Apr 29

Meine Leser sind überdurchschnittlich intelligent.

Natürlich sind sie das, sonst würden die ja nicht meinen Blog lesen! Das bedeutet aber auch, dass ich sie auch entsprechend behandele. Mir fällt immer mehr auf, wie sehr ich es hasse, wenn ich von anderen bevormundet werde, wenn mir gesagt wird, wie ich bestimmte Dinge (Spiele, Preise, Verlage) zu finden habe. Entsprechend versuche (!) ich dies auf meiner Seite ein Stückweit zu vermeiden. Wenn Peter Rustemeyer und ich uns über den Begriff „Partyspiele“ streiten, dann tun wir das auf Augenhöhe. Natürlich tun wir das; wir sind ja beide erwachsen.

Um möglichen Strohpuppen vorzugreifen: Das heißt nicht, dass ich keine Kritik üben darf/will/kann. Natürlich, werde ich meine Sichtweise darstellen, wenn mir etwas nicht passt. Selbstzensur liegt mir nicht gerade, wie mir sicherlich jeder Leser hier bescheinigen wird. Aber es ist eben meine Sichtweise, nicht die von Gott.

Warum ich das alles erwähne? Weil es Auswirkungen auf andere Bestandteile des Blogs im allgemeinen und der Spieleszene im besonderen (respektive umgekehrt) hat: Rezensionen, Umgang mit anderen Blogs/Spieleseiten/Verlagen, Spielepreise. Und alle drei Dinge lassen sich darauf zurückführen, dass ich meine Leser als gleichberechtigt ansehe. Ehrlich gesagt, halte ich dieses Faktum  für eine solche Selbstverständlichkeit, dass ich es nicht erwähnen müsste, aber wie mir in diversen Formen immer wieder vor Augen geführt wird, sieht die Realität leider anders aus.

Rezensionen: Wie in der Rezi von Automania bereits geschrieben: Ich versuche (!) immer mehr auf abschließende Fazits zu verzichten. Ich weiß, dass das viele Leute unpraktisch finden, denn oft will man ja schnell gucken, wie andere Leute das Spiel finden. Und das ist in Ordnung – es gibt genug andere Seiten. Meine Leser ernst zu nehmen bedeutet eben auch, dass ich durchaus nicht so tue, als wäre die Spielbar die einzige Reziseite. Nein, wir sind ein Angebot unter vielen. Das ist entspannend: Ich muss nicht alles abdecken, sondern kann mich auf das beschränken, was ich gerne vermitteln will. Meine Leser sind intelligent genuzg zu wissen, was sie von meinen Rezis erwarten können und werden sich die dann durchlesen, wenn sie genau das brauchen/wollen. Insbesondere sind das auch keine scharfen Urteile. Ich bin kein Scharfrichter – denn mir ist immer bewusst, dass es andere Meinungen gibt. Wichtig ist, dass sich der Leser eine Meinung bilden kann und dass er meine Meinung kennt. Was er damit anfängt überlasse ich ihm.

Umgang mit anderen: Ich kritisiere ja durchaus gerne Aussagen von anderen. Das ist Bestandteil der Diskussionskultur: Ich sehe X anders als Du und zwar aus diesen Gründen —. Was ich versuche (!) nicht zu tun, ist andere zu belehren, was sie zu tun oder zu lassen haben. Ich weiß, welche Art von Rezensionen oder Verkaufspolitiken ich ablehne (und warum) ,aber ich spiele mich nicht zu deren Richter auf und erklären denen, was diese Seiten/Verlage alles falsch machen. Ich habe die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen! (Und – das habe ich schon irgendwo mal erwähnt – ich hasse es belehrt zu werden. Also lasse ich es selbst. Was man nicht will, was man dir tut…) Entsprechend werde ich in Zukunft versuchen (!) keine Negativbeispiele zu bringen (zumindest nicht mit Namen), sondern stattdessen Positivbeispiele für gelungene Dinge. Positive Beispiele helfen dem Leser viel besser als negative, denn jeder kann etwas mit guten Seiten/Spielen/Verlagen anfangen, aber nur sehr wenig mit schlechten (Zufällig ist das auch das Credo von Beeple: Wenn wir Webseiten gut finden, dann sagen wir das auch, natürlich auch -gerade! –  wenn die nicht bei Beeple sind. Bei allem anderem wäre ich auch nicht an Bord – aber das kann sich eigentlich auch jeder denken, der mich kennt)

Spielepreise: Der einzige Grund für diesen Absatz ist dass ich a) nicht einen eigenen Blogpost verfassen wollte vor llem weil ich  b) schon sehr viele Blogposts zu diesem Thema verfasst habe. Mein Gott, dass ist ein Thema, dass die Gemüter überproportional beschäftigt! Nenne irgendetwas „Preis“ und schon kommt Empörung! Lasst mich ein bisschen ausholen:

