zu bewältigen. Sicher ein Kandidat für den A la Carte-Preis. Aber: In diesem Jahr ist auch starke Konkurrenz unterwegs.

Bei MIL 1049
Spiel 2011
haben wir wirklich eine sehr konfuse Erläuterung erlebt. Was sich daraus mitgenommen habe ist, dass dieses Spiel anscheinend mit Mechanismen nur so überfrachtet ist. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob ich dem Spiel und dem Autor damit recht tue oder nicht, jedoch war es Grund genug gegen eine Einkaufsentscheidung.

Rallyman – Dirt
ist so ein Spiel, bei dem man nicht lange zögern muss. Das Grundspiel ist schon genial, da musste die Erweiterung einfach her. Wem Formula De zu rechtslastig ist, der sollte dieses Kleinod mal anspielen.

TF22
Spiel 2011
war ebenfalls ein Kandidat, der vor der Messe gehörig auf sich aufmerksam gemacht hatte. Ob dieses “aufmerksam machen” positiv oder negativ gedeutet wird, sei erstmal dahingestellt. Zugegebenermaßen überrascht hat mich jedoch, dass das Spiel eher ein Bausatz denn ein fertiges Spiel ist. Von daher für uns kein Kauf.

Zeitalter der Vernunft
war eines dieser Spiele, die erst am frühen Donnerstag zur Messe geliefert wurden. Der Spediteur hat Uli Blennemann (Realisation) dabei noch einen gehörigen Schrecken eingejagt. Hieß es doch am Mittwochabend plötzlich: “Wir wissen nicht, wo die Palette geblieben ist. Hier ist sie jedenfalls nicht…”
Glücklicherweise traf sie dann aber doch noch rechtzeitig ein, so dass das vorbestellte Spiel nun auf unserem Spieltisch liegt.

Avanti
Spiel 2011
Wie niedlich, schau doch mal die Autos…

Puerto Rico – Jubiläumsedition
Das Spiel wurde anscheinend unter Hochdruck fertig gestellt und recht ungeschützt auf Paletten verpackt. Viele Spiele wurden dadurch leicht eingedrückt – und für einen vergleichsweise günstigen Preis bei Händlern angeboten. Und ja, das Material rechtfertigt einen weiteren Kauf dieses phantastischen Spiels allemal.

Ankh Morpork
Spiel 2011
kam bei uns ebenfalls bereits vor der Messe auf den Tisch. Trotz des nach außen hin erweckten freakigen Eindruckes handelt es sich dabei wirklich um ein klassisches Familienspiel. Es kam in unseren Runden durchweg gut an. Jedoch muss ich zugeben, dass ich froh war, nicht derjenige zu sein, der auf Mehrheiten spielen musste. Kurz, flott, knackig, klasse.

Colonial
war der teuerste Blindkauf auf dieser Messe. Mit 60 Euro wirklich happig. Auch bei Abnahme größerer Mengen – wir hatten uns mit einem kleinen Trüppchen am Stand zusammengetan – war da nichts zu handeln. Das Material ist aber auch wirklich wunderschön. Sorgt aber auch für Entscheidungsnöte: “Welches ist das hübscheste Spiel der Messe, Colonial oder Upon a Salty Ocean?”

Zu Turmbauer
Spiel 2011
haben wir uns sogar noch auf der Messe die Regeln angeschaut. Dann die Regeln wieder in die Schachtel gelegt und das Spiel schnell zur Spieleausleihe zurückgebracht.

Tournay
kam mittlerweile schon einige Male auf den Tisch. Nicht zu unrecht stand dieses Spiel auf den diversen Top-Listen während der Messe ganz weit oben. Leider gefällt mir die Grafik vom Stil her nicht so sehr, dafür weiß das Spiel wirklich zu überzeugen.

Freitag
Spiel 2011
ist wirklich knackig, aber nicht leicht zu besiegen. Wobei ich insgeheim davon ausgehe, dass es rein mathematisch zu lösen ist. Kennengelernt haben wir es nach der Messe in der Spielwiese in Berlin.

