Ubongo vs. Ubongo-Mitbringspiel Letztes Posting vor dem Sommerloch
Jul 29

Ein weiteres Post aus dem Land der 7000 Inseln.
Es ist Sommer, ich bin im Urlaub, also gibt es mehr ein paar lose Gedanken anstelle des ueblichen Aufsatzes :-)

Pocket CiV ist so ziemlich das einzige, was ich ihr bislang gespielt habe und leider muss ich sagen, dass der Reiz recht schnell verflacht ist. Das Problem ist einfach, dass, hat man erst einmal die initialen Startprobleme ueberwunden, nur noch auf Punktzahl spielen kann. Das Reich ist ab Epoche 3 doch relativ stabil und man muss nur noch Buchhaltern, so dass man moeglichst geeignet weitere Erfindungen machen kann, die einem helfen in den letzten Epochen Wunder zu bauen, die Punkte bringen. Nun ist aber eine reine Punkteoptimierung nicht so mein Ding, vor allem, weil die Spieldauer ziemlich hoch ist und ich nicht glaube, es noch einmal durchzuspielen. Schade. Die Mechanismen sind z.T. wirklich gelungen und waeren es wert in einem Mehrpersonenspiel verwendet zu werden.
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Waere 1997 ein Besucher von KMWs Spielplatz in den Juli 2007 gereist und haette jetzt ins Forum geguckt, haette er seine Zeitmaschine ueberprueft. Er waere naemlich vermutlich zum Schluss gekommen, er waere erst im September gelandet. Der Grund: Eine Diskussion um die Messevorschau fuer die Spiel 2007 im Oktober.
Es ist ja schon komisch. Ueber die Jahre wurde die Messevorschau immer groesser und groesser und damit wichtiger fuer Verlage und vor allem die besuchenden Massen. Die Messe wurde groesser und ohne Vorbereitung wurde es schwierig. Die Vorschau wurde immer gemeinsam von Rick Thornquist und KMW gestaltet und dieses Jahr entschieden sich die Spielbox und Eric Martin (der Thornquists Job bei Boardgamenews uebernommen hatte) tatsaechlich gleichzeitig, dass der Aufwand zu gross ist (Verstaendlich, es ist wirklich ne ziemliche Herkules-Arbeit, die die beiden da hingelegt haben).
Bei Boardgamenews muss man jetzt bezahlen, um die Messeschau zu sehen (Ganz stimmt das nicht. Man bezahlt, um BGN zu unrterstuetzen und man bekommt noch andere Features, z.B. kann man Kommentare schreiben). Natuerlich stiess dieser Vorstoss nicht gerade auf Gegenliebe. Viel Schulterklopfen bekam dann Cliquenabend fuer seine kostenlose Messeschau. Endlich jemand der viel Arbeit umsonst macht! Dummerweise bekam das Ganze dann einen faden Beigeschmack, als sich herausstelle, dass Textpassagen und Bilder teilweise aus der kostenpflichtigen Messeschau von Boardgamenews stammten. Natuerlich gibt es ein paar Leute, die meinen, dass die Boardgamenewsler ja selbst schuld seien und das so ein bisschen kopieren nicht schaden kann, aber die Mehrheit erkennt wohl, dass Arbeit nichts wert ist, wenn man nicht dafuer bezahlt oder zumindest gelobt wird (und auch die Cliquenabendleute machen die Arbeit zwar umsonst, aber nicht ganz uneigennuetzig: Sie profitieren von den Informationen und machen die Seite bekannt. Wuerde jemand anders seinerseits die Messeschauseiten kopieren und woanders posten, waeren sie auch sauer. Und das zu Recht.). Immerhin hat Cliquenabend die anstoessigen Texte und Bilder geloescht und macht jetzt alles alleine. Nicht schlecht, aber fuer mich bleibt ein fader Beigeschmack (nicht zuletzt, weil viele Informationen sicherlich immer noch aus Boardgamenews stammen, aber jetzt vor der Uebername bearbeitet worden sind).
Und Spielbox.de?
Die machen eine Gesamtuebersichtstabelle. Fuer tiefergehende Informationen muessen die Verlage bezahlen (50 bis 100 EUR, je nach Groesse und Anzahl der Fotos). Der Vorteil: Die Infos bleiben kostenlos, die Informationen sind “echt”, es besteht also keine Gefahr dass Dinge angekuendigt werden, die dann gar nicht erscheinen (wie mein Viva la Revolution letztes Jahr).
Der Nachteil: Ich bin nicht sicher, inwieweit das Konzept aufgehen wird. Die grossen Verlage werden sicherlich fuer die Werbung zahlen. Aber zumindest mich interessieren primaer die Kleinverlage und die auslaendischen Verlage und die werden wohl eher nicht so tief in die Tasche greifen. Und damit muss ich mir andere Informationsquellen beschaffen (. Man wird abwarten muessen, ob die Messeschau Fahrt aufnimmt oder klein bleibt. Aber das ist kein Problem, im Oktober gucke ich noch mal rein :-)
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Und noch mal Spielbox-Forum: Ich bin erstaunt, wie apokalyptisch Spieler denken. Dreimal wurde bereits dort gemeldet, dass Queen Games pleite sei oder bald pleite gehen wuerde. Nichts davon war natuerlich wahr, den Jungs gehts besser als je zuvor.
Jetzt wird Alea von Heidelberger (und nicht mehr von Ravensburger) vertrieben und ploetzlich fuerchten viele Spieler um die Marke (Dabei wuerde Ravensburger die Marke wohl eher einstellen, wenn sie sie einstellen wollten und nicht einen neuen Vertriebsparter suchen). Warum?
Als ich Amiga-User war gab es eine Zeitschrift, die Amiga-Joker. In jeder Ausgabe betonten die Redakteure, dass der Amiga NICHT tot sei, obgleich alle Zeichen dafuer sprachen, dass der Amiga vom PC bereits weit ueberholt worden ist.
Der Spielebranche geht es besser als je zuvor, der Markt ist internationaler geworden, es gibt mehr “grosse” Verlage als nach der grossen Pleitewelle Ende der 90er und ich hab den subjektiven Eindruck das auch die Qualitaet und sogar die Vielspielertauglichkeit in den letzten Jahr bedeutend zugenommen hat (Obgleich die Originalitaet und Vielseitigkeit eher auf der Strecke blieb, aber das ist ein anderes Posting…). Dennoch hab ich das Gefuehl, viele Spieler warten jeden Tag auf den Kollaps. Keine Ahnung woran das liegt.

ciao
peer




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