2001 schuf Erhard Portner im Spielboxforum den „Portner“. Das war nichts anderes als seine Lieblingsspiele in dem Jahr, aber er war damit so ziemlich der erste, der das „Preis“ nannte und er machte dies EXPLIZIT weil er zeigen wollte, dass niemand eine Jury (oder eine Einzelperson) legitimisieren muss, um einen Preis ins Leben zu rufen. Man macht es einfach. Das Publikum nimmt den Preis an oder nicht, das Publikum leitet von dem Preis eine Kaufempfehlung ab oder nicht und die ausgezeichneten Personen/Verlage/Autoren freuen sich oder nicht. Manche Preise werden von vielen als Kaufempfehlung genutzt und manche nicht. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Dennoch regten sich jedes Jahr eine überraschend große Anzahl von Leuten darüber auf, dass es diesen Preis gibt und forderten Erhard auf, den Preis in Zukunft nicht mehr zu vergeben. Warum habe ich nie verstanden (*).

Damit habe ich auch den Sinn von Preisen benannt: Sie ehren die ausgezeichneten und bieten eine (positive!) Kauforientierung. Als Autor freue ich mich über jede Auszeichnung, die ich bekomme und natürlich freue ich mich über manche Auszeichnungen mehr als über andere. Als Konsument orientiere ich mich an manchen Preisen mehr als andere. Das ist nur natürlich. Das heißt aber nicht, dass es die anderen nicht geben düfte – ein Preis, der mir nicht hilft, nimmt ja den Preisen, die mir helfen keinen Lebensraum weg oder so. Ich ignoriere den Großteil der Preise, die vergeben werden und das gelingt erstaunlich gut. Ich muss mir den Portner nicht durchlesen, wenn der mich nicht interessiert.

Und damit kommen wir zum Beeple Award. „Der hat doch keine Aussage“ ist falsch – er hat die Aussage „Diese Blogger finden das Spiel gut“. Was der Leser mit dieser Aussage anstellt, darf der Leser entscheiden. Er kann entscheiden, dass er sich einen Dutt darum schert, welches Spiel diese Blogger gut finden. Natürlich kann er das! Haben wir jemals etwas anderen behauptet? Vielleicht finden einige Leser den Preis hilfreich, vielleicht auch nicht.

Diese Entscheidung überlassen wir aber gerne unseren Lesern. Denn die sind überdurchschnittlich intelligent. Wir müssen die nicht bevormunden.

Amen!

Peer

 

(*) Eingeschobener Rant: Es heißt bei sowas gerne „Preis X braucht niemand“. Natürlich nicht. Menschen brauchen zum Leben eigentlich nur Luft, Wasser, Nahrung, eventuell ein paar Medikamente und einen gewissen Mindeststandard an Hygiene und Schutz vor den Elementen. Für alles darüber hinaus (Autos, Spielepreise, Kanarienvögel, Differenzialrechnung, Internet) kann man argumentieren, dass man das nicht „braucht“.

 

Peer Sylvester

Über den Autor

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.

Peer Sylvester – who has written posts on www.spielbar.com.






15 Kommentare zu “…und als nächstes der Weltfrieden – Peer übt sich in Selbstreflexion und -beweihräucherung”

  1. Michael schreibt:

    Peer, auf dem falschen Fuß erwischt?

    Ich weiß nicht, welchen Anlass dieser Artikel hat. Bezgl. Beeple Award: Den habe u. a. ich kritisiert. Leider gehst du auf Kritipunkte aber nicht ein.

    1. Der Preis hat wenig Aussagekraft, weil zu viele in zu kurzer Zeit ausgezeichnet werden und der Wahlmodus sehr beliebig ist. Es gibt keine Kriterien, die in irgendeienr Weise gelten. Außer: Einer schlägt vor und 75 % müssen zustimmen. Wow, so kann theoretisch fast jedes wenigstens nettes Spiel den Award bekommen.

    2. Ich habe u. a. gesagt, dass ein Spieletipp einer Redaktion mit 20 – 30 Mann (und Frauen natürlich) nicht wenier relevant ist. Da stehen sogar mehr Leute hinter und geben der Empfehlung mehr Substanz. Ja, ich weiß: Machen sie aber nicht und ihr sagt eben, was ihr toll findet. Super. Was heißt das? Dass ein paar eurer Spieleblogger aus dem Netzwerk das Spiel toll findet? Toll! Was hilft es? Irgendwie nicht viel. Daraus einen Award zu stricken … Na ja, ich käme nicht auf die Idee, schon gar nicht ohne klare inhaltliche Kriterein, was ein Award-Träger ausmachen muss.

    3. Ich glaube nicht, dass einige eurer Mitglieder sich beim Award von finanziellen Erwägungen leiten lassen. ABER: Wer ein Format veröffentlicht, das nicht nur werbefinanziert, sondern explizit gesponsort (was ggf. Auswirkungen auf die Spieleauswahl im Format hat) ist, ist für mich kein besonders guter Kandidat, ein Spiel vorzuschlagen. Da ist die Abhängigkeit von Verlagen einfach zu groß. Die Jury Spiel des Jahres zum Beispiel legt großen Wert auf Unabhängigkeit ihrer Jurymitglieder.

