Mär 30

Peer und das Internet

Jürgen Karla,  2008      

Peer teilt mir mit, daß sein neuer, frischer und wahnsinnig schneller Internetzugang in der neuen Wohnung noch auf sich warten läßt. Daher gibt es erst in der kommenden Woche Neues von ihm.
Zwischenzeitlich könnte ich von unserem Spieleabend am Freitag berichten: Zunächst kam dort nämlich Age of Empires III (erstmalig) auf den Tisch. Wir haben zu fünft gespielt und die einhellige Meinung war am Ende deutlich positiv. Das Material ist schon klasse, aber die Mechanismen im Spiel und die dadurch erzielte Spieltiefe stand dem in nichts nach. Am Ende hatte Olli knapp vor Dirk die Nase vorne. Dirk hatte stark auf eine aggressive Kampf-Strategie gesetzt, was durch das Spiel eigentlich nicht so stark gefördert wird, insofern waren wir letzten Endes überrascht, daß er damit so stark punkten konnte. Olli hatte für seine Waren-Strategie die perfekte Gebäude-Kombination zusammen, was letztlich siegbringend war. Schlußbewertung: Daumen stark nach oben; die gefühlte Spielzeit lag übrigens deutlich unter den knapp 2,5 Stunden, die wir gebraucht haben.


Age of Empires III

Age of Empires III

Bewertung:

Anschließend haben wir noch Die sieben Siegel von Amigo sowie Handelsfürsten von Pegasus gespielt, was den Abend wunderbar abgerundet hat.





Mär 24

Neue Rezension - Jamaica

Jürgen Karla,  2008      

Grafisch opulent ausgestattet und in hoher Qualität produziert ist das neue Jamaica von Game Works. Langezeit war es nur über Umwege und sehr kostspielig in Deutschland erhältlich, jetzt hat Pro Ludo den Vertrieb übernommen. Peer testet, was Jamaica spielerisch zu bieten hat:

Jamaica


Jamaica

Jamaica

Bewertung:





Mär 23

Die Kanadier kommen!

Peer Sylvester,  2008      

Mit 16 habe ich Kanada bereist (British Columbia und Alberta) und war von dem Land begeistert. Viel Natur, Ruhe und wunderschöne Landschaften. Ein tolles Land. Ich hatte mir geschworen zurückzukommen, aber bislang habe ich noch keine Gelegenheit dazu gehabt. Die Frage wäre auch: Bietet das Land spielerisch etwas?

Als erstes denkt man natürlich an Crokinole, ein Geschicklichkeitsspiel, dass auf wunderschönen Brettern gespielt wird und entfernt an Carrom erinnert. Hier ein paar schicke Bilder.

Viele Spieleverlage gibt es nicht in Kanada. Aber einen größeren gibt es: Valley Games, bekannt geworden, weil sie das letzte Spiel von Franz-Benno Delonge, Container, in Essen präsentieren konnten. Zu dem Spiel weiter unten mehr.
Ich hab mich mit Torben Sherwood, einer der Köpfe von Valley Games unterhalten:

F: Wie hat Valley Games angefangen?

A: Die Idee zu Valley Games kam uns während wir in unserem Spieleladen spielten. Wir hörten, dass “Die Macher” neu aufgelegt werden sollte und der Autor (Karl-Heinz Schmiel) einen Verlag sucht, der an dieser Neuauflage interessiert sei. Wir dachten uns, dies wäre eine gute Gelegenheit uns in die Brettspielindustrie einzubringen. Also kontaktierten wir den Autoren, besorgten uns Papier und Stift und los gings!

Am Anfang waren es nur Rik Falch und ich (Torben Sherwood), später holten wir noch Kevin Nesbitt mit ins Boot. Die ersten zwei Jahre waren sehr erfolgreich und es sieht so aus, dass es sogar noch besser werden könnte!

F: Nun reden wir einmal über eure Spiele! Was kann man von euren Spielen erwarten?

A: In erster Linie sind wir selbst Spieler. Wir wollen nur großartige Spiele produzieren: Einige für Wargamer, andere für den Strategen und alle für Leute, die gerne Spaß am Spiel haben. Ich will jetzt nicht behaupten, dass wir die absoluten Experten bei der Spieleauswahl sind, aber ich denke doch, dass wir im allgemeinen eine recht gute Wahl treffen! Wir legen viel Wert auf gutes Artwork und auf qualitativ hochwertiges Spielmaterial. Wir wollen, dass der Kunde nach Hause kommt und denkt: “Wow, das war ein guter Einkauf!”

Valley Games will auch großartig in Bezug auf das Spektrum der angebotenen Spiele sein. Früher oder später werden wir eine Art Spiel im Programm haben, dass Dich - Brettspieler! - anspricht. Wir hoffen, dass die Zeit kommt, in der jedes Spieleregal mindestens ein Spiel von uns anbietet.

F: Welche Spiele sind denn gerade in der Mache? Irgendetwas auf das ihr besonders  euer deutsches Publikum hinweisen wollt?

