Dez 14

Meinung: Kramer gibt Kontra

Jürgen Karla,  2007      

Soeben habe ich in Spielbox 6/2007 den Beitrag von Wolfgang Kramer zur Öffentlichkeitsarbeit in der Spieleszene gelesen. Ein wirklich interessanter Artikel, zu dem mir allerdings einige Punkte aufgefallen sind, die ich im folgenden gerne kommentieren möchte.
Die ersten beiden Drittel des Textes beziehen sich auf den Umgang der Spielbox-Kritiker mit Spielen für Gelegenheitsspieler. Hier wirft Wolfgang Kramer einige interessante Aspekte auf, z.B. die Einführung einer gesonderten Kategorie im Heft. Für mich ok, da die Einstufung eines Spiels aber eigentlich immer über den Text nachvollziehbar ist nicht zwingend notwendig. Überdenkenswert halte ich die Meinung, daß ein Spiel, welches sich fantastisch verkauft (im Beispiel “Monopoly”) ein gutes Spiel sein muss. Nun ich denke, hier gibt es ausreichend viele Gegenbeispiele (ein paar Spiele des Jahres - aber nicht viele davon, meistens liegt die Jury recht gut - Die Säulen der Erde, dann dieser Uno-Klon aus Belgien - habe den Namen glücklicherweise vergessen). Hier sollte nicht verwechselt werden, dass ein Spiel sich verkauft, weil es bekannt ist. Das hat bei den genannten Beispielen manchmal mit gutem Management, guter Werbung oder aber einem seit Jahren gegebenen Bekanntheitsgrad zu tun - seltener mit objektiver Güte. Oder eben im Falle von schlechten Verkaufszahlen mit einem Management, welches noch dazulernen muß - auch hier wird ja im Heftbeitrag ein Spielename ganz oft genannt, wo dies zutrifft.
Die Idee, daß Spiele in der Spielbox nicht zu suchen haben, wenn Sie nicht für Vielspieler sind, halte ich aus Marketing-Sichtweise für - nun - ungewöhnlich und überraschend. Auch der Aspekt, daß der Spielemarkt seit 1995 nicht mehr signifikant zulegen konnte, ist wohl eher dem seit diesem Zeitraum gewachsenen Angebot im Freizeitbereich (siehe z.B. Betrachtungen zum Medienkonsum unter Media Perspektiven) anzulasten. Insgesamt stehen wir in der Spieleszene wohl ganz gut da.
Verwundert bin ich über sein Urteil zu Händlern, denen offensichtlich nicht zugetraut wird, ihre Zielgruppe einzuschätzen - da wundert es mich nicht, daß es immer weniger Fachgeschäfte in Deutschland gibt. Dennoch kann ich ausreichend viele Gegenbeispiele nennen, die durchaus ein selektiertes Spieleangebot für ihre unterschiedlichen Kundentypen aufweisen können und die jetzt vor Weihnachten 20-mal “Verflixxt” und nur ein “Fürsten von Florenz” verkaufen.
Die letzten beiden Absätze des Beitrags wenden sich dann an “uns alle”. Hier stimme ich zu: Wir sind Multiplikatoren. Wir sollten versuchen Freunde und Bekannte zum Spielen zu bringen - allein schon aus Eigennutz, damit auch in Zukunft so viele Verlage für uns Spiele produzieren. Aber: Man kann niemanden dazu zwingen. Und vor allem kann man die Spielbox nicht vor diesen Karren zerren. Die Spielbox sollte im wesentlichen schauen, daß sie Gewinn erzielt, denn ich möchte sie auch noch in fünf Jahren - dann auf elektronischem Papier - lesen… Über neue Konzepte zur “Neukundengewinnung”, wie im letzten Satz des Heftbeitrags gefordert, bin ich jedoch gespannt - hier habe ich schon viel ausprobiert und hätte Interesse an einer Diskussion.





Dez 14

Heul doch…

Jürgen Karla,  2007      

Ich muß ja zugeben, daß ich nur noch selten die Zeit finde etwas auf spielbar.com zum Besten zu geben. Halb so wild, wo doch Peer um so vieles interessanter schreibt…
Heute morgen bin ich jedoch an der Seite der PC-Welt hängen geblieben (PC-Welt). Hier berichtet jemand über ein seiner Ansicht nach ungeeignetes Geschenk und offenbart dabei mehr über sich selbst, als über das beschriebene Spiel. Ich bin gespannt auf Eure/Ihre Kommentare…


Doom Brettspiel

Doom Brettspiel

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