Kingdom Builder
wird sicherlich nicht in die Analen der Spielegeschichte eingehen. Als lockeres Familienspiel hat es uns aber durchaus gefallen. Auch wenn manchmal die Kritik kommt, dass dieses Spiel doch arg belanglos ist.

Cité
Spiel 2011
hat, wie deutlich zu erkennen, einen beigefarbenen Spielplan. Blindkauf. Pflichtkauf. Hoffentlich hält das Spiel was die Schachtel verspricht.

Eclipse
war in meiner Wahrnehmung das am stärksten gepushte Spiel vor der Messe. Dies resultierte in einer Vorbestellung aufgrund der bereits verfügbaren Infos. Jetzt müssen wir nur noch endlich mal eine Partie spielen. Etwas unprofessionell war leider die Abwicklung der Vorbestellungen am Stand; aber es hat ja noch mal alles gut gegangen. :-)

Hawaii
Spiel 2011
hat uns auf der Messe vollauf überzeugt. Dem ganzen Tisch hat das Spiel hervorragend gefallen. Insofern nicht verwunderlich, dass es mittlerweile in unsere Sammlung integriert ist. Ich habe auf der Messe die Beschreibung gehört, dies sei ein klassisches Hans im Glück-Spiel. Dem kann ich nur beipflichten.

Space Mission
Spiel 2011
Und noch ein Spiel von einem der großen Verlage. Und ein weiteres, welches uns vollauf überzeugen konnte.

Trajan
weckt höchste Erwartungen. Autor, Redaktion und Verlag sind absolute Profis. Eine zweite Auflage ist bereits angekündigt. Was fehlt also noch? Nur die Zeit, endlich mal eine Partie anzugehen. Die bisherigen Berichte im Web lassen jedoch höchste Hoffnungen aufkommen. Ich freue mich auf dieses Spiel.

Bei Pret-a-Porter
Spiel 2011
von Portal habe ich, glaube ich, die surrealste Messeerläuterung mitgehört: der Erklärbär hat bei Zwischenfragen, die auf Englisch gestellt wurden, die ganze Zeit angemerkt: “No german please – please ask in english”. Ich saß daneben und dachte nur “häh?”. Das Spiel wusste jedenfalls als knallhartes Wirtschaftsspiel zu überzeugen. Und die Thematik, die finde ich super!

Singapore
hat mich wirklich sehr positiv überrascht. Nicht, dass ich Peer das nicht zugetraut hätte ;-) aber die ersten Partien waren wirklich klasse. Ich glaube, dass ich jetzt immer noch nicht alle möglichen Strategien durchblickt habe, die das Spiel erlaubt. Da werden mit Sicherheit noch viele Partien folgen – und ich freue mich darauf.

Meltdown 2020
Spiel 2011
war den einen zu makaber, den anderen zu seicht vom Spielablauf her. Uns hat es dennoch gefallen. So, dass wir letztlich das gesamte Neuheitenpaket von Corné gekauft haben.

Jagdfieber
Spiel 2011
Diese beiden jungen Männer haben uns übrigens unser 1. Spiel auf der Messe in diesem Jahr verkauft. Vermutlich schauen sie deswegen so glücklich aus. Jagdfieber ist in der Tat ein lockeres Familienspiel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. In den Vorberichten hatte ich bereits geschrieben, dass wir Runden hatten, in denen das Spiel völlig durchgefallen ist. Aber es gab auch Runden, in denen das Spiel sehr gut angekommen ist. Für mich überwiegt der positive Eindruck!