A: Ah die Deutschen haben solches Glück über so viele tolle Spiele zu verfügen! Es gibt so viele tolle Spieleautoren bei euch - Muss am Bier liegen :-)

Nun, jeder weiß wohl dass unser nächstes großes Spiel die Neuauflage von Titan sein wird. Ungefähr zur selben Zeit kommt Municipium von Reiner Knizia raus. Es folgen Supernova, Republic of Rome und eine Reihe Kartenspiele, die jedem Spaß machen werden, egal was er sonst so spielt.

 F: Ich kenne Republic of Rome und habs früher viel gespielt - wird sich etwas ändern?

A: Bei RoR gabs eine ganze Reihe von Regelproblemen und Erratta. Wir werden uns da durch arbeiten und die ganzen Klarstellungen und Verbesserungen in die Regeln und die Karten einarbeiten. Das Spiel wollen wir nicht verändern. Warum sollten wir auch? Das Spiel ist ein Klassiker! Wir werden natürlich das Artwork verbessern und das Layout bekommt ein Facelift verpasst aber davon ab können die Spieler Republic of Rome in all seiner Größe genießen.

F: Wie sieht eigentlich die Brettspielszene in Kanada aus? Ist es ein Nischenmarkt oder ist Brettspielen etablierte Freizeitbeschäftigung? Was wird denn so gespielt?

A: Kanada ist - wie ja jeder weiß - die meiste Zeit über kalt. Da sind Brettspiele natürlich eine gute Möglichkeit sich drinnen seinen Zeit mit Freunden zu vertreiben. Ich würde sagen, dass die Anzahl der Brettspieler in jedem Jahr weiter zunimmt. In unserer Gegend (Calgary, Alberta) gibt es eine Reihe von Spieletreffs und eine kleinere Convention und jedes Jahr kommen mehr und mehr Leute! Vielleicht sind Brettspiele immer noch ein Nischenprodukt, so mit den ganzen Videospielen als Konkurrenz, aber ich denke schon das der Brettspielmarkt wächst.
Was die Spiele betrifft: Es gibt in Kanada mehr Wargamer als man denken würde und ich denke es werden tatsächlich vor allem Wargames gespielt! Welche es nun genau sind, weiß ich nicht, aber ich sehe die ganzen Wargamer auf den Conventions. Auch Eisenbahnspiele sind sehr beliebt. Doch richtig eingeschlagen haben vor allem die Eurogames, dank ihrer interessanten Mechaniken und ihrer kürzeren Spieldauer. Die meisten Leute wollen wenn sie zusammen kommen kurz mal was spielen und dafür sind Eurogames nun einmal bestens geeignet. Ab und an geht aber nichts über epische Brettspielschlacht, die ihre 8 Stunden dauert!

F: Hast Du noch gute Tipps für den reisenden Spieler, der Kanada besucht?
A: Wir haben ein paar kleinere Conventions, aber nichts, dass mit den Veranstaltungen in den USA oder in Deutschland vergleichbar wäre. Unser Land ist einfach zu groß und zu dünn besiedelt, um eine größere Veranstaltung zu rechtfertigen. Ich hoffe aber trotzdem, dass es mal jemand tut - Wir würden denjenigen dabei auf jeden Fall unterstützen!

Der reisende Spieler kann sich hier aber an den wunderschönen Bergen, den fantastischen Wäldern, den interessanten Städten, dem ausgezeichneten Bier und den netten Leuten erfreuen - eine Brettspielpartie ist dabei auch niemals weit weg…

F: Vielen Dank für das Interview!

Container hab ich bereits gespielt: Es ist ein ausgesprochen ungewöhnliches Wirtschaftsspiel: Man kauf Container vom Mitspieler, packt sie in sein Lagerhaus und verkauft sie wieder an einen Mitspieler, der sie dann zu einer Insel verschifft und dann versteigert. Der Versteigerer kann sich aussuchen, ob er dann das Höchstgebot animmt oder den Container selbst für den Preis vehält. Verkauft er den Container bekommt er von der Bank eine Subventionszahlung in Höhe des Preises. Das sorgt für eine interessante Dynamik: Haben alle Spieler wenig Geld (Depression), kommt auch nur wenig Geld in die Kasse und alle bleiben arm. Sobald aber ein, zwei Spieler zu Geld kommen (oder einen Kredit aufnehmen) und die Gebote dadurch höher werden, kommen letztlich auch die anderen Spieler durch diese Verdopplung zu Geld und alle werden reicher: Ein echter Aufschwung. Dadurch wird elegant schon fast ein ganzes Wirtschaftssystem simuliert. Die Container am Ende bringen bei Spielende weiteres Geld (wobei jeder Spieler für andere Farben Geld bekommt, so dass der Wert eines Containers von Spieler zu Spieler verschieden ist). Allerdings spielt sich das System so unintuitiv und ungewöhnlich, dass ich mir noch kein abschließendes Urteil bilden konnte. Es kann passieren, dass das Spiel nicht recht in Gang kommt. Es ist zudem sehr anfällig für Group-Think-Phänomene und eine “falsche” Gruppe kann aus dem Spiel eine sehr schmalgeistige Angelegenheit machen, weil kein Geld in die Kassen kommt. Und zu viert sollte man auch mindestens sein. Auf jeden Fall sollte es jeder Wirtschaftsfan einmal probieren!
Republic of Rom habe ich zu Studentenzeiten gerne gespielt. Es ist ein echtes Zeitmonster mit sehr langer Spieldauer und nicht gerade einfachen Regeln. Aber dafür ist ein sehr einzigartiges Spiel: Alle Spieler spielen gegen das System: Geht Rom unter, haben alle verloren und als Senatoren müssen wird genau das verhindern. Aber: Alle Spieler spielen auch und vor allem gegeneinander und da werden auch mal Niederlagen gegen die Feinde Roms in Kauf genommen, damit ja der gegnerische Feldherr nicht zu mächtig wird. Es wird also verhandelt und abgestimmt und sich gegenseitig betrogen was das Zeug hält. Einzigartig und auch klasse gemacht! Aber ein Problem hat das Spiel imho: Das kürzeste und regeltechnisch einfachste Szenario ist zugleich das langweiligste. Erst die späteren Szenarien erlauben richtig viel Spielraum in den Entscheidungen. Aber gerade bei denen ist die Einstiegshürde am höchsten. Damit bleibt es ein Spiel für Freaks. Aber was für eines!

