Okt 25

Twitter Updates 2009-10-25

Jürgen Karla,  2009      

  • Jaipur als 2-Personen-Kartenspiel konnte uns zum Kauf verführen. Das hätte vom Spieldesign auch von Michael Schacht sein können. #Spiel09 #
  • Haben uns am Spätnachmittag AEG-Spiele angeschaut. Davon konnte uns nur Infinite City gefallen. Die Dominion-Klone hingegen nicht. #Spiel09 #
  • Assyria passt wunderbar in die Ystari-Reihe. Ein Pflichtkauf!
    Außerdem: Heidelberger ramscht Hermagor und Tannhäuser raus. #Spiel09 #
  • Psycho Pet hat uns überhaupt nicht gefallen. Schade, Goldsieber war mal unser absoluter Lieblingsverlag. #Spiel09 #
  • Isensee ist wieder ambitioniert, aber das Spiel ist leider sehr 80er-Jahre. #Spiel09 Die Erläuterung war allerdings toll. #
  • Auch die dV-Games konnten uns in diesem Jahr nicht überzeugen. Schade. Gonzaga erscheint außerdem mit 39,- zu teuer. #Spiel09 #
  • Insgesamt über Fr, Sa und So extrem wenige Besucher auf der Messe. Seit 16h bauen nun viele Stände bereits ab… #Spiel09 #




Okt 25

Nach der Spiel ist vor der Spiel

Peer Sylvester,  2009      

Gut, technisch gesehen läuft die Spiel noch, aber ich bin schon zu Hause und der eine oder andere Leser vielleicht auch. Obwohl ich das bezweifel. Ich hab so viele Leute getroffen, die alle behauptet haben, sie würden mein Blog lesen, da kann eigentlich keiner mehr übrig sein :-) (Ehrlich: Ich bin überwältigt!)

Jedenfalls wollen bestimmt alle daheimgebliebenden wissen: Was ist der Messetrend. Meine Antwort: Es gibt keinen. Keinen richtigen. Es gibt mindestens drei Werwolf-Spiele (Düsterwald-Erweiterung, Luno Llena und Werwolves oder so ähnlich in Halle 5), aber ein Trend ist das nicht. Wenn es einen Trend gibt, dann ist er: Mehr Spiele. Überwältigend mehr Spiele. Schon letztes Jahr war das Angebot kaum zu überschauen, dieses Jahr ist es schlicht unmöglich. Ich schätze selbst wenn man sich alle 4 Tage in der Presseschau einschließt und ohne Pause spielt, bekommt man nicht alles Interessante mit. Und wenn man -wie ich – nur von Mittwoch bis Freitag da ist und zahlreiche Termine hat (also Autor -siehe Überschrift – und als Pressefritze) ist man von Glück und seiner Vorbereitung abhängig – was aber auch bedeutet, dass Spiele, über die ich vorher nichts wusste, jetzt besonders kleine Chancen auf Wahrnehmung haben.

Einen Trend gibt es aber doch: War früher die Fairplay-Scout-Aktion das Fieberthermometer der Messe, konnte dieses Jahr bereits an drei Orten abgestimmt werden: Neben der Fairplay am Hall-Stand (den gabs in der Vergangenheit bereits) und bei Boardgamegeek. Nun haben die wenigsten wohl die Zeit dreimal abzustimmen, und so verteilen sich die Noten noch weiter und die Aussagekraft der einzelnen Liste nimmt ab. Es dürfte eine Frage der Zeit sein, wann die erste Webseite einen Gesamtwert aus allen Abstimmungen ins Internet stellt. Aber auch so deckt sich das Bild mit meinen Eindrücken: Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Viele gute Spiele und sicherlich auch die “üblichen Verdächtigen” (Alea, Vor den Toren von Loang, Opera, Eggertspiele, Peloppones...)  in den Listen, aber kein einheitliches Bild. Meine Wertung des Spieles war übrigens Platz 10 für das Umspannwerk in der Geek-Liste am Freitag morgen (Das Umspannwerk ist eine einzelne Karte!).