    Musst du alles nicht genau so sehen, ich hätte mir nur gewünscht, dass diese an entsprechender Stelle genannten Punkte auch angesprochen worden wären. Das Pseudozitat „Der hat doch keine Aussage“ stammt immerhin nicht von mir (oder ist falsch), daher geht es möglicherweise auch um ganz andere Kritiker der Kritiker …

    Abgesehen davon ist Kingdomino ein richtiges gutes Spiel und du schreibst interessante Artikel. 🙂

  2. Peer Sylvester schreibt:

    Ich kann mich nur wiederholen: Für mich ist die Aussage „Wir finden das Spiel gut“.
    Eine andere Aussage kann ein Spielepreis auch kaum haben, außer er hat jetzt eine spezielle Ausrichtung, wie z.B. der Lernspielpreis.
    Der Mensa-Award sagt aus: Dieses Spiel mögen Mensa-Mitglieder!
    Der DSP-Preis: Dieses Spiel mögen (und kennen) die Abstimmenden Spieler!
    Der Golden Geek Award: Dieses Spiel mögen (und kennen) die Leute, die bei BGG gelistet sind!
    Der Goblin Magnifico (den ich mal gewonnen habe, deswegen erwähne ich ihn): Dieses Spiel mag eine Jury aus italienischen Spielern!
    Der Sylvester: Dieses Spiel mag ich!
    Der Beeple-Award: Dieses Spiel mögen wir!
    Der International Gamers award: Diese Spiele mögen die „International Gamers“
    Der Meeple Choice Award: Diese Spiele mögen die Spielfrieks-Newsgroup-Leute
    usw. usf.
    Der Unterschied ist immer nur die Gruppe, die den Preis vergibt. Ja, die Verfahren sind z.T. unterschiedlich, aber ehrlich gesagt ist mir nicht klar, wieso das konkrete Abstimmungsverfahren irgendetwas an der Aussage eines Preises ändert.
    Der Punkt ist der: Wenn ich merke, die Preisträger passen zu meinem Geschmack, dann werde ich mir die zukunftigen Preisträger auch näher ansehen. Wenn nicht dann nicht (und das gilt nicht nur für Spielepreise – so interessiert mich der Dick mehr als der Hugo, weil dort in der nahen Vergangenheit für meinen Geschmack interessantere Büchere ausgezeichnet wurden). Das ist alles was ich an „Aussage“ brauche, denn dass ist alles, was ich als Aussage erwarte.
    So einfach ist das!

  3. Michael schreibt:

    Wenn du meinst, dass du nicht mehr „Aussage“ benötigst, dann ist das ja schön. Andere dürfen das aber anders sehen. Und, nein, nicht „so einfach ist das“, sondern so einfach machst du dir das bzw. siehst du das. 😉

    Was die Vergabe angeht, übersiehst du, dass fast alle Auszeichnungen eine sehr klare Basis und klare Kriterien haben, die vor der Vergabe greifen. Einziges Kriterium bei euch ist offenbar, dass einer – aus welchen Beweggründen auch immer und sei es entsprechende Laune – vorschlägt und genug zustimmen müssen. Und eben das IST beliebig. Doch! Erst recht in der Frequenz.

    Wie gesagt, darfst du anders sehen und natürlich darfst du dir es auch einfach machen. Ein Award mit Logo und allem Pi-pa-po ist aber etwas „Offizielles“ (sonst würdet ihr es anders machen). Da ist schon ein bisschen mehr Substanz wünschenswert als ein „Die Mehrheit von uns wenigen Bloggern findet dieses zufällig von einem von uns vorgeschlagene Spiel gut“.

    Wenn du das Gefühl hast – und so scheint es durch den Blog -, dass ihr euch auf den Schlips getreten fühlt, wenn das und anderes jemand anmerkt, ist es schade.

    Und dann noch einmal der Hinweis, dass – falls es vorrangig um meine Kritik gegangen sein sollte – weder das Zitat korrekt ist, noch ich empört bin. Ich habe keine Ahnung, was Anlass dieses Blogs war. Vielleicht gibt es ja noch mehr Kritik. Dann wiederum ist es aber eben vielleicht wirklich nicht so einfach, wie du meinst, nicht wahr?

  4. Peer Sylvester schreibt:

    „Was die Vergabe angeht, übersiehst du, dass fast alle Auszeichnungen eine sehr klare Basis und klare Kriterien haben, die vor der Vergabe greifen. “
    Da hätte ich gerne ein paar Beispiele – was für Kriterien haben denn die von mir genannten, die im Wesentlichen über das von mir gesagte hinausgehen?