In den Berliner Akzenten wurde ich (mit falschem Vornamen) zitiert. Allerdings habe ich in dem Zitat Wolfgang Kramer zitiert, mit der Ergänzung “Kramer meinte 99% Transpiration und 1% Inspiration, ich würde das Verhältnis auf 20% Inspiration und  80% Arbeit schätzen… Daraus ist das abgedruckte Zitat geworden, dass dem Insider geklaut vorkommen muss.

 Naja, da dort mein Blog als Seite für Spieleautoren genannt wird, sollte ich demnächst mal wieder was zum Thema Spieldesign schreiben, oder? ;-)
ciao
peer





Mär 15

Blogroll

Peer Sylvester,  2008      

Ah, jetzt beginnt er, der Umzugsstress… Als Besitzer vieler Spiele umzuziehen, macht keinen Spaß, sag ich euch! Da kommt mir gerade recht, dass ich nach meinen Lieblingsseiten gefragt wurde - das kann ich schnell runterschreiben und muss nicht lange nachdenken ;-)

Allerdings eine Anmerkung vorweg: Ich kommentiere die Seiten so wie ich sie sehe - und zwar als User, nicht als Rezensent und schon gar nicht als überheblicher Über-Programmierer. Ich hab keine Ahnung von Webdesign, wenn ich also was kritisiere, bitte nicht krumm nehmen, ja? Ist wirklich meine ganz private Meinung…

Für die tägliche Meinungsbildung und Nachrichtenschau besuche ich natürlich täglich die Spielbox und Boardgamenews. Muss ich zu den Seiten noch mehr schreiben?

Möchte ich kurz Informationen zu einem bestimmten Spiel, schlage ich bei BGG nach.

Darüber hinaus besuche ich je nach Gusto einen ganzen Haufen Seiten (Geordnet nach meiner ungeordneten Bookmark-Liste):
Faiduttis Seite lese ich gerne, um auf neue Spiele aufmerksam zu werden. Wir haben nicht unbedingt denselben Geschmack, aber er hat einen guten Riecher für ungewöhnliche Spiele (z.B. den Vorläufer von Cash´n´Guns) und ich mag ungewöhnliche Spiele :-)