Autor: Jürgen Karla

Hat diese Webseite seit dem Jahr 2000 aufgebaut. Spielt liebend gerne alles mögliche - mit der Einschränkung von albernen Partyspielen vielleicht. Kümmert sich neben dieser Seite auch um spieleumfrage.de. Arbeitet im Hochschulbereich.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr








Okt 18

Spiel´11 – 2 Tage

Jürgen Karla,  2011      

So, die letzten operativen Aufgaben sind erledigt. Wichtig ist ein Link, unter dem in den nächsten Tagen die Photos von der Messe veröffentlicht werden: http://www.flickr.com/photos/spielbarcom/

Autor: Jürgen Karla

Hat diese Webseite seit dem Jahr 2000 aufgebaut. Spielt liebend gerne alles mögliche - mit der Einschränkung von albernen Partyspielen vielleicht. Kümmert sich neben dieser Seite auch um spieleumfrage.de. Arbeitet im Hochschulbereich.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr








Okt 16

Update: Spiel´11 – noch 4, nein, 3 Tage

Jürgen Karla,  2011      

ACHTUNG, Dieser Beitrag wird fortlaufend ergänzt…

Die Zeit bis zur Messe wird kürzer, d.h. so langsam startet auch die operative Vorbereitung für die Messe.
Ein erster Schritt dabei ist die Erstellung einer “Laufliste” für die Messe. Mit freundlicher Unterstützung von spielbox.de – und insbesondere Knut-Michael Wolf – fällt dem geneigten Spieler dies viel einfacher. So finden sich folgende Übersichten auf spielbox.de:
Druckversion 1: sortiert nach Ausstellern
Druckversion 2: sortiert nach Standnummern
Alle Spielregeln auf einen Blick

Mit freundlicher Genehmigung habe ich daraus heute eine OmniOutliner-Version erstellt, die für alle iPad-Nutzer auf der Messe vielleicht hilfreich sein wird:
Spiel2011.oo3

…derzeit arbeite ich daran, diese auf meine persönliche Messeliste zu reduzieren, welche dann später am Tag ebenfalls hier zu finden sein wird…

Update 1: Die von Peer heute morgen bereits angesprochenen Rezensionen zu Uluru und Kunterbunt vs. Dobble sind jetzt online.

Update 2: Gestern hat es nicht mehr geklappt, aber heute bin ich meine persönliche Neuheitenliste durchgegangen. Übrig geblieben sind gerade noch 175 Neuheiten, die ich mir gerne anschauen würde. Klingt nach Stress ;-) Hier die Neuheiten Jürgen.oo3. (Nur zur Info: Drain finden sich keine Goodies, keine bereits erworbenen Spiele und keine Vorbestellungen mehr)

Autor: Jürgen Karla

Hat diese Webseite seit dem Jahr 2000 aufgebaut. Spielt liebend gerne alles mögliche - mit der Einschränkung von albernen Partyspielen vielleicht. Kümmert sich neben dieser Seite auch um spieleumfrage.de. Arbeitet im Hochschulbereich.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr








Okt 14

Spiel´11 – Interview mit Ammonit Spiele

Jürgen Karla,  2011      

Ein weiterer deutscher Kleinverlag präsentiert auf der Messe sein Erstlingswerk. Wobei… von Erstlingswerk kann man bei dem erfahrenen Team, welches hinter Trajan von Ammonit Spiele steckt, fast nicht sprechen. Ich hatte die Möglichkeit, Rüdiger Beyer einige Fragen zu stellen:

Bitte stelle Dich und Deinen Verlag kurz vor!
Rüdiger Beyer, 57 Jahre, verheiratet, Ex-Hamburger in Mannheim lebend.
Ammonit gibt es seit Anfang 2011 – ein typischer Ein-Mann-Kleinverlag.

Du und das Entwicklerteam seid keine Unbekannten in der Spieleszene. Wie kam es zu der Entscheidung mit einem eigenen Verlag zu starten?
Bernd Dietrich und ich sind schon über 30 Jahre befreundet und haben bei Queen Games auch zusammen gearbeitet.
Bei einem Treffen von Stefan Feld, Bernd und mir kam es dann zu der Idee, wieder einmal zusammen eine Spieleproduktion zu machen. Kurz danach, Anfang dieses Jahres, trafen wir uns dann um konkret zu werden. Stefan hatte seine neusten Spielentwicklungen dabei und Trajan war das Spiel, daß Bernd und mir sofort gefiel.