Was es diesmal (im Gegensatz zum letzten Jahr) kaum gab waren Verschiebungen. Fast alles kam pünktlich zur Messe, vereinzeltes erst am Freitag oder Samstag. Und ausverkauft war zumindest am Freitag abend auch nichts – sieht man von den obskuren japanischen Spielen beim Stand von Mondanai ab, die bereits am Mittwoch (!) weg waren, den Winsome-Games (wie jedes Jahr) und vermutlich die zehn 1870-Spiele von Lookout, die man aber nach der Messe bequem ordern können dürfte.

Ich selbst kam wenig zum Spielen – Gerade mal 6 Eindrücke kann ich bieten: Mein Favorit ist ganz klar Square on Sale von Japon Brand. Ein absolutes abstrakes Versteigerungsspiel mit spartanischem Material, das aber höchst originelle Mechaniken zu bieten hat. Tolle Ideen und spannend bis zum Schluß, ein absolutes Highlight! Last Train to Wensleydale hat mir ebenfalls gefallen. Ein typischer Wallace: Sehr viel Spielspaß, sehr interessante, vielschichtige Mechanismen. Nicht ganz so eingängig wie Steel Driver, aber eine einfachere Abrechnung. Es ist aber etwas fummelig und der Aufbau dauert doch recht lange. Tammany Hall macht ebenfalls eigentlich einen guten Eindruck, aber an zentraler Stelle gibt es ein ausgeprägtes “Blind Bidding”-Element und weder ich noch meine Spielrunde ist davon allzu angetan, also habe ich mich schweren Herzens gegen einen Kauf entschieden. Am Freitag tauchte überraschend Acqua Dolce auf Platz 2 (!) der Boardgamegeekliste auf . Hierbei handelt es sich um ein nettes Familien-Kartenspiel bei dem man seine Handkarten loswerden muss. Dazu muss man Fische in ein Aquarium setzen und zwar so, dass die auch glücklich sind und genug zu fressen haben. Wie gesagt: nett, ich habs mir mitgenommen, aber der hohe Platz dürfte wohl eher das Resultat einer begeisterten Sechser-Spielrunde gewesen sein als ein Messetrend… Enttäuscht war ich von MegaCorps von Greg Costikyan (ein bekannter Autor aus den 80er Jahren). Das Spiel ist ein Wirtschaftsspiel mit vielen Ärgermöglichkeiten und zugegeben kamen viele Aspekte in unseren Spiel zu dritt nicht richtig zu tragen, aber auch wenn ich das berücksichtige bleibt allenfalls ein durchschnittliches Spiel, das keiner braucht. Und warum Age of Steam eine Neuauflage benötigte werde ich auch nicht verstehen. Sicher, ich kann nachvollziehen, dass einige das Geschehen reizvoll finden könnten (mir ist es zu langsam), aber dieses Plättchen-Legen-und-Zug-fahr-Spiel bietet rein gar nichts, was es nicht schon hundertmal besser gegeben hätte.

Für die nächsten Wochen habe ich nicht nur aureichend Spiele zum testen angesammelt, sondern auch viele potentielle Kontakte für die Interview-sektion gesammelt. Da kommt jetzt bald was. Außerdem freue ich mich nach langer Zeit wieder meine “So spielt die Welt”-Reihe fortzusetzen: Auf der Spiel habe ich Interviews mit Taiwanesen, Chinesen und Koreanern geführt, deren Resultate ich in bälde präsentieren kann. Und Anfang Dezember kommt natürlich die Vergabe des Quizspielpreises. Denn Quizspiele gab es auch ein paar neue auf der Messe …

Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass ich mit dem Erfolg meines Filipino Fruit Market soweit zufrieden bin. Es gab viel positives Feedback, wenn auch nur wenig Bewertungen auf den Scoutseiten. Immerhin gibt es schon einen (positiven) Ersteindruck online

Oh, und wenn jemand meinen Avatar (den Golem aus Dungeon Master) auf dem Boardgamegeekspiel findet, wäre ich für sachdienliche Hinweise sehr dankbar :-)

ciao

peer





Okt 24

Twitter Updates 2009-10-24

Jürgen Karla,  2009      

  • Anyone interested to buy an "Age of Exploration" (TimJim) from me? Received it from a trade, good condition, unpunched, 20,- Euros. #
  • El Paso hat uns als nettes Würfelspiel ganz gut gefallen. Nicht der Überknaller, aber fein. Natürlich pures Glück… #Spiel09 #
  • Laaaange Opera-Erklärung. Keine groß neuen Elemente, aber wunderschöne Grafik. Und scheint gut zu funktionieren. #Spiel09 #
  • Hingegen die Erläuterung von Machtspiele kurz (20 Min.) und knackig. #Spiel09 #