Die Pöppelkiste hab ich früher häufiger besucht, heute gucke ich da sporadisch rein -Unser Spielegeschmack ist nicht wirklich kompatibel und es gibt jetzt viel Konkurrenz. Aber sie haben ab und an ganz nette Specials oder Gewinnaktionen.
Für Fairspielt gilt ähnliches: Ich gucke so ca. alle 2 Wochen mal rein, obs was neues gibt. Leider viel zu selten mit Erfolg, den die Rezis sind i.A. recht lesenswert.
Bernd Eisensteins Seite besuche ich natürlich regelmäßig - immerhin spielen wir in derselben (Test-)Runde und es ist immer nett zu lesen, wie Bernd unsere Runden so sieht und wie er über die gespielten Protos wirklich denkt (lach).
Luding nutze ich heutzutage seltener (wegen BGG) ist aber natürlich für tiefergehendes Suchen unabdingbar.
Reich der Spiele haben gerade König von Siam als aktuellen Spieletipp - muss ich mehr sagen? ;-) Im ernst: Immer wieder ein Blick wert, um auch mal auf andere Spiele aufmerksam gemacht zu werden. Allerdings schwankt die Qualität der Rezis sehr stark.
Die Westpark Gamers haben ihre Seite verändert. Nun, früher hat sie mir besser gefallen ;-) Aber die testen auch mal ungewöhnlicheres (immer wichtig) und haben einige sehr schöne Strategieanalysen. Empfehlenswert!
Boardgames with Scott ist ein amerikanisches “Vlog” im weitesten Sinne: Die Seite enthält Videobesprechungen von verschiedenen Spielen. Natürlich auf englisch, dafür aber ausführlich und ganz witzig gemacht (und damit besser als so manches emotionslose Spielregellesen, was man sonst in Videorezis so findet). Reef Encounter habe ich erst nach der Erklärung von Scott verstanden - die Regel ist deutlich schlechter aufgebaut!
Hall ist eine Seite mit großer Community - ich nutze sie allerdings hauptsächlich für die Gewinnspiele und Mitmach-Aktionen. In die Rezis gucke ich ab und an mal rein, bin aber generell kein Freund von den “Struktur-Rezis”. Aber das ist mein Problem.
Pagat ist nicht wirklich eine Seite, die ich regelmäßig besuchen würde - sie ist aber das beste Nachschlagwerk für Kartenspiele in und außerhalb des Netzes und wird damit von mir immer bei Bedarf besucht.
Bei Blogs ist mir wichtig, dass sie kurz und knapp über Spiele berichten und vor allem regelmäßig aktualisiert werden. Die Blogs von Mikko Saari, Brian Bankler (viel Infos über Race to the Galaxy!) und Yehuda Berlinger erfüllen diese Kriterien und werden damit gerne besucht. Auch Unknowns hat oft interessante Ersteindrücke und man merkt dass die Verantwortlichen viel Arbeit reinstecken, um diese Seite in der Szene zu etablieren. Aber Spielbox und BGG reichen mir an “Community”, daher beschränke ich mich auf das Lesen der PEEPs :-)
Besondere Blogs sind noch Mike Doyles Art Play (Brettspiele aus Sicht eines Graphikers, der zudem einige sehr schöne “Alternativ-Cover” entworfen hat. Lasst euch vom Municipitium-Cover nicht abschrecken - das ist ein Ausrutscher…) und Greg Costikyans Betrachtungen bezüglich Spieldesign und Kunst (etwas abgefahren, aber ab und an sehr lesenswert). Hinzu kamen noch Blogs die aber mittlerweile schon lange nicht mehr aktualisiert wurden wie das Brettspiel-Blog (Oh, gerade frisch aktualisert), Brettspieler aus Leidenschaft oder Ich will doch nur spielen. Passiert da demnächst nix mehr, werden sie wohl aus meiner Liste gestrichen (gerade bei Wer will doch nur spielen wäre das schade, gefiel mir das Konzept doch recht gut)
Neuzugänge in meiner Link-Liste ist einmal der Cliquenabend, ebenfalls eine kommende Seite, die mit viel Engagement geführt wird und bei der man sehr nette Dinge finden kann, wie z.B. das Videointerview mit Thomas Fackler. Ich hab sie erst jetzt zu schätzen gelernt, den das Layout mit den vielen Fenstern schreckte mich irgendwie bislang immer ab.
Zweiter Neuzugang ist Purple Pawn, eine Internationale-Spielenews-Seite, durch die ich schon auf so manches Detail aufmerksam gemacht wurde, das andere Seiten übersehen haben.
Die anderen Seiten, in meiner Liste unterschlage ich mal, weil sie nicht so wichtig sind, lange nicht aktualisiert wurden oder Spezialseiten sind, die man nur bei Bedarf anwählt (wie Bambusspiele).
Zum Abschluss noch meine Lieblings-nichtspieleseite: Defective Yeti ist ein lustiger und politischer Blog, bei dem ab und an sogar über Spiele berichtet wird.

—-

Am Anfang der Woche hab ich mal Rattlesnake von Nexus gespielt. Das ist ein Kinderspiel, bei denen man starke Magneten auf einem kleinen Spielbrett unterbringen muss. Passt man nicht auf klacken die Magneten zusammen. Das Konzept ist schön einfach und macht Spaß. Für ein Kinderspiel ist der Schwierigkeitsgrad wohl auch angemessen, ich hätte mir allerdings mehr Magneten gewünscht - Ich kam nicht einmal in die Verlegenheit einen Magneten nicht ablegen zu können. Schade - mehr Magneten und es wäre ein Knaller gewesen. So bleibt es ein reines Kinderspiel und ich werds mir nicht besorgen :-)

So, jetzt gehts wieder ans Kistenpacken…
ciao
peer





Mär 09

Ein Interview, ein Skandal und zwei neue Spiele

Peer Sylvester,  2008      

Wie gesagt: ich weise in diesem Blog gerne auf kleine Verlage hin. Das liegt einfach daran, dass ich einen Faible dafür habe, Spiele abseits des Mainstreams zu finden (Ich hoffe der eine oder andere Leser interessiert sich genauso für diese Interviews wie ich). Großbritannien ist besonders ergiebig, denn seit dem Waddingtons oder Spear verschwunden sind fehlt dort ein “echter” Großverlag. Die Lücke wird gefüllt durch zahlreiche kleine Verlage: Fragor, Fiendisch Games, JKLM, Ragnar Brothers und auch Reiver Games. Mit Jackson Pope habe ich ein Interview geführt (leicht bearbeitet, wie immer):
F: Wie begann Reiver Games?
A: Vor etwa sechs Jahren spielte ich Mighty Empires mit ein paar Freunden. Die Partie dauerte etwa 36 Stunden als ein paar Zufallselemente Drachen ins Spiel brachten und der Führende dadurch auf den letzten Platz zurückgeworfen wurde. Wir brachen das Spiel ab und dachten uns: Es müsste doch möglich sein, ein ähnliches Spiel zu erfinden, dass in einer Stunde gespielt werden kann, so dass es besser in unsere heutige Zeit passt, wo wir alle weniger Freizeit haben und so. Das Spiel was dabei rauskam war Border Reivers. Ich hab etwa vier Jahre daran gearbeitet, bis ich endlich vollkommen zufrieden damit war und es als vollwertiges Spiel in meinen Schrank legen konnte. Dort lag es etwa ein Jahr rum und dann dachte ich mir: Warum soll ich es nicht einfach produzieren? Im Juli 2006 gründete ich Reiver Games und stellte 100 Exemplare in Handarbeit her.