Inwieweit war Eure Erfahrung in der Branche bei der Realisierung Eures Erstlings Trajan hilfreich?
Sehr. Bernd ist ja mit seiner Spielentwicklung selbständig und kann ein Spiel von A-Z produzieren. Stefans Prototyp war schon so weit entwickelt, daß nur noch geringe redaktionelle Entwicklung nötig war. Hilfreich war natürlich auch, daß wir auf unseren umfangreichen Fundus an Testspielern zurückgreifen konnten.

Wie ist Dein Verlagsprogramm strukturiert? Planst Du bereits weitere Spiele?
Ich möchte nur Spiele machen, die ich selbst gern besitzen möchte. In den letzten 40 Jahren haben sich so viele Spiele in der Wohnung angesammelt, daß für ein neues Spiel ein altes weichen muß – also haben eigentlich nur noch “Lieblingsspiele” eine Chance. Wenn ich ein Spiel bekomme, daß mich wirklich fesselt, werde ich wieder ein Spiel machen, vorausgesetzt Bernd hat dann auch Zeit, den Auftrag zu übernehmen.

Bitte erzähle uns mehr über Trajan!
Das schöne an Trajan ist, daß wir wieder einmal einen neuen und reizvollen Spielmechanismus haben. Dieser Mechanismus ist dem Mancala/Kalahah nachempfunden, nur da jeder seinen eigenen 6-Felder-kreis hat, funkt niemand dazwischen und man ist allein für seine Planung verantwortlich. Natürlich ist dieser Aktionskreis nur der Motor des Spiels und es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Siegpunkte mit diversen Strategien zu sammeln.

Trajan

Trajan

Wie habt Ihr Trajan entwickelt? Wieviele Testrunden habt Ihr gespielt, ging die Entwicklung geradlinig voran oder musstet Ihr Umwege nehmen?
Stefans Prototyp war schon sehr rund und frei von Bugs. Wir haben dann nur noch relativ wenig geändert und den Feinschliff gemacht. Anzahl der Testrunden? So viele, wie nur möglich waren – abgesehen von den unzähligen Runden, die Stefan für die Entwicklung brauchte und die Testrunden für’s Spielgefühl, Spiellänge und Spannungskurve, war dann ja noch das Austesten von Extremspielweisen nötig (Spieler kommen ja auf die ausgefallensten Ideen) und natürlich auch mit verschiedensten Spielercharakteren – das Spiel kann eine Menge ab, auch wenn man Regeln falsch auslegt…

Wie ist die Grafik entstanden?
Zunächst sollte es ein Spiel werden, das uns Dreien gut gefallen würde und dann sollte es sich auch noch vom gewohnten abheben. Klar, dass damit ein Spiel entsteht, das mangels Mainstream polarisieren kann, aber dieses Risiko kann man bei einem nicht für den Massenmarkt bestimmten Spiel eingehen. Jo Hartwig kennen wir schon viele Jahre und Bernd und ich schätzen seine hervorragenden Arbeiten. Er hat einen großen Teil der Arbeiten von seiner Freizeit abzwacken müssen – wenn das keine Freundschaft ist.

Wo wird man Euch auf der Messe in Essen 2011 finden?
Halle 9, Stand 9.64

Habt Ihr Interesse an Prototypen anderer Autoren?
Prototypen nicht gleich, aber Spielregeln lese ich mir gern durch. Woran ich interessiert bin habe ich schon gesagt.

Kurzbeschreibung zu Trajan von der Webseite des Autors
In Trajan verkörpern die Spieler wichtige Staatsmänner zu Zeiten Kaiser Trajans. Das Römische Reich erlebt seine Blütezeit unter dem “optimus princeps”.
Die Spieler agieren dabei in 6 verschiedenen Bereichen des Imperiums. Es gilt den Städtebau voranzutreiben, die Ausdehnung des Reiches im Blick zu behalten, den Seehandel auszubauen, den Senat zu lenken, das Volk zufrieden zu stellen und nicht zu Letzt die Gunst Trajans zum eigenen Vorteil umzusetzen.