Okt 23

Twitter Updates 2009-10-23

Jürgen Karla,  2009      

  • Seven Hills Blindkauf. Hoffentlich kein Fehler? Was denkt Ihr? #Spiel09 #
  • Fzzt und Monkey Dash gekauft. Angesichts des Materials ist Monkey Dash recht preiswert. Oder ziehen uns die anderen nur ab? ;-) #Spiel09 #
  • Macao können wir durchweg empfehlen (zum ersten Mal in vielen Jahren sind wir freitags in Halle 11 (sic!) #Spiel09 Gleich geht's aber zur 5. #
  • Wie ist denn Schätze des goldenen Turmes? #Spiel09 #
  • Erbärmlich, wenn Spielerei-Redakteure bei Kleinstverlagen Rabatt fordern. Überlege gerade, Abo zu kündigen. #Spiel09 #Fremdschämen #
  • Spielmaterial.de verkauft in Halle 9 auch die wunderschönen Metallboxen aus "Hart an der Grenze" #Spiel09 #
  • Nmbrs! In Halle 4 ist noch so was wie ein Geheimtip. Uns hat's jedenfalls gefallen. #Spiel09 #




Okt 22

Twitter Updates 2009-10-22

Jürgen Karla,  2009      





Okt 21

Twitter Updates 2009-10-21

Jürgen Karla,  2009      

  • #Spiel09 Tasche gepackt. iPhone mit wesentlichen Daten gefüllt. Geld abgeholt. Noch mehr Geld abgeholt. Fertig, auf geht's. #




Okt 20

Twitter Updates 2009-10-20

Jürgen Karla,  2009      

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Okt 17

Ich kann nicht umhin zu bemerken, dass die Messe in Essen diese Woche ihre Pforten öffnet. Ich glaube, der eine oder andere wäre irritiert, wenn ich nichts über das wichtigste Spieleereignis des Jahres schreiben würde. Und da es sowieso gerade mein Denken zu einem nicht unwesentlichen Teil dominiert, mache ich das auch mal…

Dieses Jahr bin ich mal wieder in drei Rollen auf der Messe: Als Autor, der die Messe nutzt um mit diversen Verlagen in Kontakt zu treten, als Pressefritze, der die Messe nutzt um mit diversen Verlagen zu reden und als Spieler, der die Messe nutzt, um von diversen Verlagen ein Spiel zu kaufen. Wie man sieht gibt es da gewisse Überschneidungen, aber mein Terminkalender ist dennoch recht voll, zumal ich nur bis Freitag da sein kann. Auch werde ich zwischendurch immer mal wieder beim Bambusstand sein (Nr. 12-76) um Filipino Fruit Market zu verkaufen :-) Genaue Daten weiß ich noch nicht, aber ich werde versuchen am Donnerstag von 16.00 bis 17.00 auf jeden Fall am Stand zu sein.

Die Frage, der alle immer entgegenfiebern ist natürlich: Was darf man auf keinen Fall verpassen? Was sind die “In-Spiele” der Messe? Nun das sind zwei Fragen mit zwei unterschiedlichen Antworten. Sicherlich werden (neben der obligatorischen Überraschung) wohl Peloponnes, Funkenschlag:Fabrikmanager, Magister Navis, Machtspiele, Vasco de Gama, Shipyard und Dungeon Lords sowie (wenn den Westpark-Gamers zu trauen ist) Egizia die Fairplay-Scoutliste unter sich aufteilen (und vielleicht noch Klimapoker, denn Bewitched ist oft in  der Liste vertreten). Kaufen oder auch nur ansehen werde ich mir wohl keines dieser Spiele – Vorerst jedenfalls. Alle Spiele gibt es nach der Messe bequem zu kaufen und das gibt mir Zeit erst einmal Reaktionen abzuwarten und selbst Probe zu spielen. Höchstens für die tschechischen Spiele könnte ich eine Ausnahme machen :-) Aber dank Heidelberger ist deren Kauf ja auch kein Problem mehr (Apropos: War letztes Jahr imho Asmodee der Vertrieb mit dem besten Spielen im Programm, so ists dieses Jahr wohl Heidelberger ).