Ich bin nach wie vor der einzige Mitarbeiter. Ich bekomme eine Menge Unterstützung, Hilfe und gute Ratschläge von meiner Frau, meinen Freunden und meiner Familie, aber ich bin derjenige der produziert, vertreibt und die Spiele auf Messen vorstellt.

F: Worauf achtest du beim Spieleerfinden? Was kann man von deinen Spielen erwarten?
A: Ich versuche alle Elemente so auzubalanzieren, dass jeder Zug den Spieler vor eine interessante Wahl stellt. Border Reivers gibt einem eine Menge Optionen, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben und der Spieler muss entscheiden, welcher Zug am besten zur jeweiligen Situation passt.
Ich konzentriere mich zudem auf Spiele, die ein schönen Thema mit einem spaßigen Mechanismus verbinden. It´s Alive ist da ein gutes Beispiel!

F: Was ist deine Zielgruppe?
A: Vielspieler (Geeks)! Als Engländer (der leider auch keine andere Sprachen spricht) ziele ich natürlich vor allem auf den Spielmarkt der USA und Großbritanniens, hab aber auch schon Spiele nach Europa, Asien und Australien verkauft. Einige Kunden haben die Regeln für mich ins italienische und japanische übersetzt!

F: Erzähle uns doch von deinen Spielen!
A: Border Reivers war ein einfacheres Wargame, ein bisschen wie Risiko, aber mit moderneren Mechanismen. Es war für 2-4 Spieler entwickelt und eine Partie dauerte 20-90 Minuten. Ich hab 100 Exemplare hergestellt, die sich innerhalb eines Jahres verkauft haben.

It´s Alive is ein Versteigerungs- und Sammelspiel mit Frankenstein-Thema für 2-5 Spieler mit einer Spieldauer von 15-30 Minuten. Man spielt einen verrückten Wissenschaftler, der versucht die (Körper-)Teile zusammenzu bekommen, die man benötogt, um ein Monster zu bauen, ohne die Dorfbewohner zu beunruhigen. Ich habe 300 nummerierte  Exemplare in Handarbeit hergestellt und die sind fast ausverkauft (etwa 50 Exemplare habe ich noch).

F: Was wird die Zukunft bringen?

Mehr Spiele! Ich hoffe irgendwann den Punkt zu erreichen, an dem ich es mir leisten kann, Spiele professionell fertigen zu lassen und über Versand und Läden vertreiben zu lassen, anstelle alle Exemplare per Hand herzustellen und über die Webseite zu verkaufen.

Ich plane mehr Spiele, die Thema und interessante Mechanismen miteinander verknüpfen.

In Essen werde ich dieses Jahr ein oder zwei Spiele präsentieren. Um herauszufinden, welche das sind, musst du regelmässig mein Blog lesen oder dich auf meine Mailingliste eintragen. So lange noch nichts entschieden ist, gebe ich keine Details bekannt.

Eine zweite Auflage von Border Reivers ist nicht von mir geplant, aber ein anderer Verlag hat durchaus Interesse an einer verbesserten zweiten Auflage (Seit dem Erscheinen hab ich doch viel in Bezug auf Spieldesign gelernt).

F: Bist du auch an Prototypen von anderen Autoren interessiert?
A: Its Alive ist von dem Israeli Yehuda Berlinger und seit der Veröffentlichung habe ich etwa 20 Prototypen von anderen Autoren bekommen und angeschaut. Ich bin immer an neuen Spielen interessiert.

Vielen Dank für das Interview!

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Der japanische Spielepreis für das beste japanische Spiel geht dieses Jahr erstmals an ein “echtes” japanisches Spiel: Bursa. Allerdings handelt es sich anscheinend eher um ein Lernspiel, dass den Ablauf der Börse verdeutlichen soll. In japanischen Spielekreisen heisst es, dass das Spiel von Mitarbeitern des Verlages an die Spitze gepusht wurde - Hat der japanische Spielepreis (ein Abstimmungspreis ähnlich dem DSP) seinen ersten Skandal? Jedenfalls diskutieren die Verantwortlichen bei U-More bereits über Maßnahmen für die Wahlen im nächsten Jahr.

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Gestern kamen gleich drei Neuheiten auf den Spieltisch: Toledo, Jamaica und Keltis. Für Jamaica ist eine Rezi geplant, daher konzentriere ich mich auf die beiden Kosmos-Neuheiten.