    „Da ist schon ein bisschen mehr Substanz wünschenswert “
    Wünschenswert von Dir. Wäre aber schon schön, wenn du genauer spezifizieren würdest, was dir denn nun genau fehlt. „Substanz“ als Schlagwort ist doch etwas substanzlos 😉

    „Wenn du das Gefühl hast – und so scheint es durch den Blog -, dass ihr euch auf den Schlips getreten fühlt, wenn das und anderes jemand anmerkt, ist es schade. “
    Äh, Nein.
    Wenn Du mit Deinem letzten Absatz meinst, dass ich das alles nur geschrieben habe, weil du dich irgendwo beschwert hast, dann: Nein. Ich habe oben den Portner als Beispiel gesetzt, eben weil es durchaus eine Reihe von Leuten anders sieht. Das heißt aber nicht, dass ich das auch so sehen muss. Zmmal ich bislang immer noch kein Beispiel dafür gehört habe, was denn eigentlich erwartet wird.
    Es gibt, grob gesagt, drei Arten von Auszeichnungen:
    Nummer 1 Will mit einem hohen Preisgeld oder zumindest Pressenachrichten oder so, bestimmtes Verhalten loben oder bekämpfen. Das wäre z.B. der Nobelpreis, der Tiptree Award oder der Preis für Zivilcourage. Im Brettspielbereich fällt mir da nicht viel ein.
    Nummer 2 und 3 sind meistens in bestimmten Verhältnissen vermischt:
    2 will in erster Linie ehren, 3 in erster Linie informieren. Der DSP ist ein reiner „Ehrungs-Preis“, denn um den zu gewinnen muss man ja bereits bekant sein. Der SdJ ist in der Hauptintention ein „Informations“-Preis“, d.h. ein Preis, der „Unwissenden“ Spiele vorschlagen möchte (und das durchaus mit Erfolg. Und ja es gibt das Kriterium, dass die Spiele das „Kulturgut Spiel fördern“ will, aber was das heißt bleibt im dunkeln und ich würde auch argumentieren, dass hier in erster Linie darum geht, dass das Spiel bei der Jury ankommt).

    Der Beeple-Award ist in meinen Augen klar letztere Kategorie. Er ist eine Kaufempfehlung. Warum man die nicht „Award“ nennen darf, ist mir nicht klar. Und du hast auch noch kein Argument dafür gebracht.

    Also noch einmal in asller Deutlichkeit: Man darf den Award natürlich kritisieren. Aber wenn ich/wir auf Kritikpunkte eingehen können sollen, dann setzt das auch vorraus, etwas genauer zu spezifizieren, was eigentlich kritisiert wird, außer „Für mich hat der keine Aussagekraft“. Das ist eine Nullaussage. Denn andere Leute, andere Meinungen…

  5. Peer Sylvester schreibt:

    Und noch eine kurze Ergänzung zum Thema „offiziell“ – Ich habe den Portner mit Absicht erwähnt – es gibt keine Autorität, die Spielepreise „offiziell“ macht. Jeder kann einen gründen. Das scheint dich zu stören und ich weiß nicht warum…
    (Der Portner hatte übrigens auch ein Logo).

  6. Michael schreibt:

    „Aber wenn ich/wir auf Kritikpunkte eingehen können sollen, dann setzt das auch vorraus, etwas genauer zu spezifizieren, was eigentlich kritisiert wird, […]“

    Ähm: Steht doch oben! Gehst du aber immer wieder dran vorbei.

  7. Peer Sylvester schreibt:

    Also: Deiene Kritikpunkte sind
    a) Es werden zu viele Spiele ausgezeichnet – Meine Frage: Wieso macht es für dich einen Unterschied ob wir mehrmals im Jahr einen Preis ausgeben, oder obn -wie beim Mensa Award oder Spiel der Spiele oder Golden Geek z.B. mehrere Spiele einmal im Jahr ausgegeben werden?

    b) Wieso ist unser Wahlmodus beliebieger als der vom Mensa Award oder Spielfrieks oder auch der der Jury? Immer schlägt einer ein Spiel vor und die anderen Stimmnen zu oder lehnen ab.

    c)Zu deinem zweeiten Punkt habe ich schon viel geschrieben. Der International Gamers Award schreibt z.B. „The International Gamers Awards were created to recognize outstanding games and designers, as well as the companies that publish them. The awards are truly international in scope, with committee members representing countries throughout the world.“ Das heißt aber auch nichts anderes als „Wir finden die Spiele besonders gut!“ und das ist dieselbe Aussage wie bei Beeple. Noch einmal also: Ist der IGA auch kein richtiger Award? Wenn doch warum?

    Ansonsten verstehe ich immer noch nicht was du mit Substanz meinst. Vielleicht bin ich doof. Erkläre mir: Wieso hat der International Gamers Award z.B. mehr Substanz als wir? Das sind auch nicht mehr Leute als wir. Und es sind auch Blogger.

  8. Peer Sylvester schreibt:

    Ich habe sas Sponsoring erst einmal rausgenommen, weil ich gar nicht wusste, was du damit meinst. Ich weiß es immer noch nicht genau, nehme aber an, du meinst das nehmen von Rezensionsexemplaren und das Schalten von Werbung, richtig?
    Das ist durchaus ein kontroverser Punkt. Was Rezi (und gelegentlicht Preise) betrifft: ich kenne keinen Jurypreis, der rein auf Selbstverpflichtung zum Kaufen besteht. Das wurde natürlich sogar bei der Jury schon kritisiert, also können wir da auch gerne drüber diskutieren – allerdings sehe ich nicht, wieso der Award dadurch an Aussage verliert.
    Was Werbeeinnahmen betrifft: Da würde ich a) dagegenhalten, dass auch das durchaus üblich ist. In Computerspielheften z.B. werden auch Preise vergeben und die sind auch absolut abhängig von Sponsoren. Aber, ja, darf man kritisch sehen. Würde aber auch hier dagegenhalten, dass hier der Beepleaward nicht betroffen ist, denn der Anzahl der Werbefinanzierten Seiten ist ja geringer als 25%. Damit ist das aber eine ganz andere Diskussion, losgelöst vom Award selbst.