Ich werde mich aber wie üblich etwas abseits der Messepfade bewegen – vor allem in Halle 4, bei der man sich so fühlt als gäbe es das Internet noch nicht, so viele unbekannte Spiele warten dort auf Erkundung. Dieses Jahr ist zum ersten Mal ein Verlag aus Taiwan dabei (Swan Panasia – 5-55) und die Gelegenheit lass ich mir nicht entgehen (Rabbit Hunt hat ganz gute Vorfeld-Kritiken bekommen)! Ich hoffe, dass ich auch einen Termin bei den Koreanern bekomme, denn neue Nationen interessieren mich nun mal (Hier ist das Spiel der Wahl Peeper, von dem Dale Yu immer so schwärmt). DER Verlag des Jahres könnte aber Alderac Entertainment Games sein, dessen Spiele zwar recht teuer sind, die aber ein sehr ordentliches Programm haben – insbesondere auf Arcana und Thunderstone bin ich gespannt! Das interessanteste Konzept hat zweifelsohne Eine gegen Eine von den Weilburger Sieben (erhältlich bei Edition Erlkönig), ein Spiel ohne Regeln, dass sich allein aus dem Material heraus erklärt (Wenn ichs mir recht überlege, hätte man Hungry Hippos auch ohne Regel ausliefern können – das Spiel erklärt sich auch ohne Regeln. Avalanche im Prinzip auch). Darüber hinaus steht noch Fzzt, die Affentennis-Doppelerweiterung und Last Train to Wendesday auf meiner Liste. Oh und Trek von Cwali (Porzellanfiguren!). Tuonela hat zwar zwei hochinteressante Spiele (Inquisito und Modern Society) dabei, aber die bisherigen Spiele Oil Field und The Club sind so gnadenlos durchgefallen, dass ich die kaum unbesehen mitnehmen werde.

Bereits kennen tue ich drei japanische Spiele: Chronicle ist ein interessantes Stichspiel, das aber den Nachteil hat, dass jede (!) Karte eine eigene Sonderfähigkeit hat, die aber nicht zum tragen kommt, wenn die Karte abgeworfen wird. Das erfordert einige Einarbeitungszeit, die mir im Moment fehlt. Parade scheint mir nach Regel- und Rezeistudium aber ein interessanter Vertreter der Mow/Alles im Eimer-Kategorie zu sein, allerdings mit etwas mehr Einfluss (was mir gut gefällt). Das sollten sich Absacker-Freunde unbedingt ansehen! Greedy Kingdoms habe ich gerade erst fertig übersetzt – es ist ein Zweipersonenspiel (mit zwei Sets auch für bis zu vier Personen spielbar, aber ich weiß nicht, ob das so sinnvoll ist) bei dem man sein Königreich aufbaut. Spielerisch heißt das, dass Karten gekauft werden können, die einem Ressourcen geben, die man wiederum benötigt, um andere Karten spielen zu können… Interessant ist dabei der Kernmechanismus, bei dem man drei Karten verdeckt auswählt, deren Effekt man nutzen möchte. Der Gegner kann dabei mit etwas Glück diese Karten blockieren, so dass sie zwar bezahlt werden müssen, aber keinen Ertrag bringen. Sicherlich was für Freunde der komplexeren Kosmos-2er-Spiele, aber man muss Blufffaktoren mögen. Dobutsi Shogi schließlich ist Kinder-Shogi, vielleicht vergleichbar mit Räuberschach. Die Steine sehen süß aus und das Spiel ist vielleicht geeignet den Nachwuchs an abstrakte Strategiespiele heranzuführen.

Empfehlen kann ich natürlich auch Identik, die deutsche Ausgabe des von mir rezensierten Portrayal.

Soweit mein kleines Preview, das nächste Mal schreibe ich bereits die (gesetzlich vorgeschriebene) Messe-Nachlese… Jürgen twittert aber sicherlich von der Messe, oder?

(Ich bin kein Twitterer, brauche ich doch schon für die Durchschnitts-SMS “Hi, ich komme um 16.00, ciao peer” ca 97 Minuten…)

ciao

Peer





Okt 13

Twitter Updates 2009-10-13

Jürgen Karla,  2009      

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Okt 12

Twitter Updates 2009-10-12

Jürgen Karla,  2009      

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