Toledo (ausführliche Spielbeschreibung hier)lässt mich etwas ratlos zurück. Wir waren zu viert und die anderen drei Spieler mochten es, aber für mich hats irgendwie nicht “Klick” gemacht. Und noch schlimmer: So richtig kann ich auch nicht in Worte fassen, was mich genau gestört hat. Das Thema ist jedenfalls gut umgesetzt: Es geht darum, Stahl und Diamanten zu erwerben und damit Schwerter zu schmieden. Sehr passend finde ich, dass es möglich ist, sich zu duellieren, wenn ein bestimmtes Feld (und damit eine bestimmte Aktion) besetzt ist und dass man den Schwertkampf lernen kann. Auch geht jeder Zug recht schnell, da man immer nur eine Aktion durchführt. So gibt es keine langen Wartezeiten. Und doch: Irgendwie spricht mich das Spiel nicht an! Obs daran liegt, dass Aufmachung und Spielablauf ein anspruchsvolleres Spiel suggerieren, als es durch den Glücksfaktor letztlich ist oder obs daran lag, dass ich eine riskante Strategie gefahren bin, die an zwei unglückliche Duellen gescheitert ist und ich dann faktisch aus dem Spiel raus war (War riskant, das werfe ich dem Spiel nicht vor, eher schon dass es solche Make-or-break-Situationen gibt, zumal die Duelle aus ganz anderen Gründen veranstaltet wurden, nicht um mich zu stoppen) oder obs daran liegt, dass Toledo letztlich ausser dem Thema nichts neues bietet - nur eine Reihe bekannter Mechanismen in bekannter Kombination. Keine Ahnung. Ich müsste es noch einmal spielen, um mir ein Urteil bilden zu können. Bernd Eisenstein hatte ein anderes Problem: Die Partien gingen zu rasch zu Ende. Ich kann verstehen wie das kommt und vermute ein Group-Think-Problem: Gehen alle auf die “Kleine Schwerter schmieden, dann schnell raus”-Strategie gehts vermutlich schnell zu Ende. Bei uns setzten alle (außer mir) auf die “Die tollsten Schwerter müssen her”-Strategie und dadurch war die Spieldauer im normalen Rahmen.

Bei Keltis ist dagegen das Urteil klar: Supergut! Keltis ist im Prinzip eine Multiplayer-Variante von Lost cities. Um die Wertung klarer zu machen gibt es ein Spielbrett, auf dem vorangesetzt wird. Um Vorzusetzen werden Karten nach Lost-Cities-Manier vor einem abgelegt (pro Karte ein Schritt auf der entsprechenden Farbleiste). Allerdings ist statt aufsteigender Sortierung auch eine absteigende erlaubt (allerdings natürlich nicht beides innerhalb der selben Farbe). Natürlich gibt es Minuspunkte für angefangene Leisten, auf denen man nicht mindestens 4 Felder geschafft hat und es gibt auch eine Verdopplungsmöglichkeit. Neu sind einige Spezialfelder, die schöne Kettenzüge erlauben. Insgesamt nicht nur eine gelungene Mehrspieler-Variante sondern noch ein paar Ecken knackiger als Lost Cities. Bei LC hatte ich irgendwann das Gefühl: “OK, es ist immer noch irgendwo spannend, aber die Grundstrategie ist klar. Obs sie aufgeht hängt letztlich an den Karten. “. Hier ist es nicht so einfach - schon alleine weil mehr Spieler mitspielen, aber eben auch durch die Spezialfelder (die immer zufällig ausgelegt werden). Insgesamt ein knackiges, einfaches Spiel mit optimalem Spannungsbogen und Spieldauer. Das einzige was man dem Spiel vorwerfen könnte ist, dass es etwas überproduziert ist - der großen Schachtel hätte es wohl nicht bedarft. Ansonsten für mich ein absolutes Highlight!

Nach meiner Betrachtung der Literaturverspielung bin ich nun natürlich noch gespannt was Kosmos (respektive Rüdiger Dorn) aus dem Buch Reise zum Mittelpunkt der Erde gemacht hat. Aber das muss ja erst einmal erscheinen…
Oh und falls Kosmos hier mitliest: Mir ist gerade aufgefallen, dass mein Quizspielkonzept, an dem ich gerade arbeite, perfekt zu einer Literaturverspielung á la Schott passen würde - also wenn ihr Brockhaus-das Spiel plant, sagt Bescheid :-)

ciao
peer





Mär 05

Ein kurzer Nachruf

Peer Sylvester,  2008      

Gary Gygax hat den letzten Rettungswurf gefumbled und verstarb gestern im Alter von 69 Jahren. Damit ist ein weiterer großer Spielepionier verstorben, einer dem ich bereits einen Meilenstein gewidmet hatte.