    (Ich selbst stehe auf dem Standpunkt: Es muss transparent sein, dann kann der Leser entscheiden, wie und ob er den Preis ablehnt. Wie du siehst belibe ich dabei, dass das Publikum entscheiden soll. Und dann muss man sehen, ob es sinnvoll ist weiterzumachen oder nicht).

  9. Tobias schreibt:

    Scheinbar macht es Spaß Awards zu vergeben. Ich habe mich schon über die Zeit und Energie gewundert, die von manchem User bei den unknonws-Awards reingesteckt wurden. Nun macht Beeple also auch einen Award und sind dann noch frech genug, den gleich innerhalb von x Wochen mehrfach zu vergeben.

    So what? Sollen Sie doch machen. Warum nicht?

    Und wie genau die Preisträger bestimmt werden, interessiert mich auch wenig – da ich diesen Preis ohnehin als ziemlich belanglos empfinde. Aber wenn ein Großteil das anders sieht, dann wohl deshalb, weil sie sich selbst in diesem Preis wiederfinden – womit er eben wieder eine Bedeutung bekommen hat.

    Ich war auch großer Fan der „Portners“ – nicht wegen der damit ausgezeichneten Spiele, sondern weil jemand die Chuzpe hatte, so etwas einfach mal zu machen und der „Szene“ ein wenig den Spiegel vorzuhalten. Und hat dieser Preis irgendwem geschadet? Schadet der Beeple-Award jemanden oder der unknowns-Award? Ich wüsste nicht, wie. Und deshalb ist es mir auch herzlich egal.

    Lasst doch einfach mal die Leute machen, was sie gerne machen wollen.

  10. Michael schreibt:

    Falsch, Peer. Ich meine explizit das, was ich geschrieben habe. Woher Rezensionsexemplare kommen oder wer sich durch Werbung finanziert, spielt keine Rolle, auch wenn das die große Jury für sich anders sehen mag. Mir geht es um fehlende Unabhängigkeit durch gesponsorte Formate. Das ist etwas völlig anderes. Abgesehen von einem Verlagsvertreter unter euch.

    Zum Rest: Ist müßig. Du hast halt eine andere Meinung. Ist doch schön.

  11. Peer Sylvester schreibt:

    Ja ist schön 🙂

    Allerdings ganz ehrlich: Mir fällt auf, dass du die Diskussion beendet, wenn du konkret werden sollst. Schade.

  12. Michael schreibt:

    Ähm. Nein. 😛

    Ich habe eher das Gefühl, dass du die Kritik nicht nachvollziehen kannst oder willst. Daher ist es müßig (und mühevoll). Ich habe detailliert geäußert, was ich kritisiere. Du hingegen sagst immer wieder, dass der Award nur das sein soll, was du meinst, und dass die Leser entscheiden.

    Bzgl. anderer Auszeichnungen noch der vielleicht deutliche Hinweis: Den Mesa Select kann zum Beispiel ganz genau eben nicht jedes Spiel bekommen. Ebenso wenig wie das Spiel des Jahres. Beide haben ganz klare Kriterien, an denen sich die Wähler orientieren. Und genau das ist eben schon ein erheblicher Unterschied zu eurem Preis. Genau diese Beliebigkeit, die du mit warmen Worten als Empfehlung der Blogger verteidigst, kritisiere ich eben. Und genau aus den von mir oben ausgeführten Grunden empfinde ich den Preis als gehaltlos. Es wäre etwas anderes, wenn ein nachvollziehbares System vorhanden wäre.

    Könnt ihr ja alles so machen. Aber warum regt ihr euch dann über Kritik auf? Und genau das machst du in deinem Artikel natürlich schon, nicht wahr? Und nur deshalb habe ich kommentiert. Wenn ihr ernst gemommen werden möchtet, gebt eurem Award mehr Struktur, mehr Logik und halbwegs nachvollziehbare Kriterien, die über ein „gefällt uns“ hinausgehen.

    Was Transparenz angeht, würde ich euch noch einmal nahe legen, über zumindest theoretisch mögliche Abhängigkeiten zu reflektieren. Die Jury hat ihr System nicht ohne Grund. Ein Preis, den Macher von gesponsorten Formaten (nicht allgemeine Werbung!) und Verlagsmitarbeiter mitbestimmen, ist eben mal mindestens schwierig, so unabhängig sie in der Realität auch bewerten mögen. Dass ihr das selbst nicht einmal bemerkt, ist irgendwie … „komisch“.