Das Spiel wird dabei über einen Mechanismus gesteuert, der seinen Ursprung im Mancala-Prinzip hat. Jeder Spieler verfügt über ein Tableau, welches über sechs “Mulden” verfügt. In jeder Mulde befinden sich zu Beginn zwei farbige Steine, die im Uhrzeigersinn auf weitere Mulden verteilt werden können. Das Zielfeld der Verteilung gibt die Aktion vor, welche der Spieler ausführen darf. Bestimmte Farbkombinationen der Steine auf dem Zielfeld verhelfen zu weiteren Aktionen.
Durch die sich ständig ändernde Anzahl an Steinen in den Mulden, ergeben sich immer wieder neue Situationen, die sich durch geschickte Planung und etwas Voraussicht hoffentlich in maximale Siegpunkte umsetzen lassen.

Autor: Jürgen Karla

Hat diese Webseite seit dem Jahr 2000 aufgebaut. Spielt liebend gerne alles mögliche - mit der Einschränkung von albernen Partyspielen vielleicht. Kümmert sich neben dieser Seite auch um spieleumfrage.de. Arbeitet im Hochschulbereich.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr








Okt 13

Spiel´11 – noch 7 Tage

Jürgen Karla,  2011      

Spiele sind ja nicht die einzige Spielerei, die man sich so gönnt. Daher soll heute ein kurzer Abriss über die technische Ausstattung, die so üblicherweise über die Messe geschleppt wird, erfolgen. Diejenigen, die nur an den Spielen selbst interessiert sind, finden weiter unten einen kleinen Exkurs dazu.

Den Anfang der Technikausstattung machen natürlich die gängigen Smartphones, die mittlerweile omnipräsent sind. Sie ermöglichen einen Zugriff auf die hier beschriebenen Informationsseiten, um so immer auf dem Laufenden zu bleiben. Da lohnt sich beim Warten auf einen freien Tisch schon mal der Blick ins Internet, um zu schauen, welche Titel denn aktuell heiß gehandelt werden (twitter.com als Informationsquelle wurde ja schon hervorgehoben). Außerdem fungieren Smartphone & Co. bestens als Koordinationsinstrument für Tischgemeinschaften: “Wir sitzen gerade am Stand x-y und hier sind noch zwei Plätze frei.” – “Alles klar, sind in zwei Minuten bei Euch!”

Wem die Smartphones viel zu klein und unhandlich sind, der steigt auf die nächstgrößere Variante um und bringt sein Tablet mit zur Messe. Mit deutlich größerem Bildschirm steht dem Stillen des Informationshungers damit nichts mehr im Wege. In den nächsten Tagen werde ich noch einen Überblick über meine Software- und Datenbank-Ausstattung geben. Vermutlich am kommenden Wochenende werde ich nämlich meine Messevorbereitung abschliessen und alles vorbereiten, was so vorzubereiten ist.

Bleibt noch die Bildberichterstattung. Die einen nutzen die Kamera ihres Handys, andere arbeiten mit Kompaktkameras, die Profis sind mit der digitalen Spiegelreflexkamera unterwegs. Alle Systeme haben dabei Ihre Vor- und Nachteile. Ich selbst bin mir auch noch nicht ganz schlüssig, welche Kamera letztlich den Zuschlag bekommen wird. Vermutlich am Mittwoch die Spiegelreflex, aber an den Messetagen ggf. auch die kleineren Modelle. Wo die Bilder dann landen werden wird ebenfalls am Wochenende entschieden. Dazu also in den nächsten Tagen mehr Information.