Es gibt wohl keinen Spieleerfinder, dem ich so viele schöne Stunden zu verdanken hatte. Zugegeben: D&D, also Gygaxs ureigenste Erfindung habe ich nur 3-4x gespielt. Aber er hat damit das gesamte Genre der Rollenspiele erfunden und Rollenspiele habe ich seit dem 15. Lebensjahr gespielt und 12 Jahre lang stellten sie -was Spielzeit und Beschäftigungsgrad betrifft - Brettspiele bei mir weit in den Schatten. Die erste Nummer, die ich mit einem Modem gewählt hatte, war die der Larkov- einer Rollenspiel-Dfü-box (Das Internet war damals nicht existent). Erst als sich meine Rollenspielrunde aus diversen Gründen Ende 90er Jahre aufgelöst hatte, richtete sich mein Blick vornehmlich auf Brettspiele.
Gespielt habe ich sie (fast) alle: DSA, Traveller, MERS (mein Lieblingsfantasysystem), Rolemaster, Star Wars (mein Lieblings-SF-System), GURPS, TWERPS, D&D, Vampire (Masquerade & dark ages), Wechselbalg, Paranoia, It came from the late, late, late Show, Nightlife, Rifts, Runequest, Jäger - die Vergeltung, Cyberspace, Cyberpunk, Shadowrun, Deadlands, diverse Selbstgestrickte (u.a. eines von mir, mit dem ich in der achten und neunten Klasse meine Klassenkameraden beglückte) und bestimmt noch ein paar, die ich vergessen habe. Zahllose Helden, zahllose Abenteuer, zahllose Spielstunden. Leider hab ich seit meinem Umzug nach Berlin kein einziges Abenteuer mehr Spielen können (um so mehr, hab ich mich über Descent gefreut), aber die Sehnsucht ist stark und ich werde mich bei nächster Gelegenheit wieder in den Bann ziehen lassen…

Ich habe mehr über mich geschrieben als über Gary. Aber ein Spieleerfinder hinterlässt Erinnerungen und Gary hinterlässt starke und schöne Erinnerungen und lebt in diesen weiter..

We miss you!





Mär 01

Neue Rezension - If wishes were fishes

Jürgen Karla,  2008      

Ein fleißiger Samstag heute, schon der dritte Beitrag des Tages, diesmal der Hinweis auf eine neue Rezension:
If wishes were fishes


If Wishes were Fishes

If Wishes were Fishes

Bewertung:





Mär 01

Lesen! Teil 2

Peer Sylvester,  2008      

Nach einer kleinen Pause hier die Fortsetzung meiner kleinen Buchschau.

Ich mag Sekundärliteratur über Spiele. Allerdings scheine ich da relativ alleine zu stehen-  zumindest im deutschsprachige Bereich findet man kaum entsprechende Bücher. Daher wird ein Gutteil der kommenden Bücher nur für den Teil der Leserschaft geeignet sein, der bereit ist, ein Buch auf englisch zu lesen…

Beginnen möchte ich mit dem Vorzeigebuch der deutschen Spieleszene: Das Spiele-Buch von Erwin Glonegger. Auf dem ersten Blick fällt die wirklich gelungene Gestaltung durch Johann Rüttinger auf: Jede Seite ist mit Fotos von Exponaten alter Würfel, Spielsteine etc. verziert Jedes Kapitel wird mit einer passenden Graphik eingeleitet. Dadurch wird allein das Durchblättern zum Spaß! Und der Inhalt? Das Buch bietet einen guten Überblick über die Spielegeschichte. Eigentlich alle historisch wichtigen Spiele werden kurz vorgestellt und historisch eingeordnet. Damit ist Das Spielebuch ein sehr brauchbares Nachschlagwerk. Allerdings empfinde ich die Balance zwischen Spielbeschreibung und Historie nicht immer als glücklich: Teilweise sind die “Spielregeln” zu lang für eine Übersicht und zu kurz, um das Spiel danach spielen zu können. Vielleicht hätte man zwei Bücher daraus machen können (eines mit den “alten” Spielen, eines mit den aus den letzten 20 Jahren), bei der dann mehr Information pro Spiel möglich gewesen wäre. Doch letztlich ein empfehlenswertes Buch, keine Frage!


Das Spiele-Buch

Das Spiele-Buch

Bewertung:

Um die Geschichte eines einzigen Spiel geht es in dem Buch Im Zeichen des Sechsecks von Peter Gustav Bartschat (ja, der Bär aus dem Forum). Das Buch ist die unterhaltsame, locker geschriebene Geschichte hinter Die Siedler von Catan. Der Werdegang des Autoren Klaus Teuber wird ebenso nachgezeichnet, wie die Entwicklung des Spieles selbst und die Entstehung der Meisterschaften, Nachfolger etc. Der Schreibstil ist dabei angemessen locker zu lesen und der Inhalt interessant genug um zu unterhalten. Allerdings merkt man das gegen Ende ein bisschen die Substanz fehlt: Hier noch eine Indormation, da noch ein paar lose Enden, es darf ja nichts vergessen werden! Damit fällt der Unterhaltungswert endwärts etwas ab. Insgesamt sicherlich kein “Must Have”, aber durchaus gelungene Unterhaltung, gerade auch für alle die wissen wollen, wie es hinter den Kulissen der Spieleszene so zugeht. Und apropos: Auch das Buch Die Siedler von Catan von Rebecca Gablé ist lesenswert, wenn man denn “historische” Romane mag. Eine schöne Story insgesamt, die auch für Nicht-Catanisten interessant ist. Der Insider versteht ein paar Gags (z.B. warum Schafe so ein wichtiges Handelsgut sind, warum die Räuber in der Wüste wohnen und wie es zu den unterschiedlichen Siedlungen kam). Ich mag die echten historischen Bücher von Gablé und ebenso auch dieses.