  13. Peer Sylvester schreibt:

    @Tobias: Danke für den Beitrag – genau so ist es gemeint!

    @Michael
    Ich bin oben auf deine Kritikpunkte eingegangen SOWEIT ICH SIE VERSTEHE. Ich habe gezielt nachgefragt, was ich nicht verstehe und Du hast nicht drauf geantwortet. Was soll ich dann machen? Mir sind aber die Kritikpunkte z.T. viel zu unkonkret gewesen – wenn du nur von „Substanz“ redest, kann ich mir darunter nichts vorstellen. Das ist nur eine Worthülse, keine konstruktive Kritik. „Konstruktiv“ bedeuet, dass ich/wir dann hinterher genau wissen, was wir ändern sollen. Das war bis zum letzten Posting nicht der Fall. Wenn du deine Meinung äußern willst ist das legitim, aber das ist dann noch keine _konstruktive Kritik_, die man annehmen könnte und auch kein Diskussionsbeitrag, den man diskutieren kann – es ist eben deine Meinung, Basta!
    . Deine _Meinung_ kann ich aber eben nur zur Kenntnis nehmen.

    Wenn ich aber durchaus mehrere Argumente bringe, auf Punkte eingehe und NACHFRAGE und der andere sich schlicht verabschiedet ohne auf Antworten einzugehen ist das für mich nur -sorry – beleidigte Leberwurst. Das wirkt auf mich enttäsucht, weil ich deine Weisheit nicht anerkenne oder so. Das kann ich dann auch nicht ernst nehmen (ebensowenig wie , dass wir keine Kritik annehmen würden – was mache ich denn hier? Du willst -oben – dass ich auf deine Kritikpunkte eingehe und wenn ich das mache, heißt das wir könnten keine Kritik ab. Bitteschön? DAS kann ICH nun wiederum legitim kritisieren. Zum diskutieren gehören mindestens zwei. Ist das schwer zu verstehen? ) „Mit Kritik umgehen“ bedeutet, „auf Argumente eingehen“ nicht „in Sack und Asche gehen, weil jemand eine andere Meinung hat“. Nur mal so gesagt.

    So, aber jetzt zum letzten, durchaus zumindest etwas konkreteren Posting:
    1) Der Mensa Select wird an 5 Brettspiele vergeben, die (Zitat) „original, challenging and well designed“ sind – sind das wirklich die Kriterien, die du bei uns vermisst? Echt jetzt?

    OK, dein Wunsch ist mir Befehl. Ab jetzt wird der er Beeple Award auch an Spiele vergeben, die „Gut designed sind und Spaß machen“. Das steht noch nicht da nicht auf der Webseite, weil ich mir das eben ausgedacht hat, aber ich gehe davon aus, dass wir das da draufschreiben können. Bist du dann glücklich? Ändert das wirklich irgendetwas?

    Vergeben wird der der Mensa Select nach einem großen Spielemarathon an die Spiele, die am meisten Punkte bei der Abstimmung bekommen. Also wie der Pfefferkucherl, nur eine andere Jury.
    Und wir sind noch eine andere Jury:
    Wir haben eine Liste mit Vorschlägen (von uns) und bewerten jeden einzelnen davon. Bekommt einer 75% gewinnt er.
    Ich weiß, dass du andere Meinungen hier nicht so akzeptierst, aber man könnte durchaus argumentieren, dass das fairer ist als ein Ranking, wo Spiele manchmal oben stehen, weil es in dem Jahr zufällig keinen Konkurrenten gibt und umgekehrt manche Jahre wo Topspiele sich anderen Spielen geschlagen geben – so wie in dem Jahr, als Dominion beim SDJ vor Pandemie stand, während Pandemie sicherlich in den meisten Jahren davor und danach gewonnen hätte (oder suche dir ein anderes Jahr und andere Spiele aus).

    Davon ab haben den Mensa Select in den USA auch schon Spiele gewonnen, die vollständig gelöst waren, was aber selbst Mensamitglieder nicht an einem Wochenende bemerken. Das Kriterium von denen ist also nicht unbedingt besser in meinen Augen. Darfst du anders sehen. Aber mir fällt es tatsächlich schwer zu glauben, dass du den Mensa Select als für weniger beliebig hälst. Ich vermute eher -und korrigier mich, wenn ich falsch liege – dass du die Kriterien gar nicht kanntest, nachdem er vergeben wird.

    Der International Gamers Award wird vergeben… ach das schrieb ich oben schon. Noch einmal: Wo ist der Unterschied zu uns?

    Der Meeples Choice Award wird vergeben: „In 2001, the members of Spielfrieks participated in a series of retrospective polls in order to determine awards all the way back to 1995. The three boardgames, released that year, that receive the most votes receive the Meeples‘ Choice Award. Voting is open to every member of the Spielfriek discussion group. The votes are taken each June, and are limited to games released from the prior year. Three games are selected each year.“
    Noch ein Award ohne Aussage und durch völlig beliebige Abstimmung. Ich erkenne ein Muster…

    Der Golden Geek Award: Was halt die Abstimmung gewinnt.
    Der DSP: Was halt die Abstimmung gewinnt. Muss ein Deutsches Spiel sein.
    Hier gibt es gar keine inhaltlichen Kriterien.

