Jan 25

Wunderschöne Spiele springen natürlich immer ins Auge. So auch Beasts of Balance. Das ist mir ein bisschen zu teuer für einen Blindkauf, aber als Übersprungshandlung mache ich eine Vorstellung, so dass wenigstens meine Leser etwas von dem Spiel haben!

Bitte stelle Dich kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Alex Fleetwood, Gründer und CEO von Sensible Object. Seit etwa 10 Jahren mache ich Spiele, die physische und digitale Mechanismen miteinander verbinden – erst mit meinem Studio, Hide & Seek und seit zwei Jahren mit meinem aktuellen Team (an Beasts of Balance). Ich lebe mit meiner Familie in Nordlondon.

Erzähle uns ein bisschen über das Spiel!

Die Idee für Beasts of Burden hatte ich bei einem Zelturlaub mit meiner Familie: Wir haben Feuerholz gestapelt und die Natur in all ihren Faszetten um uns herum beobachtet und ich dachte es wäre sehr cool, ein Spiel zu erfinden, dass Stapeln mit dem managen von Ökosystemen kombiniert! Kaum Zwei Jahre, Tausende Stunden Playtesting, Hunderte von Prototypen und eine Kickstarterkampagne später und schon war das Spiel fertig: Ein Brettspiel (im weitesten Sinne), bei dem man Türme baut, digitale Welten erschafft und Hunderte von Kreaturen entdeckt und das alles in einer Kombination aus den besten Elementen aus Brett- und Videospielen, ein Familienfreundliches Spiel, das aber genügend Tiefe hat, um auch die Erwachsenen weiter zu unterhalten, nachdem die Kinder schon ins Bett gegangen sind. Ich glaube schon, dass wir all dies erreicht haben!

Das Spiel selbst ist rein kooperativ für 1-5 Spieler. Die Schachtel beeinhaltet 24 „Artefakte“ und einen elektronischen Sockel, den man via Bluetooth an ein IOS- oder Android Smartphone oder Tablet verbindet. Zum Spielen braucht man dann noch die App, die es umsonst gibt. Die Spieler sind reihum an der Reihe und der Zugspieler scannt immer ein Teil ein und versucht es oben auf den Turm zu stapeln. Jedes Teil hat einen direkten Einfluss auf die digitale Welt, die sie mittels App erschaffen. Das Ziel ist es den größten Turm zu bauen, die höchste Punktzahl zu erzielen und so viele neue Kreaturen zu erschaffen, wie man nur kann. Diese digitale Welt sorgt für komplexe Strategien und zusätzlichen Spaßund ergänzt somit den Turmbau – und umgekehrt! Dank dieser Kombination sind keine zwei Spiele gleich!

Was habt ihr für die Zukunft geplant?

Die Art der Verknüpfung bedeutet, wir können alle möglichen interessanten Dinge einbauen, um das Spielprinzip weiterzuführen; Neue digitale Spielmoden, neue Spielsteine, die den Turmbau verändern… Das wird noch sehr lustig!

Vielen Dank für das Interview!

 

Statt dem reinen Schachtelbild habe ich diesmal ein Bild ausgewählt, auf dem man mehr erkennt… denn Beasts of Balance ist einfach sauschick. Gespielt habe ich es leider nicht, insofern kann ich nicht sagen, ob es hält, was es verspricht. Aber ich habe mich ein bisschen in das Spiel eingelesen. Die Welt erinnert mich ein bisschen an ein modernes Sim Earth – es ist sehr „Sandboxig“, in dem Sinne, dass man viel tun kann, aber erst einmal herausfinden muss, was für Effekte das hat. Aber insbesondere scheint es hier mehr ums Herumspielen und Ausprobieren zu gehen, als um konkrete Strategien. Das ist völlig in Ordnung und wäre vermutlich auch etwas für meine Tochter 🙂

 

Peer Sylvester

Über den Autor

Begann seine Spielerkarriere recht früh, weil sein Vater einen Gegner beim Schach brauchte. Berufswunsch in der dritten Klasse: “professioneller Schachspieler”. Lebt in Berlin und arbeitet als Lehrer für Mathematik und Chemie. Hat bereits erfolgreich seine ersten Spiele als Autor bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht.

Peer Sylvester – who has written posts on www.spielbar.com.






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