Kunterbunt vs. Dobble

Peer Sylvester,  16. Oktober 2011

Name: Kunterbunt
Autor: Reinhard Staupe
Verlag: Amigo
Für 2-8 Spieler ab 5 Jahren
Spieldauer: 10-15 Minuten

Name: Dobble
Autor: Denis Blanchot
Verlag: Asmodee
Für 2-8 Spieler ab 6 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Minuten.

Zwei Autoren ein Gedanke? Oder steckt mehr dahinter? Ich habe mich bereits mit dem „Fall Kunterbunt/Dobble“ befasst. Was ich nicht getan habe, ist ein Vergleich der beiden Spiele. Also: Es folgt ein ganz unemotionaler Zweikampf!

Material:
In der Amigo-Blechschachtel kommt Kunterbunt daher. Es besteht aus 15 Bildtafeln, alle zeigen dieselben Motive, allerdings sind die Farben unterschiedlich. Zwei Karten haben jeweils ein Motiv gemein, dass auch farblich übereinstimmt.

Dobble kommt in einer runden Blechschachtel mit 55 runden Karten. Auf den Karten sind unterschiedliche Symbole, lediglich zwei Symbole sind jeweils identisch (inkl. Farbe), lediglich die Größe kann unterschiedlich sein.

Spielablauf:
Bei Kunterbunt werden zwei Tafeln aufgedeckt. Wer das übereinstimmende Symbol findet, tut dies kund und bekommt die Karte. Wer die meisten Tafeln findet gewinnt.

Dobble bietet verschiedene Spielweisen, doch im Prinzip läuft es darauf hinaus, dass man seine eigene Karte mit einer gemeinsamen Karte oder mit den Nachbarkarten vergleicht und wer als erstes das gemeinsame Symbol findet, der bekommt die Karte (oder er gibt eine ab, je nach Variante). Dadurch wechselt die Auslage. Wer die meisten Übereinstimmungen findet, ist Sieger.

Fazit:
Beide Spiele sind natürlich sehr ähnlich, basieren doch beide auf dem Prinzip, schnell Unterschiede / Gemeinsamkeiten finden zu müssen. Doch es gibt subtile Hinweise, was die Zielgruppe betrifft – und damit ist nicht das Einstiegsalter gemeint.
Kunterbunt ist klarer, regeltechnisch einfacher und langsamer. Man muss i.A,. genauer gucken, um die Karten zu vergleichen und man vertut sich schneller.
Dobble dagegen ist schneller und vor allem dynamischer, da die Karten schneller wechseln. Da manchmal dasselbe Symbol mehrfach auftaucht, kann ein Spieler manchmal 2-3 Karten kurz hintereinander abschießen, was auch etwas glücklicher ist. Die verschiedenen Spielweisen sorgen für Abwechslung.
Insgesamt ist Kunterbunt eher ein Kinderspiel, mit dem Eltern und Kinder gemeinsam Freude haben werden. Dobble richtet sich dagegen mehr auf die Partyspiel-Runde voller Erwachsene und weniger an Familien. Beide bedienen ihre Zielgruppe gut. Da ich mich mehr in der zweiten Zielgruppe zuhause fühle, würde ich eher Dobble wählen. Da ich ab und an mit meiner Fünfjährigen Nichte spiele, spiele ich Kunterbunt häufiger.

Peer Sylvester

Über den Autor

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.

Peer Sylvester – who has written posts on www.spielbar.com.


1 Kommentar zu “Kunterbunt vs. Dobble”

  1. Update: Spiel´11 – noch 4, nein, 3 Tage schreibt:

    [...] 1: Die von Peer heute morgen bereits angesprochenen Rezensionen zu Uluru und Kunterbunt vs. Dobble sind jetzt [...]

Einen Kommentar schreiben