    Ich weiß: Dich stört, dass a) der Award die Reichweite noch nicht hat, weil er eben neu ist. b) Weil es weniger Leute sind als beim DSP oder Golden Geek. Das kann man ruhig sagen (Jaja!) – Hast du komischerweise aber nicht. Mir fällt es schwer zu glauben, dass du wirklich den Abstimmungsmodus meinst.

    Also:
    Nachvollziehbare Kriterien: Genau dieselben wie beim Meeple Coice und International Gamers Award (und prinzipiell auch Mensa select) Ich gehe davon aus, dass du die auch ablehnst, sonst müsstest du mir begründen warum nicht (d.h. Musst du nicht, aber es würde deine Seite etwas transparanter machen).

    2) Du kritisierst auch, dass wir mehrere Preise im Jahr vergeben. Meiner Bitte zu erklären, warum „Es gibt mehrere Preisverleihungen im Jahr, wo immer EIN Spiel ausgezeichnet wird“ weniger gut ist als „Eine Preisvergabe im Jahr wo mehrere Spiele ausgezeichnet werden“ , bist du leider nicht nachgekommen. Ich vermute (!) das ist einfach dein Bauchgefühl, ergo deine (legitime) Meinung. Da kann ich nicht weiter drauf eingehen, weil du kein Argument gebracht hast.

    3) „Gesponsorte Inhalte“: Für alle die mitlesen: Weder der Beeple Award noch Beeple selbst ist gesponsert. Ich kann nur raten was Michael meint, weil er selbst nicht konkret werden mag. Ich rate mal: Hunter & Crons Brettspiel Club“. Darüber kann man in der Tat diskutieren, sehe jetzt aber auch nicht ganz den Unterschied zur Werbung; ist ja letztlich wie werbefinanziertes Fernsehen. Das ist aber eine ganz andere Diskussion, zu der ich mich jetzt nicht auch noch äußern will (und was Werbung betrifft, habe ich das oben bereits getan) – auch weil ich nicht weiß, ob dass das ist, was Michael meint. Dennoch: Ja, den Kritikpunkt der Transparenz kann ich soweit nachvollziehen.

    4) Was ich aus der Diskussion mitnehme ist: Wenn man einen Preis vergibt, dann bitteschön einen, der genau so ist, wie alle anderen Preise in der Spieleszene. Dann ist der zwar redundant, aber das ist besser als fehlende „Substanz“, denn die ist sehr wichtig. Auch wenn das nur der Satz ist:“Die Spiele müssen originell und gut designed sein“ statt dem Satz „Die Spiele müssen Spaß machen“, denn das erste ist ja viel objektiver, wie der Kritiker weiß…

  14. Michael schreibt:

    Ich bin nicht beleidigt (warum sollte ich das?) und habe schon gesag, was ich meine. Irgendwie gehen aber unsere Argumente aneinander vorbei. Und bitte schieb mir nicht Sachen in den Mund, die ich gar nicht geschrieben habe. Da kamen mehrere von dir herausgelesene Dinge durch, die nicht zutreffen.

    Um es ganz deutlich zu sagen: Mir ist der Beeple sogar völlig egal. So wie fast alle anderen Preise.

    Wenn meine Kritik unkonkret ist, okay. Muss ich mit leben. Kann ich auch. Ich finde, ich bin schon sehr konkret gewesen. Es ist auch nicht mein Anliegen, andere Preise zu kritisieren oder euren zu optimieren. Sondern ich habe lediglich gesagt, warum ich euren nicht besonders gehaltvoll finde. Und das habe ich erklärt.

    Du steckst aber so tief im System, dass du diese Kritikpunkte als unkonkret und offenbar nicht zutreffend oder im Vergleich ungerecht wegwischt. Ja, okay, aber bitte: Dann lebt doch mit der Kritik! Dann geht sie vielleicht sogar völlig am Thema vorbei, aber warum dann ein Blog dazu? Dass dieser Blog überhaupt erschienen ist, zeigt aber, dass irgendwo ein Klärungsbedarf besteht. Himmel, dann nehmt doch Kritik an oder ignoriert sie. Aber jammert nicht darüber, dass es Kritik gibt.

    Wenn ihr an die Öffentlichkeit geht, solltet ihr euren Lesern erklären können, was ihr meint und wollt. Das ist in diesem Blog besser geschehen als auf der Webseite. Es ändert aber nichts daran, dass einige Menschen den Preis beliebig finden können. Und das liegt eben daran, dass ihr ganz genau das macht: Ihr vergebt nach beliebigen Kritierien! Hast du selbst geschrieben: Ein Spiel muss Spaß machen. Schön. Aber genau das ist beliebig! Welche Art von Spiel, wie es auf die Liste (welche Liste?) kommt, wie alt es sein darf, ob es andere Voraussetzungen erfüllen muss, ob es Ausschlusskriterien gibt – all das sagt ihr nicht und genau das macht es doch erst beliebig! Sind eigentlich wenigstens der Jahrgang und die maximale Anzahl von Preisträgern definiert? Ja, genau. DAS sind wirklich beispielhaft einige Kriterien UND zugleich Kritikpunkte. Und zwar ganz konkrete. Und genau das habe ich alles oben bereits direkt oder indirekt angesprochen.