Exkurs:
Zwischenzeitlich ist noch eine Vorbestellung hinzugekommen: Rallymaster – Dirt. Nachdem das Grundspiel im Frühjahr kaum noch vom Tisch runterkam, ist die Erweiterung natürlich Pflicht.
Außerdem konnten wir die ersten Messeneuheiten bereits Probe spielen:
The City von Amigo konnte dabei sehr überzeugen. Das Kartenspiel macht wirklich Laune und ermöglicht anscheinend viele unterschiedliche Wege zum Sieg.
Scheibenwelt – das neue Spiel von Martin Wallace, in Deutschland bei Kosmos erschienen – präsentiert sich überraschenderweise durchaus als spielerisches Leichtgewicht – was in diesem Fall als absolutes Lob zu verstehen ist. Die Runde hat wirklich Spaß gemacht.
Jagdfieber von Smiling Monster Games kam in einer Vielspielerrunde nicht so recht zum Zuge. Die Gruppe wollte sich aber auch nicht recht auf dieses lockere Kartenspiel einlassen. In einer weniger von Profis dominierten Runde hat das Spiel jedoch wirklich Freude gemacht.
A Few Acres of Snow – ein weiteres Spiel von Martin Wallace – ist bereits seit den Sommer erhältlich. Das bereits ausgeschüttete Lob für das Spiel ist definitiv nicht übertrieben. Für zwei Personen wird dies sicherlich ein Highlight der Messe werden.
Korsaren der Karibik hingegen ist bei uns eher gefloppt. Der Reiz des Spiels hat sich nur beschränkt entfaltet. Vier Mitspieler würden eher die Flucht ergreifen, nur zwei wollten am nächsten Spieleabend nochmal Pirat/Händler spielen.
Ruhm für Rom hingegen kam nun bereits mehrmals auf den Tisch. Auch wenn es zunächst etwas unübersichtlich daherkommt, von unserer Seite eine Empfehlung. Allerdings verschweigt die kleine Spielschachtel, dass man unbedingt in größere Spieltische investieren sollte, bevor man sich hier ran wagt ;-) Auf den kleinen Lookout-Tischen der Vergangenheit wird das auf der Messe eher nicht zu präsentieren sein :-)

Autor: Jürgen Karla

Hat diese Webseite seit dem Jahr 2000 aufgebaut. Spielt liebend gerne alles mögliche - mit der Einschränkung von albernen Partyspielen vielleicht. Kümmert sich neben dieser Seite auch um spieleumfrage.de. Arbeitet im Hochschulbereich.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr








Okt 07

Spiel´11 – noch 13 Tage

Jürgen Karla,  2011      

Heute soll eine kurze Erläuterung zur wichtigsten Informationsquelle während der Messe folgen.
Natürlich kann man – ganz offline – mehrmals täglich den Stand der Fairplay (10-47) besuchen und dort den jeweils aktuellen Zwischenstand der Scoutaktion nachverfolgen. Für viele ist dies eine der wichtigsten Informationsquellen während der Messe.

Will man in der Online-Welt unterwegs sein und aktuelle Infos erhalten, dann ist sicherlich Twitter das Mittel der Wahl. Twitter ermöglicht Nutzern das Schreiben von Kurzmitteilungen und stellt diese über seine Plattform bereit. Mächtiges Werkzeug ist dabei die Nutzung von Tags, die mit einem #-Zeichen verknüpft sind. Unter dem Tag “#Spiel11” findet man bereits jetzt viele Nachrichten rund um die diesjährige Messe. Auch spielbar.com wird Twitter nutzen; wie das ausschaut, sehen Sie z.B. hier unten auf der Seite im rechten Seitenframe. Eine Liste von Twitter-Nutzern der Messe aus dem Jahr 2009 finden Sie unter folgendem Link. Eine allgemeine Liste rund um Brett- und Kartenspiele finden Sie hier.

Wenn Sie mit Ihrem mobilen Endgerät auf der Messe unterwegs sind, können Sie Twitter insbesondere darüber nutzen. Nur eine mögliche Software von vielen ist Echofon, welches für viele Plattformen verfügbar ist.

Autor: Jürgen Karla

Hat diese Webseite seit dem Jahr 2000 aufgebaut. Spielt liebend gerne alles mögliche - mit der Einschränkung von albernen Partyspielen vielleicht. Kümmert sich neben dieser Seite auch um spieleumfrage.de. Arbeitet im Hochschulbereich.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr








Okt 05

Spiel´11 – noch 15 Tage

Jürgen Karla,  2011      

Neben vielen Webseiten, die Berichte vor der Messe veröffentlichen, erscheinen kurz vor der Messe auch Ausgaben der drei großen deutschsprachigen Spielezeitschriften.