Die Siedler von Catan

Die Siedler von Catan

Bewertung:

Absolute Pflichtlektüre für historisch interessierte Spieler ist David Parletts A history of Card Games (leider nur auf englisch erhältlich). Nicht nur wird die Entstehung der eigentlich aller wichtigeren (und einiger unwichtigeren) traditioneller Kartenspiele nachgezeichnet, das Buch ist auch in einem recht unterhaltendem Ton geschrieben, voller hintergründiger Bemerkungen. Auch sonst fällt eine Menge interessantes ab: Das fängt schon mit seiner sehr brauchbaren Einteilung der Kartenspiele in 4 Kategorien an (Stichspiele sind noch eimal feiner unterteilt) und hört mit einer Betrachtung was ein Kartenspiel überhaupt ausmacht lange nicht auf. Es gibt wirklich nichts, was ausgelassen wurde (abgesehen davon, dass er sich auf westliche Kartenspiele beschränkt), sogar die Regeln einiger der wichtigeren Spiele sind abgedruckt. Wer des englischen mächtig ist, sollte sich dieses Buch zulegen (Leider habe ich den Nachfolger A history of Board Games noch nirgendwo gefunden). Interessant sein Ausblick darauf, was die Zukunft der Kartenspiele bieten mag. Zwar hat sich Piatniks Deck, bei denen die Rückseiten die Farbe anzeigen wohl nicht durchsetzen können, aber der Trend hin zu genauen Ansagen, wie viele Stiche gemacht werden müssen, ist durchaus möglich.

Sehr unterhaltsame Lektüre ist Word Freak von Stefan Fatsis (ebenfalls auf englisch).  Der Autor ist eigentlich Sportreporter, der ein Buch über die “professionellen” Scrabble-Spieler schreiben wollte: Über die amerikanischen Scrabble-Meisterschaften, die Weltmeisterschaften, die Weltranglistenspieler. Beim Schreiben hat ihn das Spiel dann in den Bann gezogen und er wurde selbst zum Turnierspieler und der Leser erlebt die Höhen und Tiefen seines Werdegangs quasi hautnah mit. Das erzeugt sogar eine Menge Spannung und man fiebert mit: Wird er es schaffen, sein Ziel -die Qualifikation zur amerikansichen Meisterschaft - zu schaffen? Auch abseits der Hauptstory findet man viele Informationen über die Geschichte hinter dem Spiel, der Turnierszene, der Rangliste und der Weltklassespieler. Auch tolle Spielzüge sind zu finden und ich muss sagen, das Buch hat mich motiviert, mich mal wieder mit diesem Klassiker zu befassen! Das Buch hat übrigens die Dokumentation Word Wars inspiriert, die für einen Oscar nominiert war. (Und interessantes Fakt bezüglich der China-Diskussion: Scrabble-Bretter und -Steine werden ausschließlich in China hergestellt).


Word Freak

Word Freak

Bewertung:

The Game Makers von Phil Orbanes hab ich hier bereits erwähnt: Der Insider Orbanes beschreibt da sehr ausführlich die Geschichte von Parker Brothers - von den Anfängen mit Banking bis zur Übernahme durch Hasbro. Das ist ein überraschend interessanter Streifzug durch die Spielegeschichte und man mag kaum glauben, was für Spiele alles durch Parkers Hände gegangen sind! Der Stil ist mir manchmal ein bisschen zu trocken und wer sich speziell für Monopoly interessiert, dem sei eher Orbaes anderes Buch Monopoly - the worlds most famous game and how it got it that way empfohlen, aber mit dieser Einschränkung ist es durchaus sehr empfehlenswert!


The Game Makers

The Game Makers

Bewertung:

Zugutzerletzt mag man mir verzeihen, wenn ich noch eine kleine Lanze für mein eigenes Buch So spielt die Welt breche: Mir ist es nicht gelungen, irgendein anderes Buch zu finden, dass einen vergleichbares Gebiet abdeckt (Mag daran liegen, dass ich der einzige bin, der sich für die Thematik interessiert ;-) ) Zudem findet sich in jedem Kapitel noch ein Spiel aus dem Land, dessen Spieleszene gerade vorgestellt wurde. Also, Kaufen! :-)


So spielt die Welt. Ein Reiseführer durch die internationale Spieleszene.

So spielt die Welt. Ein Reiseführer durch die internationale Spieleszene.

Bewertung:

ciao
peer





Mär 01

Weblogs & Co.

Jürgen Karla,  2008      

Weblogs werden heutzutage immer stärker kommerzialisiert. Da findet man Werbung auf den Seiten, unverschämte Links zu Affiliate-Programmen und der ein oder andere Blog will auch noch Geld oder Spenden für alle seinen exklusiven Inhalte haben. Insofern haben wir Glück, daß Peer aus freien Stücken immer wieder solche tollen Beiträge völlig kostenlos für uns erstellt :-)
Aber auch die Verlage haben Weblogs für Ihre Marketing-Kampagnen entdeckt. Und so finden sich bei einigen Verlagen tolle Beispiele. Vielleicht auch nachahmenswert für andere, denn ein Weblog-System wie dieses hier auf spielbar.com ist mit allem drum und dran in wenigen Minuten installiert. Ein Aufruf an unsere Leser: Welche Verlage bieten außerdem noch Weblogs an?

Pro Ludo Spieleblog

Jamaica