    Und an eurer Stelle würde ich allein wegen der vorhandenen Grauzone der potenziellen Abhängigkeit keinen Preis vergeben. Für mich wäre das sogar eine Selbstverständlichkeit. Das könnt ihr anders sehen, aber dann bleibt ihr aus meiner Sicht immer angreifbar. Oder um es wie oben zu sagen: Dann kann euch keiner ernst nehmen. Wenn ihr das aber wollt (ernst genommen werden), solltet ihr ein paar Eckwerte überdenken. Ob ihr das macht, ist allein eure Sache. Mir ist das doch egal, ich wollte es oben nur sagen, weil … Aber das habe ich auch schon oben erklärt.

    Wenn ihr eurer Award so, wie er ist, super findet, ist doch alles in Ordnung. Dann müsst ihr nichts ändern und könnt meine Meinung ignorieren. Ich sehe ganz viel Potenzial zur Verbeserung. Aber ich vergebe auch keinen Award.

  15. Peer Sylvester schreibt:

    Mein Blogpost – um diese Frage aufzugreifen – bezog sich generell auf die Ablehnung von Spielepreisen. Das schloß den Beeple mit ein -der war tatsächlich auch ein bisschen der Anlass – aber es ging nicht nur um den Beeple. Ich habe den Portner nicht umsonst erwähnt – seit damals hat sich Nullkommanix geändert – jeder kann einen Spielepreis ins Leben rufen und jeder kann das doof finden. Aber: Es gibt keine Instanz, der Spielepreise ins Leben ruft und niemand dem man Rechenschaft ablegen müsste. Das war die allgemeine Kernaussage meines Beitrages noch einmal zusammengefasst.

    Ich halte es für legitim auf besonders empfehlenswerte Spiele hinzuweisen. Ob man das „Award“ oder „Spiel des Monats“ oder „Inselspiel“ oder „Besonders Empfehlenswert“ nennt ist in meinen Augen egal. Dir anscheinend nicht, denn sonst würdest du nicht hier und anderswo so gegenangehen (Das war jetzt explizit nicht als Kritik gedacht, sondern nur als Beobachtung.)

    Ich kann nur für mich sprechen, aber ich bin grundsätzlich für Kritik offen. Natürlich. Nur muss ich sie eben nachvollziehen können. Und konkret verstehe ich deine Kritikpunkte erst nach und nach. Wie gesagt, wenn du schreibst “ Den Mesa Select kann zum Beispiel ganz genau eben nicht jedes Spiel bekommen.“ Dann ist das schlicht falsch und hilft dem Verständnis dessen, was du eigentlich kritisierst nicht gerade. Mittlerweile verstehe ich, dass dir fast alle Spielepreise egal sind. Dann ist es aber natürlich ziemlich müssig, über die Unterschiede zu anderen Preisen zu diskutieren. Klar. Allerdings ist das nicht „keiner“, der uns ernst nehmen kann, sondern erst einmal Du (Damit ist jetzt nicht gesagt, dass Du der einzige bist, sicherlich nicht, siehe unten, so absolut ist das aber schlicht falsch). Natürlich sehen wir auch Änderungsmöglichkeiten, die diskutieren wir aber durchaus auch intern. Das tut wohl jede Jury 🙂

    Grundsätzlich hat so ziemlich jeder neue Preis in einem Feld damit zu kämpfen, dass ihn keiner kennt und keiner die Aussage einschätzen kann. Ein Preis kann sich nur über längere Zeit etablieren, wenn er gute Arbeit macht. Wenn er dabei noch einen anderen Weg geht (wie eben mehrere Spiele im Jahr zu empfehlen), dann ist die Skepsis verständlicherweise groß. Diese grundsätzliche Skepsis von davon losgelöster konstruktiver Kritik zu trennen (und am grundsätzlichen Verfahren der mehreren Preisen würde ich gerade _nicht_ rütteln wollen, weil das den Preis von den anderen abhebt) ist das, was ich hier in der Diskussion versucht habe zu tun.
    Alles klar? 🙂

    Du hast immer noch nicht gesagt, was du jetzt konkret mit „Sponsoring“ meinst. Ist es der Brettspielclub von H&C? Oder was? Diese „Ratespiele“ erleichtern mir/uns das Einordnen von Kritik auch nicht gerade… Und bei dir kommt dann an, dass wir „darüber jammern, dass es Kritik überhaupt gibt“ (Was ziemlich merkwürdig ist, wenn mann bedenkt, dass ich es sehr viel einfacher gehabt hätte, wenn ich einfach geschrieben hätte „Ja, nee, is klar“ und deine Kritik ansonsten ignoriert hätte, statt zu versuchen darauf einzugehen)

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