Spielbox

Die fünfte Ausgabe der Spielbox erscheint nach Verlagsinformationen um den 10. Oktober wieder mit einigen exklusiven Add-Ons für beliebte Spiele. Das sind diesmal vier neue Spielertableaus zu “Die Burgen von Burgund” von Alea, dem Gewinner der diesjährigen Frühjahrumfrage. Außerdem sind Zusatzkarten zu “Risiko Evolution” enthalten, ein Spiel, welches auf der Messe sicherlich auch einige Beachtung erhalten wird.
Der Verlag hat sich als Beigabe zusätzlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen:
Das 3. “Spiel im Heft” aus der Martin-Wallace-Serie mit dem Titel “Das Ende des Römischen Imperiums”. Hierzu kann wieder das Spielmaterial aus Heft 2/2011 verwendet werden.
Bereits erschienen ist darüber hinaus der “Kramer-Almanach” mit einer ebenfalls exklusiven Erweiterung zu Asara “Die Gaben des Kalifen”.

Auf der Messe wird auch das “spielböxchen 2011″ – zum Thema Kinderspiele – kostenlos an Stand 11-18 erhältlich sein. Ansonsten kann es gegen eine geringe Versandkostenpauschale im Webshop der Spielbox bestellt werden.

Fairplay

Auch die Fairplay erscheint pünktlich zur Messe und bietet u.a. die folgenden Inhalte:
Reportagen und Kommentare zu Meisterschaften, dem Herner Spielewahnsinn, barrierefreiem Spielen und zum Deutschen Spielepreis. Neben Interviews mit Axel Schlecker und Stefan Feld sind außerdem die folgenden Rezensionen angekündigt: Florenza, Strasbourg, Angriff der Aliens aus dem All versus die Akte Whitechapel, Mount Drago, Cross Boule C3, De Vulgari Eloquentia, Merkator, Civilization, Villen des Wahnsinns und A few Acres of Snow.
Auf der Messe findet man die Fairplay-Redaktion an Stand 10-47. Dort wird auch die jährliche Fairplay-Scoutaktion organisiert, die jedes Jahr für gehöriges Aufsehen sorgt.

Spielerei

Die Spielerei hat in diesem Jahr einen neuen Platz auf der Messe und findet sich nun an Stand 12-26. Das Magazin kooperiert mit der Redaktion von Hall9000 und führt auf der Messe u.a. die Kleinverlagsrallye durch. Hier gibt es in jedem Jahr tolle Preise zu gewinnen. Die Zeitschrift feiert in diesem Jahr außerdem ihren 25. Geburtstag. Als Geburtstagsgeschenk verschenkt die Spielerei den Zugspieler-Stein. “Wer kennt nicht die Frage: “Wer ist am Zug?”. Oder die Spielsituation: Kurze Pause während des Spiels und danach weiß keiner mehr, wer am Zug war? Diese Fragen werden nun durch den Zugspieler-Stein geregelt. Hat jemand seinen Zug beendet oder gibt es eine Unterbrechung im Spiel, sehen die Mitspieler an Hand des Zugspieler-Steins, wer an der Reihe ist!”

Auch internationale Spielezeitschriften haben das Thema Messe natürlich auf der Agenda. Ich freue mich über diesbezügliche Ergänzungen hier in den Kommentaren!

Autor: Jürgen Karla

Hat diese Webseite seit dem Jahr 2000 aufgebaut. Spielt liebend gerne alles mögliche - mit der Einschränkung von albernen Partyspielen vielleicht. Kümmert sich neben dieser Seite auch um spieleumfrage.de. Arbeitet im Hochschulbereich.

Weitere Beiträge - Webseite

Follow Me:
TwitterFacebookGoogle PlusFlickr