Spielepreise
Im Forum gibts wieder ein paar Threads über Spiele des Jahres und so. Auch der Sylvester bekam ein paar Kommentare. Interessanterweise wurde mir vorgeworfen, die Spiele seien zu unbekannt und damit wäre die Zielgruppe meines Preises zu klein.
Nun, ich vermute das bezieht sich auf den “Sylvester für das beste ausländische Spiel” (den bei den deutschen stehen ja mit Winning Moves, Ravensburger und Kosmos nicht gerade Kleinverlage auf dem Treppchen). Nun einmal ganz davon ab, dass ich Schwierigkeietn gehabt hätte, bekannte Spiele hier zu nominieren:
Warum muss ein Spiel bekannt sein, damit es einen Preis bekommen kann?
Was ist der Sinn eines Preises? Da gibts imho zwei:
1.) Der Autor soll geehrt werden.
2) Das Spiel soll in den Fokus gerückt werden.
Beide bedingen nicht Bekanntheit. Im Gegenteil: Ein Spiel, dass jeder kennt, braucht nicht mehr bekannt gemacht werden. Ein Preis soll auf ein Spiel aufmerksam machen, dass vielleicht nicht jeder kennt. Das heisst nicht, dass nur unbekannte Spiele prämiert werden sollen - Siehe Grund 1 - aber wenn niemand 24/7 oder Traders of Carthage kennt, so wird vielleicht jemand darauf aufmerksam. Das würde mich für die Autoren sehr freuen (Wenn Verfügbarkeit das Problem ist, poste ich hier gerne Bezugsadressen). Ein Problem mit dem Deutschen Spielepreis ist, dass er keine neuen Käuferschichten erschließen kann: Die Zielgruppe hat ihn ja gewählt, hat den Preisträger ergo schon.
Der Grund für den Vorwurf ist aber wohl ein anderer: Viele sehen Preise als Selbstbestätigung. Sie wollen das Spiel, dass sie selbst gut finden prämiert sehen. So nach dem Motto: “Mensch, hast du ja ein gutes Spiel prämiert - Tolle Wahl. Finde ich mich wieder! Ich wusste, dass das Spiel gut ist und jetzt bin ich bestätigt: Das Spiel ist gut!” Dazu muss man das Spiel ja kennen. Wenn XYZ nominiert wird und keiner kennts fragt sich jeder “Warum nicht mein Lieblingsspiel? Das hätte es verdient gehabt!”. Aus demselben Grund wird auch die Wahl zum “Spiel des Jahres” immer so heiss diskutiert - Es kann nicht sein, dass ein Spiel nominiert wird, dass ich nicht mag! Das hiesse ja, ich hab einen schlechten Geschmack! Kein Wunder das die Sachlichkeit manchmal auf der Strecke bleibt (Ein Spiel das bei Umfragen und DSP weit oben zu finden ist, muss ich nicht mögen. Aber ich kann akzeptieren, dass viele es wohl tun. Alles andere ist Realitätsverweigerung).
In abgeschwächter Form findet man das auch bei den Wertungen auf Boardgamegeek. Einige geben absichtlich besonders schlechte Noten, damit der Schnitt dort ist, wo das Spiel “ihrer Meinung nach ist”. Komisch, jeder weiss doch, das Geschmäcker verschieden sind! (Ich mag das niedrig gewertete Alaska und mag Bluff als überbohrtes Meiern überhaupt nicht. Nur so als Beispiel)
Naja, das Ego ist wohl größer als die Vernunft. Das hat schon ein berühmter Forscher gesagt. Weiss nur nicht mehr wer.
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Hier http://brettspieler.blogspot.com/ wird dieses Blog zitiert. Ich werde also doch von irgendwem gelesen
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Gestern habe ich noch einmal R-Eco von Kawasaki Susumi gespielt. Gefällt mir als Absacker immer besser. Wer bei Banesto in Japan “Traders of Carthage” bestellt, sollte “R-Eco” mitbestellen. Und am besten der Welt nochwas gutes tun und ein Zweitexemplar zu Amigo schicken lassen….
Ciao
peer

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